Herzlich Willkommen

beim Verein Wassermühle Karoxbostel e.V.!

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an den Aktivitäten rund um die Wassermühle Karoxbostel.  Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen über die Wassermühle Karoxbostel in deutscher und englischer Sprache.

 

Die Historie der Wassermühle Karoxbostel

 

Die Wassermühle Karoxbostel ist eine Wassermühle in dem kleinen Dorf Karoxbostel in der Gemeinde Seevetal in Niedersachsen, die an dieser Stelle bereits im Mittelalter entstanden ist. Die Hofstelle in Karoxbostel ist erstmals 1366 urkundlich erwähnt. Von 2012 bis 2017 restaurierten die Mitglieder des zu diesem Zweck 2012 von 88 Gründungsmittgliedern gegründeten Vereins Wassermühle Karoxboste e.V. das stark verfallene Anwesen. Zum Denkmal-Ensembles Wassermühle Karoxbostel gehören das 1817 als Vierständerbau errichtete reetgedeckte Haupthaus, das 1893 von dem Mühlenbauer Pätzmann aus Winsen daran angebaute dreigeschossige Mühlengebäude sowie die 1900 fertiggestellte Sägerei. Die aufwendige Bauweise des Haupthauses und der Mühle zeugen vom Wohlstand der damals hier lebenden Müllerfamilie Meyer-Denecke. Das Haupthaus mit Eichenbestand und die angebaute Mühle sind denkmalgeschützt gemäß § 3, Abs. 2 NDSchG und §3, Abs. 3 NDSchG. In der Mühle gibt es drei Schrotgänge, einen Walzenstuhl und einen Quetschstuhl, die durch das eingehauste oberschlächtige Wasserrad angetrieben werden.

Die Wassermühle Karoxbostel ist erstmals 1438 urkundlich erwähnt. Die Mühle war bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1869 eine Zwangsmühle, dass heißt die Bauern, die dem Grundherrn der Mühle abgabepflichtig waren, mussten hier ihr Getreide mahlen lassen. Seit der Jahrhundertwende bis Anfang der 1970er Jahre wurde die Wassermühle auch zur Stromerzeugung genutzt. Der Generator und die Batterieanlage sind noch vorhanden.

Die in Holzbauweise errichtete Sägerei mit einem Venezianischem Gatter wurde ebenfalls von dem Mühlenbaubetrieb Pätzmann gebaut und ersetzte eine ältere Sägerei. Die Sägerei ist denkmalgeschützt gemäß §3, Abs. 3 NDSchG. Die drei Mühlenteiche sowie der Mühlenstau und der Abfluss sind ebenfalls nach §3, Abs. 3 NDSchG geschützt. Die Teiche werden vom Karoxbosteler Mühlenbach gespeist, der in der Gemeinde Rosengarten entspringt. Weiterhin gehören zum Hof-Ensemble das nicht unter Denkmalschutz stehende Backhaus sowie der, in den 1920er Jahren gebaute, ebenfalls nicht denkmalgeschützte Schweinestall.

Die letzten großen Umbauten im Haupthaus erfolgten 1895 als die Kuhstallwand erneuert und ein Keller eingebaut wurde. Ansonsten hat es kaum Veränderungen in den Gebäuden gegeben.

Der Hof wurde 1366 erstmals urkundlich erwähnt, die Mühle 1438. Seit 1783 wurde die Mühle von der Familie Meyer-Denecke betrieben. Am 1. Dezember 2011 verstarb August-Wilhelm Denecke als letzter Vertreter der Müller-Dynastie ohne direkte Erben.

2012 beurteilte der Oberkonservator des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Klaus-Georg Püttmann, die Bedeutung des „historischen Kleinods“ in einer fachlischen Stellungnahme für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) wie folgt: „Das Ensemble ist in einem baulich schlechten Zustand, jedoch in einer wenig gestörten Überlieferungslage. Es wurde in den Jahren wenig verändert, sodass sich ein Zustand aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts abbildet. Sowohl bauhistorisch als auch landes- und technikgeschichtlich sowie volkskundlich ergibt sich eine ausgeprägte Bedeutung, sodass die Erhaltung im besonderen öffentlichen Interesse liegt. Aufgrund des baulich schlechten Zustandes und der nach modernen Maßstäben ausschließlich unrentablen Gebäudezuschnitte stellt sich die Anlage insgesamt als offensichtlich unwirtschaftlich dar. Es ist daher eine positive Wendung, dass durch das Engagement des Vereins als neuem Eigentümer die Abbruchgefahr abgewendet wurde. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Verein ein denkmalfachlich hohes Niveau anstrebt und eine Abstimmung mit der Denkmalpflege gewährleistet ist. Sie zeigen zudem, dass dieser Verein die hohe Belastbarkeit und Kreativität besitzt, um das geplante, notgedrungen sehr umfangreiche Projekt auch erfolgreich durch zu führen.

Um das Gesamtprojekt realisieren zu können, ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Eine Beteiligung der DSD wird daher empfohlen. Da dieses Projekt fachlich sehr gut ist, seine Betreiber ein herausragendes ehrenamtliches Engagement zeigen und nicht zuletzt eine sehr breites Echo in der Bevölkerung und den Medien besteht, ist eine Förderung durch die DSD aus hiesiger Sicht sinnvoll.“

 

