Samstag, 20. Juli 2013

Während sich auch am Sonnabend wieder die halbe Republik in ihren automobilen  Blechbüchsen (mobil – was für ein Hohn angesichts des Tempos, das eher zu einer Immobilie passt), über die mal wieder mit Baustellen gesegneten Autobahnen A7 und A1 an Hamburg vorbei in Richtung Nord- und Ostsee gequält haben, genossen unserer Mühlenhelfer ein deutlich abwechslungsreicheres Ferienprogramm.

Unser Veranstaltungskalender hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wer gerne draußen sein wollte konnte unter folgenden Angeboten auswählen:

- In den Hof- und Gartenanlagen arbeiten. Dieser Aufforderung kam eine große Abteilung der Streuobstwiesenstrolche gern nach. Es wurde ausgiebig gewässert, die Hecken und Sträucher wurden geschnitten und Unmengen an Unkraut wurde beseitigt.

- Draußen bei den Steincontainern fand sich dann auch wieder eine Gruppe  ein, die sich eine echte Fleißarbeit ausgesucht hatte – oder wurden sie etwa ausgesucht? Aber was tut man nicht alles, um nicht im Stau stehen zu müssen – da klopft man dann auch schon mal Steine, Steine, Steine. Nein, Scherz beiseite, auch wenn sich das nach anstrengender Sträflingsarbeit aus dem vorletzten Jahrhundert anhört, wir benötigen die hitzeresistenten alten Backsteine dringend für den Ofenbau, und haben diese extra dafür geschenkt bekommen. Und nun müssen sie von Mörtel- und Schmutzresten befreit werden, damit sie wieder schön verbaut werden können.

- Reinigung des Mauerwerks. Diese echt ätzende Aufgabe im „Außendienst“ hatte sich eine äußerst tapfere Mühlenhelferin ausgesucht: Eingepackt in einen weißen Schutzanzug befreite sie Stunde um Stunde mit verdünnter Salzsäure die Ziegel des Mühlengebäudes von unschönen Kalkauswaschungen.

Diejenigen, die ein Dach über dem Kopf bevorzugten, konnten unter diesen  Arbeitsbereichen wählen:

  1. -Aufräumarbeiten am Mühlengebäude: Hier gab es wahlweise draußen und drinnen was zu tun. Es wurde Müll und Unrat aus der Mühle und der Einfahrt beseitigt und unser Müllermeister konnte sich wieder mit der Instandsetzung der Technik befassen.

  2. -Instandsetzungsarbeiten in den ehemaligen Bädern- und Waschräumen (die sind ja schon seit einiger Zeit entkernt). Dort konnten alte Fliesen entfernt werden und es gab Arbeit an den verrotteten Eichenbalken und dem Mauerwerk, das einmal der Türsturz im Übergang vom Haupthaus zur Mühle war. Dort konnte auch das danebenliegende Fenster ausgebaut und gereinigt werden.

  3. -

Einen weiteren kühlen Arbeitsplatz gab es wieder in den alten Pferdeboxen. Bei schweißtreibender Arbeit mit dem Abrisshammer und dem Abtransport der Kalksandsteine aus den Pferdeboxen konnte man sich hervorragend warmarbeiten – nur für den Fall, dass es einem etwas zu kühl sein sollte. 

Und am kommenden Sonnabend haben wir natürlich wieder für alle Mühlenhelfer ein lustiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Eines unserer Highlights der letzten Wochen – das Steineklopfen – ist bestimmt auch wieder dabei, und in den Pferdeboxen warten auch noch ein paar Kalksandsteine darauf, ans Tageslicht befördert zu werden und …, nein mehr wird noch nicht verraten. 

Sie sind am kommenden Wochenende auf der Fahrt in den Urlaub? Die Verkehrsnachrichten verheißen nichts Gutes? Dann sind Sie herzlich eingeladen mal an der Wassermühle Karoxbostel vorbeizuschauen. Wir liegen verkehrsgünstig unweit des Horster Dreiecks, und würden uns freuen, Ihnen die Wassermühle Karoxbostel einmal näher zu zeigen. An heißen Tagen haben wir auch immer ein kühles Getränk, übrigens nicht nur für staugeplagte Urlaubsreisende im Haus. Und wenn Sie wirklich wollen, dürfen Sie natürlich auch beim Mühlenputz mitmachen. Bei uns gibt es immer eine Aufgabe für jeden. Der Stau kommt auch eine Weile ohne Sie aus und ist am Nachmittag bestimmt schon nicht mehr ganz so lang. Außerdem reisen Sie mit einem Erlebnis in den Urlaub, an das Sie sich vielleicht noch nach den Ferien gern erinnern!

Wir freuen uns auf Sie :-)