Zustand und Nutzung vor Beginn der Sanierungsarbeiten

Das Denkmal-Ensemble Wassermühle Karoxbostel wurde von dem letzten Eigentümer, August-Wilhelm Denecke, nach dem Tod seiner Mutter 1977 allein bewohnt und als landwirtschaftlicher Betrieb bis zu seinem Tod Ende 2011 bewirtschaftet. Die Mühle war bis Ende der 1970er Jahre teilweise in Betrieb. Die Sägerei war seit 70 Jahren nicht mehr betrieben worden. Die Gebäude verfielen in dieser Zeit zunehmend. Zahlreiche große Bäume und Sträucher überwucherten Teile des Denkmal-Ensembles. Eine umgestürzte Esche hatte die Sägerei unter sich begraben. Um mit den Sanierungsmaßnahmen beginnen zu können, mussten 2012 zunächst zirka 280 Kubikmeter Unrat vom Hofgelände und rund 50 Kubikmeter Mist aus dem Haupthaus entfernt werden. Die Nordseite des Reetdachs des Haupthauses war stark beschädigt, so das Regen und Schnee eindringen konnten. Das Zwerchhaus war durch alle drei Geschosse eingebrochen. Das Mühlenobergeschoss und das Dach waren teilweise eingestürzt. In der Außenfassade klaffte ein großes Loch. Die tragenden Balken in der Mühle waren in allen Geschossen stark angegriffen und teilweise nicht mehr vorhanden, ebenso sah es mit den Fußböden in der Mühle aus. Das Wasserrad war verfallen. Bei einem der drei Mahlgänge hatten Regen und Frost die Mühlsteine zerstört. Das Stauwehr und der Teichmönch waren nicht mehr funktionsfähig. Die Mühlentechnik war zwar größtenteils noch vorhanden, aber nicht mehr funktionsfähig. Der Heuboden im Haupthaus war nicht mehr begehbar und zum Teil eingestürzt. Der Fußboden in der kleinen Stube war eingestürzt. Die Fußböden in der Müllerstube und den kleinen Stuben waren nur noch in Fragmenten vorhanden. An der Straßenfront des Haupthauses waren fünf Fenster und zwei Pferdeklappen durch Glasbausteine ersetzt worden. Im Haus waren zahlreiche neue Kalksandsteinwände aufgemauert worden, diese hatten aber alle keine Funktion. Die Jauchegrube des Hauses war eingestürzt. Das historische Hofpflaster vom Beginn des 19. Jahrhunderts war stark beschädigt und größtenteils mit einer dicken Humusschicht und darauf wurzelnden Bäumen bedeckt. Die zwei Schornsteine des Hauses waren bis zum ersten Stock abgebrochen. Die Pfannensättel waren nicht mehr vorhanden. Deshalb konnte das Gebäude in den letzten 35 Jahren vor dem Tod des letzten Eigentümers nicht beheizt werden. Die elektrische Anlage des Hauses, der Mühle und der Sägerei war nicht mehr funktionstüchtig oder gar nicht vorhanden. Die Fenster und Türen waren teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Im Haus waren keine funktionstüchtigen Sanitäranlagen vorhanden. Der Lehm- und Kalkputz im Haupthaus und in der Mühle war in vielen Räumen nicht mehr vorhanden, in anderen stark sanierungsbedürftig. Der Fliesenfußboden in der Küche war von Ratten unterwühlt. Das Rohr der Wasserleitung aus dem Mühlenteich in die Küche war defekt, sodass Wasser ins Mauerwerk eindrang. Die Sägerei war komplett eingestürzt; einzig das venezianische Sägegatter wurde von dem letzten Rest des Daches geschützt.

 

Das Projekt Wassermühle Karoxbostel und seine Ziele

Das Projekt Wassermühle Karoxbostel war ganz zu Beginn ein lokal begrenztes Projekt. Die Initiatoren kamen aus den angrenzenden Ortschaften. Schon bald nach der Vereinsgründung im Februar 2012 änderte sich die Situation. Die Zahl der Vereinsmitglied wuchs rasch und kontinuierlich auf mittlerweile rund 1100. Damit ist der Verein Wassermühle Karobostel deutschlandweit der mitgliederstärkste Mühlenverein. Die Mitglieder und Förderer kommen aus der gesamten Metropolregion Hamburg und darüber hinaus. Von Beginn an war den handelnden Personen wichtig, hier Menschen aller Generationen und aller sozialen Schichten und Herkünfte einen Platz zu bieten, an dem sie ihre Fähigkeiten einbringen können und wo sie große Wertschätzung erfahren. Den Initiatoren des Vereins war von Anfang an nicht nur der Fortsschritt bei der Sanierung des Denkmal-Ensembles wichtig, sondern auch die Teilhabe möglichst vieler Menschen. Die Wassermühle Karoxbostel ist längst zu einem lebendigen Ort der Begegnung, zu einem Veranstaltungszentrum für die Region und zu einer touristischen Destination geworden. Diese Tatsache und die für jeden sichtbaren Erfolge bei der Sanierung des Denkmal-Ensembles haben das Projekt Wassermühle Karoxbostel zu einem Leuchtturm für ehrenamtliches Engagement werden lassen.

Sämtliche Arbeiten an dem denkmalgeschüzten Gebäude-Ensemble erfolgten mit dem Ziel, die stark beschädigten Gebäude für die Nachwelt zu erhalten und in einen lebendigen Ort der Begegnung für alle Generationen sowie Menschen mit und ohne Handicap zu verwandeln. Der Vorstand des Vereins entschied sich gemeinsam mit den behördlichen Denkmalpflegern für ein museales Konzept der Sanierung. Die kulturhistorische Aussagekraft der Gebäude sollte unbedingt erhalten bleiben. Beide Ziele wurden erreicht. Während der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten konnten Besucher stets den Fortgang der Arbeiten miterleben. Seit 2013 bietet der Verein Führungen für Besucher aus dem In- und Ausland sowie ein umfangreiches Kultur- und Umweltbildungsprogramm auf dem Mühlengelände an. Zudem beteiligt sich der Verein an regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen wie dem “Deutschen Mühlentag”, dem “Tag des offenen Denkmals” und den “Tagen der Industriekultur am Wasser in der Metropolregion Hamburg”. Alle Veranstaltungen – wie beispielweise Autorenlesungen, Konzerte, Kunstausstellungen, Theateraufführungen oder Märchenabende – sind kostenfrei für die Besucher und werden regelmäßig gut besucht. An der Wassermühle Karoxbostel, die inzwischen ein anerkannter außerschulischer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist, finden zahlreiche Bildungsprojekte statt. Die Mühle ist seit Januar 2016 Außenstelle des Standesamtes der Gemeinde Seevetal. Seither haben sich zahlreiche Brautpaare hier das Jawort gegeben. Das Mühlengelände wird auch für Gottesdienste verschiedener Konfessionen genutzt.

Die ehrenamtliche Arbeit war von Anfang an eine wichtige Säule bei der Sanierung der Gebäude. Seit April 2012 treffen sich an jedem Sonnabend Dutzende Freiwillige, um bei der Sanierung zu helfen. Die gemeinsame Arbeit hat bei den vielen ehrenamtlichen Helfern ein großes Gemeinschaftsgefühl und starke Identifikation mit dem Mühlenprojekt hervorgerufen. Auch viele erfahrene Fachkräfte und Freiwillige der Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bringen sich mit Rat und Tat ein. Es bestehen Kooperationen des Vereins Wassermühle mit zwei Behinderteneinrichtungen, der örtlichen Grundschule, den zertifizierten Natur- und Landschaftsführen, dem Hegering Hittfeld und der lokalen Gruppe im Naturschutzbund Deutschland. Zu Beginn der Sanierungsarbeiten gab es auf Seiten der institutionellen Förderer durchaus Zweifel, ob dieses ehrgeizige Sanierungsprojekt aufgrund des schlechten baulichen Zustands gelingen könnte. Die Freigabe der ersten Fördermittel erfolgte nach Aussage des Geschäftsführers der Bingo Umwelt-Stiftung, Karsten Behr, nur aufgrund der enormen Einsatzbereitschaft der vielen freiwilligen Helfer.

Das große ehrenamtliche Engagement der Mühlenretter veranlasste zahlreiche Firmen in der Region, das Projekt Wassermühle Karoxbostel durch Sachleistungen und Materialspenden zu unterstützen. Die Sanierung des Gebäude-Ensembles wurde in fünf Projektschritten realisiert. Insgesamt wurden 426.100 Euro Fördergelder für die Sanierung des Haupthauses, der Wassermühle, der Sägerei und die Wiederherstellung der historischen Hofansicht ausgegeben. Die EU beteiligte sich mit 129.000 Euro, die Bundesrepublik Deutschland mit 48.000 Euro, das Land Niedersachsen mit 16.200 Euro, der Landkreis Harburg mit 28.000 Euro, die Gemeinde Seevetal mit 35.000 Euro, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 67.000 Euro, die Bingo Umwelt-Stiftung mit 40.000 Euro, der Lüneburgische Landschaftsverband mit 27.900 Euro, die Niedersächsische Sparkassenstiftung mit 20.000 Euro, die Sparkasse Harburg-Buxtehude mit 15.000 Euro. Das herausragende ehrenamtliche Engagement der Mühlenretter bei der behutsamen und fachgerechten Sanierung des in der Region einzigartigen kulturhistorishen Kleinods wurde mit dem Landespreis für Denkmalpflege belohnt.

 

Historische Quellenlage

Die Wassermühle Karoxbostel ist in historischen Quellen seit ihrer urkundlichen Ersterwähnung 1438 sehr gut und ausführlich dokumentiert. Diese historischen Quellen waren den Initiatoren schon vor dem Beginn des Projekts bekannt. Einige der Initiatoren hatten bereits Erfahrungen mit Denkmalschutzprojekten, daher bestanden bereits Kontakte zu den behördlichen Denkmalpflegern und den auf kommunalpolitischer Ebene Verantwortlichen. Bei den ersten Aufräumarbeiten im Haupthaus wurden die original Bau- und Konstruktionspläne der Mühle von 1893, der Original-Bauplan der Sägerei von 1900 und der Umbauplan des Haupthauses von 1895 gefunden. Nach diesen Plänen wurden auch die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Für die Sanierung der Mühlentechnik waren Müllermeister Franz Rosenkranz und die Mühlenbaufirma Pätzmann aus Winsen/Luhe verantwortlich. Die Firma Pätzmann hatte die Mühle bereits 1893 errichtet.

 

Die Sanierungsarbeiten

Die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten mussten aufgrund des extrem schlechten baulichen Zustand der Gebäude schnell beginnen, um einen Total-Verlust des Ensemble zu verhindern. Daher orientierten sich die Sanierungsschritte am Zustand der einzelnen Gebäudeteile. Die staatlichen Denkmalpfleger unterstützten die schnelle Aufnahme der Arbeiten und begleiteten die einzelnen Sanierungsschritte kontinuierlich.

Der Verein Wassermühle hat zu Beginn der Arbeiten einen Statiker, mehrere Architekten und einen Schädlingsexperten mit der Begutachtung der Gebäude beauftragt. Eine Restauratorin im Handwerk begleitet die Sanierungsmaßnahmen von Beginn an. Sie leitet die ehrenamtlichen Helfer an, damit die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Bei einigen Arbeiten half ein Diplom-Restaurator, der mit Freiwilligen der Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an der Mühle arbeitete.

Das Projekt Wassermühle wurde vor dem Hintergrund begonnen, dass auch im Landkreis Harburg immer mehr Identität stiftende Gebäude abgerissen werden. Die Mühle war über Jahrhunderte ein zentraler Ort in der Region und sollte dies wieder werden

Die technischen Probleme erschienen groß vor Beginn der Sanierungsarbeiten. Durch die hervorragende Zusammenarbeit von Denkmalpflege, Handwerkern, Restauratorin und ehrenamtlichen Mühlenrettern wurden alle Probleme schnell gelöst. Ein Beispiel: Bevor das Haupthaus und die Mühle sicher eingerüstet werden konnten, um die Dächer zu sanieren, mussten zunächst die ehemalige Jauchegrube saniert werden und umgestürzte Bäume beseitigt werden.

Bei der Sanierung wurde sehr behutsam vorgegangen, da möglichst viel von der Originalsubstanz der Gebäude erhalten bleiben sollte. Notwendige Ergänzungen oder Reparaturen wurden in den alten Handwerkstechniken ausgeführt (z.B. traditionelle Holzverbindungen, Lehmputz, Streichen mit Kaseinfarben oder Leinöl,

Die Restaurierungen wurden in alter Handwerkstechnik ausgeführt. Viele erfahrene Handwerker und Handwerksmeister, darunter Maurer, Maler, Zimmerer, Tischler, Gärtner, Dachdecker, Steinsetzter, Elektriker, Schlosser, Klempner, Ofensetzer, Schornsteinfeger und Heizungsbauer sowie zahlreiche Landwirte arbeiten seit Jahren ehrenamtlich an der Wassermühle. Hinzu kommen mehrere Ingenieure und Architekten. Unverzichtbar bei der Wiederherstellung und der Instandsetzung der Mühlen- und der Sägerei-Technik waren die Kenntnisse des erfahrenen Müllermeisters und eines erfahrenen Schlossermeisters. Im Jahr 2016 wurden an der Wassermühle Karoxbostel 15 “freiwillige Müller” ausgebildet, die eine Prüfung vor einer Kommission der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen ablegen mussten. Das erworbene Zertifikat ist Voraussetzung für den fachgerechten Betrieb und die Wartung der historischen Maschinen und der gesamten Anlage.

Bei der Sanierung wurde darauf geachtet, weitestgehend historische Baumaterialien wie Lehm, Kalk, Holz oder Reichsformatsteine zu verwenden. Eine Ausnahme wurde bei den Materialien für den neuen Sanitärtrakt gemacht.

 

Erreichte Ziele

Durch die behutsame Sanierung des Denkmal-Ensembles ist es gelungen, die Authentizität und Zeugniskraft weitestgehend zu erhalten. Gleichzeitig werden die sanierten Gebäude für vielfältige Veranstaltungen genutzt. Als Anerkennung für die fachgerechte Sanierung erhielt der Verein Wassermühle Karoxbostel den Landespreis 2016/2017 für Denkmalpflege. Seit September 2017 ist die Wassermühle Karoxbostel zudem vom Niedersächsischen Kultusministerium als außerschulischer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) anerkannt. Im September 2017 wurde mit der Neueindeckung des Reetdaches auf der Südseite des Haupthauses nicht nur die Sanierung des Denkmal-Ensembles abgeschlossen, sondern durch den Umbau des nicht denkmalgeschützten ehemaligen Schweinestalls auch die Sanierung des gesamten Hof-Ensembles vollendet.

 

Vielseitige Angebote für die Region

Das kulturhistorische Kleinod Denkmal-Ensemble Karoxbostel steht für gemeinsames Arbeiten, Besichtigungen, kulturelle Veranstaltungen, Natur- und Umweltprojekte, Feiern und Trauungen allen Interessierten offen. Nach der Vollendung der Sanierung des Hof-Ensembles ist das nächste Ziel die Schaffung eines Kultur- und Erlebnisgartens auf dem Areal des ehemaligen Nutzgartens und der ehemaligen Hofweide der Wassermühle. Die bereits 2013 angelegte Streuobstwiese, ein Bauerngarten mit Kräuterspirale und Bienenkörben werden ebenso in das neue Projekt einbezogen wie die Hühner, die seit 2015 auf dem Mühlengelände in Freilandhaltung leben. In Zukunft sollen Besucher, insbesondere Kinder, beispielsweise den Weg des Getreides mit allen Sinnen erleben – vom Sähen über das Ernten und Vermahlen bis zum Backen des Vollkornrotes. Wie im Mühlenwald, wo zahlreiche Holzskulturen und alte Baumriesen die Fantasie von Erwachsenen und Kindern anregen, sollen auch der neue Garten zu einem besonderen Ort werden, wo Menschen mitmachen, entdecken und probieren und gemeinsam lernen können.

Die Mühle war bis zur Einführung der Gewerbefreiheit in Nordddeutschland im Jahr 1869 eine Zwangsmühle. Bauern aus einem Umkreis von über 60 Kilometern mussten ihr Getreide in der Wassermühle Karoxbostel mahlen lassen. Jahrhundertelang war die Mühle in Karoxbostel ein wirtschaftlicher und sozialer Mittelpunkt in der Region. Seit Mitte der 1920er Jahre hatte die Mühle zunehmend an Bedeutung verloren bis Sägerei und Mühle schließlich ganz stillgelegt wurden und der gesamte Hof dem Verfall preisgegeben war. Durch die Sanierung der Mühle wurde dieser Jahrhunderte alte Mittelpunkt wieder aktiviert. Heute ist die Wassermühle Karoxbostel wieder zu einem lebendigen Ort der Begegnung für die Menschen in der Region geworden.

 

Kosten und Finanzierung der Sanierung

Für die Sanierung und Restaurierung des Haupthauses, der Mühle, der originalen Hofansicht, der Sägerei und des Schweinehauses wurden 488.100 Euro Fördergelder benötigt und eingeworben

Der Verein Wassermühle Karoxbostel sammelt bei den zahlreichen Veranstaltungen auf dem Mühlengelände Spendengelder für die Sanierung und den Erhalt des Denkmal-Ensembles. Als weitere Projekt-Förderer konnten Institutionelle Förderer (EU, Bund, Land, Kreis, Gemeinde) und Stiftungen (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bingo Umweltstiftung, Sparkassenstiftung, Lüneburgische Landschaftsverband) gewonnen werden.

Die EU unterstützte das Denkmal Projekt Wassermühle Karoxbostel mit 129.000 Euro. Hinzu kommen noch 50 000 Euro EU-Fördergelder für die Sanierung des nicht denkmalgeschützten Schweinehauses des Hofensembles.

Es gab keine Schwierigkeiten bei der Fertigstellung des Projekts.

 

Meine Mühle“- die Mühlenretter

Das Projekt Wassermühle Karoxbostel hat gezeigt, dass eine hohe Qualität der Sanierung eines Gebäudes auch mit ehrenamtlichen Kräften erreicht werden kann. Das Anlernen und Qualifizieren von Laien hat zu einer großen Identifikation mit dem Projekt geführt. Diese Identifikation ist nicht auf die reinen Sanierungsmaßnahmen beschränkt, sondern bezieht sich auf das gesamte Projekt – auch auf die kulturellen, sozialen sowie die Natur- und Umweltprojekte, die vom Verein initiert werden. Durch den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer und die Öffnung des Objekts während der Sanierungsphase musste die Sanierung teilweise etwas unorthodox angegangen werden. So hätte zum Beispiel die sonst verbindliche komplette Schadensaufnahme vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen zu einer großen Demotivation der Helfer geführt. Das Projekt konnte aber nur mit stark motivierten Aktiven bewältigt werden. So wurde Punkt für Punkt abgearbeitet, immer in enger Abstimmung mit den hauptamtlichen Denkmalpflegern. Jeder abgeschlossene Schritt wurde gewürdigt und gefeiert.

So konnte die Motivation der Helfer über die Jahre ständig gefördert, aufrecht erhalten und das Projekt erfolgreich beendet werden.

 

Bedeutung des Baudenkmals Wassermühle Karoxbostel

Die besondere historische Bedeutung der Wassermühle Karoxbostel liegt darin, dass sie ein einzigartiges Baudenkmal für die Region ist. Wegen der Vollständigkeit des Ensembles und des Erhalts der Ausstattung ist die Wassermühle Karoxbostel in der Region einmalig. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von 1817 ist ein früher Vertreter der Vierständerbauweise. Die Ausstattung des Wirtschaftsteils stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert, die des Wohntrakts aus der Zeit um 1900. Das dreigeschossigee Mühlengebäude stammt aus dem Jahr 1893. Die Mühlentechnik und das Zubehör – wie zum Beispiel Mahlgänge, Elevatoren, Sichter und Walzenstuhl – sind weitesgehend erhalten und wieder voll funktionstüchtig. Dies gilt auch für die Sägerei mit einem Venezianischen Gatter aus dem Jahr 1900. Zum Hofensemble gehören auch die im Mittelalter angelegten Mühlenteiche, das einstige Backhaus und das ehemalige Schweinehaus.

Darüber hinaus liefern die geborgenen Archivalien aus der Mühle neue Erkenntnisse für die regionale Sozial- und Wirtschaftsgeschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Sogar die originalen Bau- und Konstruktionspläne sowie die bis 1780 zurückreichenden Mühlenbücher sind vorhanden. Der Verein Wassermühle wurde 2016/17 mit dem Landespreis für Denkmalpflege ausgezeichenet. Auch diese Tatsache belegt die Qualität des Gebäude-Ensembles.

Im September 2017 ist die Mühle vom Niedersächsischen Kultsministerium als außerschulischer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung anerkannt worden. Diese Zertifizierung wurde erreicht durch das seit 2013 bestehende umfangreiche Bildungsangebot im Bereich Umwelt und Natur auf dem Mühlengelände. Daneben gibt es auf dem Mühlengelände auch ein vielfältiges Kulturangebot: Unter anderem waren bekannte Schauspiel-Ensembles wie das Thalia Theater Hamburg und das junge Schauspielhaus Hamburg sowie die Niedersächsischen Literaturtage bereits zu Gast an der Wassermühle. Musik, Tanz, Literatur, Märchen und die Regionalsprache Plattdeutsch haben ihren festen Platz im Veranstaltungskalender.

Die rund 1100 Miglieder des 2012 gegründeten Vereins Wassermühle Karoxbostel e.V. kommen aus allen sozialen Schichten und allen Altersgruppen. Sie alle teilen die Erfahrung, dass es sich lohnt, sich gemeinsam für ein gutes Ziel einzusetzen. In einigen Hundert Medienberichten wurde die Leistung der Mühlenretter gewürdigt. Viele Menschen erfahren durch das Mühlenprojekt Bestättigung und Wertschätzung. Zudem wird durch die vielfältige Nutzung der historischen Gebäude für alle sichtbar, dass sich der Einsatz für die Rettung solcher Denkmale lohnt und überaus sinnstiftend ist.

 

Bedeutung der Mühlen

Mühlen sind in ganz Europa seit Jahrhunderten Orte, an denen Menschen  unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen.

Mühlen haben in ihrer Vielfalt die technische Entwicklung der europäischen Geschichte geprägt und waren europaweit wichtiger Bestandteil des Lebensalltags. Dies vor dem Vergessen zu bewahren, ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Mühlentechnik ist in allen Ländern ähnlich, sodass ein Austausch über Betrieb, Wartung und Pflege zwischen Mühleninteressierten aus verschiedenen Ländern problemlos möglich ist. Aber Mühlen faszinieren nicht nur Technik begeisterte Menschen: Mühlen sind “magische Orte”. Um viele Mühlen ranken sich geheimnisvolle Geschichten. Diese Geschichten zu erzählen, ist spannend und führt dazu, dass Fremde im Gegenzug ihre Geschichten erzählen.

Die Initiative einer „Via Molina“, einer europäische Kulturstraße der Mühlen, wird vom Verein Wassermühle Karoxbostel ausdrücklich begrüßt und nach Kräften unterstützt. Mühlenstandorte und Wege in ganz Europa sollten noch stärker als bisher dem touristischen Interesse erschlossen werden, um dadurch das Bewusstsein für eine gemeinsame europäische Kultur zu stärken. Die Wassermühle Karoxbostel ist bereits Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße.

Der Verein Wassermühle Karoxbostel e.V. hat seit Beginn des Projekts darauf geachtet, den Mühlenhof allen Interessierten zugänglich zu machen. Das Gelände ist immer zugänglich und steht auch Nichtmitgliedern offen. Führungen werden auf Wunsch in verschiedenen Sprachen angeboten. Das Denkmal-Ensemble in Karoxbostel ist auch Treffpunkt für Müller aus nah und fern. Der Verein Wassermühle Karoxbostel pflegt Kontakte zu vielen Mühlenbegeisterten im In- und Ausland. Mitglieder des Vereins veröffentlichen regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften. Durch seine verkehrsgünstige Lage und seine Größe ist das Mühlengelände prädestiniert für den Austausch und das Treffen unterschiedlichster Gruppen.

 

Öffnungszeiten der Wassermühle Karoxbostel

Das Denkmalensemble Wassermühle Karoxbostel ist ganzjährig für Besucher und Besuchergruppen geöffnet.

An jedem Sonnabend arbeiten Dutzende ehrenamtliche Helfer auf dem Mühlengelände. Jeder ist willkommen. Auch an Wochentagen treffen sich Freiwillige zum Arbeiten und zum Gedankenaustausch an der Mühle. Die Mühle ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Verein nimmt alljährlich am bundesweit stattfindenden “Deutschen Mühlentag” und am “Tag des offenen Denkmals” sowie an den “Tagen der Industriekultur am Wasser” teil. Auch veranstaltet der Verein einen Adventsmarkt. Zudem bietet der Verein ein umfangreiches Natur- und Umweltprogramm für Schüler- und Kindergartengruppen an. Im Jahr 2016 sind 15 freiwillige Müller ausgebildet worden, um auch in Zukunft den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Tausende Besucher nutzen jährlich die Angebote der Wassermühle.

Die Mühle ist Sonnabends von 10 bis 13 Uhr ohne Anmeldung zu besichtigen. Darüber hinaus sind Führungen nach Absprache an jedem Wochentag möglich.

 

Sanierungsschritte von 2012 bis 2017

  • Ein Dutzend große Container mit Unrat sowie zahlreiche PKW-Anhänger-Ladungen voller Sondermüll und Schrott wurden entsorgt.
  • 50 Kubikmeter Mist wurden mit Forken und Radlader aus dem Wirtschaftsteil entfernt.
  • Das marode Backhaus konnte komplett in Eigenleistung saniert werden: Der Dachstuhl und die Eindeckung wurden erneuert. An den Giebelseiten wurden gußeiserne Fenster eingesetzt. Von Vereinsmitgliedern  wurde ein historischer Lehmbackofen wieder aufgebaut, dieser ist seit 2014 wieder in Betrieb. Zusätzlich wurde eine Backstube ausgebaut und komplett eingerichtet- teilweise mit historischem Gerät. 
  • Das Reetdach des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes wurde saniert.
  • Das Zwerchhaus wurde neu aufgebaut.
  • Die modernen Einbauten, wie Kalksandsteinwände, Glasbausteine oder Badezimmer wurden komplett entfernt.
  • Zwei Jauchegruben wurden saniert.
  • Vor dem Haus wurde ein Bauerngarten angelegt.
  • Die Kopflinden und die Hainbuchenhecke vor dem Haus wurden zurückgeschnitten.
  • Eine Streuobstwiese mit historischen Obstsorten wurde angelegt. Zwischen den Obstbäumen wurden Beerenobststräucher gepflanzt und eine Kräuterschnecke gebaut.
  • Auf dem Hof wurde historisches Rippenpflaster aus der Zeit um 1800 freigelegt.
  • Ein neuer Teich-Mönch wurde gebaut. Der Aalfang wurde repariert.
  • Ein Teil des Bachlauf wurde renaturiert.
  • Die historischen Fenster und Türen wurden restauriert, die Pferdeklappen neu gebaut.
  • Die Schornsteine wurden wieder aufgemauert und die Pfannensättel auf dem Dach wieder hergestellt.
  • Die Mühle wurde vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss grundsaniert. Die gesamte Mühlentechnik wurde generalüberholt.
  • Ein neues Wasserrad und ein neues Gerinne wurden eingebaut.
  • Das Stauwehr wurde instand gesetzt.
  • Eine moderne Zentralheizung wurde eingebaut.
  • Der Boden über Stall und Diele sowie der Fußboden in der kleinen Stube wurden saniert.
  • Die Elektrik in Haupthaus, Mühle, Sägerei und Backhaus wurde komplett erneuert.
  • Im ehemaligen Jungviehstall wurde der Sanitärtrakt eingebaut.
  • In der Müllerstube wurde die Wandmalerei aus dem 19. Jahrhundert restauriert. Weitere Malereien aus dem 19. Jahrhundert konnten im Wohnhaus freigelegt werden; ihre Restaurierung dauert noch an.
  • Die Reste der Sägerei wurden demontiert. Anschließend wurden das Fundament saniert, die gesamte Technik inklusive des Venezianischen Gatters restauriert und das hölzerne Gebäude nach den Original-Plänen wieder aufgebaut.Die Sägerei ist voll fuktionstüchtig.
  • Die historische Hofansicht wurde wiederhergestellt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde ein behindertengerechter Zugang zum Sanitärtrakt geschaffen.
  • In Küche, Futterküche und Mühlenstube wurden die Fliesenfußböden wieder hergestellt.
  • An zahlreichen Wänden wurde schadhafter Lehmputz ausgebessert oder erneuert.
  • Im ersten und zweiten Obergeschoss des Wohntraktes wurde der Holzfußboden neu verlegt.
  • Auf der Südseite des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes wurde die ursprüngliche Raumsituation wieder hergestellt.
  • Das ehemalige Schweinhaus wurde kompett saniert und zu einem Gruppenraum und einer Werkstatt umgebaut

 


 

Monument Ensemble Watermill Karoxbostel

The monument ensemble Wassermühle Karoxbostel is a cultural historic jewel in the Hamburg Metropolis region. It consists of the main building dated 1817, the Watermill (1893), the Sawmill (1900) and the nonlisted Bakehouse and former Pigsty. End of 2011 buildings were little more than ruins. Early 2012 88 women and men founded “Verein Wassermühle Karoxbostel e.V.”, a registered association, with the ambition to restore the crumbling buildings and transform the historic ensemble into a lively place of encounter and convivial meeting. Today this is reality. People of all ages, some handicapped, meet to learn, celebrate and enjoy events of culture and natural history. 

In 2016 the Mill Association was awarded the “State Prize for Preservation of historical Monuments of the Savings Banks Foundation Lower Saxony”. In September 2017 it was recognized by the Ministry of Cultural Affairs Lower Saxony as a “Place of extracurricular Learning in Education for sustainable Development.” The Karoxbostel Watermill is situated in Seevetal, Lower Saxony. First documentary mentioning of the Karoxbostel farm was in 1366. From 2012 to 2017 members of the Karoxbostel Mill Association, restored the severely derelicted estate. The monument ensemble Watermill Karoxbostel, located on a site of 2,5 hectare consists of the thatched main building, dated 1817 and erected as a traditional farmhouse, the three-storey Watermill, dated 1893 and the Sawmill dated 1900. The main building with its oak tree stands and the attached Watermill are publicly listed as protected monuments according to § 3, Abs. 2, NDSchG. and §3, Abs. 3, NDSchG., Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz (Lower Saxony Monument Protection Act from 1978). The first documentary mentioning of the Karoxbostel Watermill was in 1438.

The Mill, until freedom of trade was introduced in 1869, was a Compulsory Mill. Like the Watermill and the farmhouse the Sawmill is a protected monument according to § 3, Abs. 2, NDSchG. and §3, Abs. 3, NDSchG., Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz (Lower Saxony Monument Protection Act from 1978) The monument protection also covers the three Mill ponds, the Mill weir and the water outflow. Furthermore the bake house and the pigsty, dated 1920, are part of the monument ensemble, although they are not monument protected. The last major alterations at the main building go back to the year of 1895, when a wall of the cow stable was renewed and a basement was built. Apart from this, no alterations of the buildings have been made.

First documentary mention of the farm reaches back to 1366, of the Watermill to 1438. Since 1783 the Mill was worked by the Meyer-Denecke family. August-Wilhelm Denecke, last representative of the miller’s dynasty, passed away on December 1st, 2011. He left no direct heirs.

Dr. Klaus Püttmann, Head Conservator of the state authority for the preservation of monuments, Lower Saxony, assessed for the “German Foundation for Monument Protection” the value of the “historical treasure” in a written statement as follows: “The ensemble is in a bad state of repair, but in a historically minimally changed condition. During the years only minor alterations have been made, so that its state represents the time at the beginning of the 20th. century.

The historical architectural development, the history of the region and technology as well as folkloristic views yield a distinct significance, so that the preservation is of particular public importance. Due to the bad state of repair, and, according to modern standards its solely unprofitable building layout, the property presents itself as obviously uneconomic. Therefore it is a positive turnaround that through the engagement of the mill society as new owner the risk of demolition was averted. Experiences so far show the mill society striving for a high level of monument related expertise, and the coordination with the monument protection authority is ensured. Furthermore, they show that the mill society has the high resilience and creativity to carry out the unavoidably very extensive project and perform it successfully.

To carry out the total project, the mill society is reliant on financial support. Therefore a participation of the Deutsche Stiftung Denkmalschutz - DSD - is recommended. The high standard of professionalism of the project, the outstanding voluntary involvement of the engaged people and last but not least the widely positive echo from public and media would in our point of view qualify this project for DSD support.

State of conservation and use of the heritage before the project commenced

After his mother died in 1977, the last owner of the Mill managed the farm until he deceased end of 2011. The Mill was partially operational until end of the 1970s, the Sawmill had ceased operation in the 1950s. The buildings deteriorated increasingly during the years. A fallen ash tree had buried the Sawmill. In 2012, before the restoration could commence, 280 cubic meters of refuse had to be removed from the farm yard, and a further 50 cubic meters of manure from the main building. The thatched roof on the north side of the main building was severely damaged, allowing rain and snow to enter. Through all 3 floors the spire light was almost collapsing, as were the upper floor and the roof of the Mill, which had already partly collapsed. There was a large gaping hole in the outer facade. The weight bearing wooden beams in all storeys of the Mill were severely damaged and in parts non existent. The same situation was found in the flooring of the Mill. The water wheel was decayed. Rain and frost had destroyed one of the three grinding gears. The Mill’s weir and the “Teichmönch” (overflow building in the Mill pond) were inoperative. The Mill technology was largely existing, but not operational. The hayloft in the main building was not passable and partly collapsed, as well as the flooring of the “Kleine Stube” (small parlour). Only flooring fragments were found in the millers parlour and adjacent rooms. At the street facing front of the main building five windows and two horse flaps had been replaced with glass bricks. The main buildings cesspool had collapsed. The 19th Century historic paving of the farm yard was badly damaged and overgrown with a thick layer of humus, on which trees were growing. The two chimneys of the main building were broken down to the first floor. The electrical installation of the main building, the Mill and the Sawmill was either non functional or non-existing. The windows and doors were partly in a very bad condition. Functioning sanitary facilities were non-existing. In many rooms of the main building and Mill the loam- and lime-plaster were either non-existing or in severe need of renovation, and rats had undermined the tiled floor in the kitchen. The pipe supplying the main building with water from the Mill pond was defect, thus causing water to run into the masonry. The Sawmill building has collapsed completely, the Venetian Sawgate was the only structure protected by the last remains of the roof.

Scope of the project: aims and objectives

At the beginning the Wassermühle Karoxbostel project was of limited local importance. The initiators were local people from neighbouring villages. But soon after the Mill Association was founded in February 2012 the situation changed. The number of members grew rapidly and continuously to 1.100 today. Thus the Wassermuehle Karoxbostel e.V. is today the largest mill association in Germany with members and sponsors originating from the whole Hamburg Metropolis region and beyond. From the beginning on it was important for the responsible persons to create a place, where people of all ages and walks of life could meet, contribute their knowledge and skills and in return earn high appreciation. Consequently, for the initiators of the association not only the restoration progress of the monument ensemble was important, but also the participation of as many people as possible. For some time now the Watermill has become a lively place of encounter, a regional centre for events of all kinds as well as a popular tourist attraction. These facts and the success in restoring the monument ensemble, visible to everyone, have established the Watermills high reputation as a flagship project for voluntary engagement.

All restoration work at the Mill Ensemble was carried out with the aim of preserving the badly damaged historical monument for future generations and transform it into a vibrant meeting place for people of all ages, whether disabled or not. In agreement (Together) with the municipal authority for the preservation of historical monuments, the association’s board decided to restore the buildings based on a museological concept. It was very important that the cultural and historical significance of the buildings should be preserved. Both objectives were achieved. During the renovation- and restoring works visitors could witness the progress being made. Since 2013 the Mill Society offers guided tours for domestic and foreign visitors as well as comprehensive programs of culture and environment on the premises. Moreover it participates on recurrent events like “Deutscher Mühlentag” (German Mill Day), the “Tag des offenen Denkmals” (Open Monument Day) and “Tag der Industriekultur am Wasser in der Metropolregion Hamburg” (Industrial Heritage on Waterside Day in the Metropolis of Hamburg). All events, e.g. author’s readings, concerts, art exhibitions, theatre performances or fairy tail events have free admission and are always well attended. At the Watermill Karoxbostel, recently recognized as a “Place of extracurricular Learning in Education for a sustainable Development” by the Lower Saxony Ministry of Culture, numerous education projects take place. In January 2016 the Watermill became a branch of Seevetal’s registry office. Since then, numerous couples have exchanged their wedding vows here and and also celebrated in the Mill afterwards. Also, church services of various religions are held on the premises of the Mill.

The voluntary work has been the important and deciding pillar for the restoration of the buildings. Since April 2012 every Saturday dozens of volunteer helpers meet at the Mill to help with the restoration. Their collective effort has created a strong sense of community and identification with the Mill project. Moreover many experienced experts of the “Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz” (Youth Activists of the German Monument Protection Foundation) support the project with guidance and resources. There is also a cooperation with two disabled facilities, the local primary school, certified nature- and landscape guides, with the gamekeeper association of Hittfeld and the local group of the “Naturschutzbund Deutschland” (German Nature Protection Organization) When the restorations begun, corporate sponsors were in doubt, as to whether the ambitious work on the dilapidated could be successful. The enormous commitment and engagement of many volunteer helpers convinced the director of the Bingo Foundation, Mr. Karsten Behr, to release the initial funds.

This also encouraged numerous local firms to support the project Wassermühle Karoxbostel with generous and urgently needed contributions in material, expertise and labour. Five project steps were defined and performed to restore the building ensemble. In total 426.100 Euro of funding have been invested to restore the main building, the Watermill, the Sawmill and the reinstatement of the historical farm yard aspect. The European Union participated with € 129.000, the Federal Republic of Germany with € 48.000, the county of Lower Saxony with € 16.200, the district of Harburg with € 28.000, the community of Seevetal with € 35.000,- the German Foundation for Monument Protection with 67.000, the Bingo Environment Foundation with € 40.000, the Regional Association of Lüneburg with 27.900, the Savings Bank Foundation of Lower Saxony with € 20.000 and the Savings Bank Harburg-Buxtehude with € 15.000. The outstanding voluntary engagement of the “Mill Savers” and the cautious and skilled restoration work being carried out on the Watermill ensemble, a unique cultural historic jewel, was honoured with the “Landespreis für Denkmalpflege” (State prize for monument conservation), the most important prize awarded by the Federal Republic of Germany. We believe that it could be a role model for other European projects of monument protection.

Historical and technical research

The historical sources of the Karoxbostel Watermill, first documentarily mentioned in 1438, have been recorded in detail and very well. They were known to the initiators of the project. Some of the initiators were already experienced in monument protection projects and thus had contacts to conservation authorities and responsible people on municipal level. The original blueprints and design drawings of the Mill, dated 1893, the original blueprint of the Sawmill, dated 1900 and the conversion plan of the main building, dated 1895 were found during the initial cleanup of the main building. The restoration work was carried out according to these plans. The master miller Franz Rosenkranz and the mill manufacturer Pätzmann of Winsen / Luhe were responsible for the restoration of the milling technology. Pätzmann is the company who erected the Mill in 1893. 

Conservation

Due to the extremely bad state of repair and to prevent the complete loss of the ensemble the restoration works had to start quickly. Therefore the order of restoration was sequenced according to the condition of individual building parts. The monument protection authorities supported the swift start of the work and accompanied the restoration steps continuously.

A structural engineer, several architects and a pest control expert were contracted at the beginning of the works. Moreover, a certified conservator guided the restoration from the very beginning. She instructed the volunteer helpers in performing the work professionally. For some work a graduated restorer supported the Youth Mason’s Guild of the German Monument Protection Foundation carrying out work at the Mill.

As an increasing number of buildings with regional identity in the district of Harburg were beingdemolished, the conservation of the Watermill is of utmost importance to the initiators of the Mill project. The Mill has been a central site (key place) of the (entire) region and this should be brought back to life again.

Before the restoration commenced, the technical problems appeared to be immense. Due to the excellent cooperation of monument conservators, craftsmen and -women, restorers and volunteer “Millhelpers” all problems were quickly resolved. For example: Prior to erecting the scaffolding to restore the roof of the main building and the Watermill, the former cesspool had to be closed and fallen trees removed.

To preserve as much as possible of the original substance of the buildings, the restoration work was carried out with great care. Traditional skills and crafts were utilized for the necessary completion and repair work, e.g. traditional wooden joints, loam plaster and painting using casein paint or linseed oil.

Traditional craft skills were utilized in the restoration. Many experienced craftsmen and -women, master craftsmen and -women, among them masons, painters, carpenters, cabinetmakers, gardeners, roofers, pavers, electricians, metal workers, plumbers, stove fitters, heating installers and many farmers have been working voluntarily at the Watermill for many years now. In addition, graduate engineers and architects provide assistance and advice. An indispensible component in the restoration and maintenance of the Mill and Sawmill technology was the expertise of a very experienced master miller and master metalworker (locksmith). In 2016 15 “Volunteer Millers” were trained at the Mill and successfully passed an examination by the “Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen”. The certificate awarded herewith is the mandatory requirement to operate and maintain the historical milling gear and the entire machinery.

During the restoration work special care was taken to largely use historic building materials e.g. loam, chalk, wood and bricks in historical “Reichsformat”, a standard established in 1872. The only exception was made for materials of the new sanitary tract to comply with current hygienic standards.

Results achieved

Due to the careful restoration of the monument ensemble, the authenticity and historical values have been preserved to the greatest possible extent, even though they can be used for a wide variety of events. In recognition of the highly skilled restoration work, the Watermill Association was honoured with the Federal Republic of Germany’s most important monument preservation prize, the “Landespreis 2016 / 2017 für Denkmalpflege”. Moreover, in September 2017 the Karoxbostel Mill Association was recognized by the Niedersächsisches Kultusministerium (Lower Saxony Ministry of Culture) as “Außerschulischer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung” (Place of extracurricular learning within an education for sustainable development) As the final step in the restoration of the monument ensemble the thatched roof on the south side of the main building was renewed. Together with the alteration of the former pigsty being finished at the same time, the Mill Association is proud to present buildings and farmyard in their original historical appearance and uniqueness.

Provisions for future use and maintenance

The cultural-historic jewel is open for all interested individuals and parties for collaborative work, sightseeing, cultural events, projects of nature and environment, celebrations and weddings. With the restoration of the building ensemble being completed, the next objective is the creation of a culture- and adventure garden on the area of the former kitchen garden and farm pasture land. The meadow orchard, already planted in 2013, a farm garden with a herbal spiral and beehives are integrated parts of the new project. Altogether this will be populated by the Mill’s free range chickens living in the farm yard since 2015. As an example for the future, visitors, in particular children, should be able to experience grain farming in all stages: From “Who will reap must sow” to milling the grain and baking whole meal bread. As in the Mill’s wood, where numerous wooden sculptures and giant trees stimulate the fantasy of people of all ages, the new garden is meant to be a special place, where they can take part, discover, experiment and learn together.

The Mill, until freedom of trade was introduced in 1869, was a “Zwangsmühle” (Compulsory Mill). Thus, local farmers within a radius of 60 km, were bound to have their grain milled in this Mill. For centuries the Watermill in Karoxbostel used to be the economical and social centre of the region. Since the middle of the 1920s the Mill increasingly lost significance and the operation of the Mill and Sawmill eventually closed down. With this, the entire property was increasingly left to decay. The centre of Karoxbostel and its region, hundreds of years old, was successfully reactivated by restoring the Mill. Today the Watermill has become a lively, busy and friendly place again.

Costs

In total 488.100 Euro of funds were raised and invested to restore the main building, the Watermill, the Sawmill, to reinstate the historical farm yard aspect and the former pigsty.

No financial- or management arrangements were needed.

During numerous events on the Mill’s premises the Watermill Association is collecting donations to be utilized for restoration and maintenance of the monument ensemble. Furthermore institutional sponsors of the European Union, the Federal Republic of Germany, county, district, community, Monument Protection Foundation, Bingo Environment Foundation, Savings Bank Foundation and District of Lüneburg Foundation could be won over to support the project.

The European Union supported the monument project Wassermühle Karoxbostel with Euro 129.000. Additional 50.000 Euro of EU-grants for the restoration of the former pigsty, also part of the building ensemble, but non-listed, were acquired.

No difficulties occurred during the completion of the project. 

Contribution of the project to the conservation and enhancement of the cultural heritage

The Watermill Project has proven that a high quality of building restoration can be achieved with voluntaryhelpers. The teaching and qualification of amateurs during the restoration has lead to a high degree ofpersonal identification with the project. This identification is not just limited to the restoration work, butalso interacts with activities including projects related to culture- and social work as well as nature andenvironment, all initiated by the Mill Society. The work was carried out step by step, maintaining close coordination with the local authorities for monument protection. It has become apparent that this was an excellent method to maintain every bodies motivation and finalize the project successfully.

 

Historical, cultural, environmental, educational and social value

The special historic significance is based on its uniqueness as a regionalbuilding monument. With the completion of the ensemble and the preservation of its equipment the Watermill is truly exceptional in the region. The residential- and farm building, erected in 1817, representsan early stage of a traditional “Vierständerhaus”. The inventory of the residential section origins from around 1900, of the farming section it goes back to the early 19th. Century. The three-storey Watermill Building was erected in 1893. The mill technology and accessories e.g. grinding gear, elevators, strainer and roller mill have been largely preserved and are operational again. This is also the case for the Venetian Sawgate built in 1900. The Mill Ponds, created in medieval times, the bake house and the former pigsty are also part of the Mill Ensemble. 

The Mill’s rescued archival documents provide new scientific insights of the regional social- and economic history, dated back to the 18th. Century. Even the original blueprints, construction plans and the Mill’s working books dated back to 1780 are available. The WaterMill Association has been awarded the “Landespreis für Denkmalpflege 2016 /17. In September 2017 the Karoxbostel Mill Association was recognized by the Lower Saxony Ministry of Culture as a “Place of extracurricular learning within an education for sustainable development“. This certification was achieved in honor of the comprehensive program for education, environment and nature carried on the Mill’s premises since 2013. A variety of cultural events have taken place at the Mill. Theater, music, dance, fairytales and the recognized minority language “Plattdeutsch” (Low German) have their firm slot in the events calendar.

Nearly 1.100 members of the Mill Association are from all walks of life and all ages. They all share the same values gathered from the experience of pulling together a worthwhile result. Hundreds of media reports praising the performance and the commitment of the “Mill-Rescuers”. Many people have realized great satisfaction and praise in supporting the Mill Project. Moreover, through the versatile use of historic buildings it has become obvious to many people, that personal effort to prevent the decay of monuments like the Mill is worthwhile, meaningful and can be a LOT OF FUN!

Dimension of the project

For centuries, mills in the whole of Europe have been places where people of different origins come together.

In their diversity, mills have characterized European history in technological development and were an important part in daily life. Preserving this is one of our main concerns. Milling technology is similar in all countries, therefore aspects of operation, maintenance and care can be easily exchanged. But mills do not only fascinate technology enthusiasts: Mills are magical places. There are mysterious stories and myths behind many mills. Telling them is exciting and encourages many strangers to tell their stories in return.

Wassermühle Karoxbostel especially welcomes the “Via Molina”-initiative, a European cultural road connecting mills and supports this to the best of our abilities. Mill sites and connecting roads in Europe should become a major element of touristic interest and strengthen awareness and understanding of our common European culture. Our Watermill already is part of the Lower Saxony Mill Road. From the beginning of the project Wassermühle Karoxbostel has taken particular care that all visitors, both members and non-members, can freely access the Mills premises. Guided tours are offered in different languages and the Mill is a highly regarded meeting place for millers from near and far. We maintain close contact to national and foreign mill enthusiasts, and our members regularly publish articles in mill journals. Due to its easily accessible location and the magnitude of the site, the Mill is predestined as a meeting point accommodating various groups for discussions, seminars and conviviality.

Opening hours, (special) visiting arrangements

The Watermill is open all-the-year for visitors and visitor groups. It participates actively in the annual „German Mill Day”, „Monument Open Day” and „Industrial Heritage on Waterside Day”. Furthermore the Watermill association organizes Christmas Markets, concerts, stage readings, theater performances and art exhibitions, which regularly draw many visitors. Comprehensive programs for nursery- and school classes covering nature and environment are also carried out. Visitors can become familiar with handcraft technology, milling, sawing and baking. To keep the Mill working in future and to pass knowledge on to next generations, 15 volunteer millers were trained and certified. Tenthousands of visitors yearly. 

The Mill is open for visitors on Saturday from 10:00 am to 1:00 pm without appointment.

With appointment it can be visited daily.