Montag, 11. März 2013

Nachdem in der Woche die Arbeiten an Dach und Böden der Mühle bei Sonnenschein und 15° Celsius in großen Schritten weitergingen, war der Mühlenputz am Sonnabend wettermäßig ein echter Reinfall. Es wurde wieder lausig kalt und im Laufe des Tages fing es sogar an zu schneien. 

Trotz dieser widrigen Bedingungen wurde  auf der Streuobstwiese bei Wind und Wetter weitergearbeitet. Eine kleine Gruppe der Mühlenfreunde – sie nennen sich selbst die Streuobstwiesenstrolche – rückte mit dem motorgetriebenen Balkenmäher den Brombeerbüschen und Sträuchern zu Leibe. Das allseits bekannte Radladerteam grub, zog und baggerte dazu diverse größerer Baumstümpfe aus. 

Auch im künftigen Backhaus gingen die Arbeiten weiter – dabei wurde festgestellt, dass das vor einiger Zeit neugedeckte Dach dem Regen erfolgreich die Stirn bietet, aber interessanterweise noch nicht 100-prozentig gegen Hagel- und Graupelkörner schützt. Davon bahnten sich an diesem unwirtlichen Vormittag einige den Weg in die ehemalige Garage.

Einer der Hauptaktionsplätze war an diesem Tag die Tenne: Damit hier am frühen Abend das erste Mühlenkonzertstattfinden konnte, musste dort mächtig gefegt und aufgeräumt werden. Es wurde dekoriert, Teppich gelegt, Heizpilze aufgestellt und eine Bestuhlung für die Gäste aufgebaut. Die Tenne wirkte sehr urig und machte Lust auf den Auftritt von „Luft, Holz, Eisen“. Das 2011 gegründete Trio (Cembalo, Blockflöte, Violoncello) machte mit seinem Konzert den Auftakt für viele kulturelle Veranstaltungen, die in Zukunft  in der Tenne der Wassermühle Karoxbostel noch folgen werden. Interessierte Künstler bitte melden! Wir freuen uns auf Sie!

„An diesem Wochenende wurde auch an einer länger vernachlässigten Baustelle gearbeitet. Einige der Mühlenhelfer hatten offenbar wieder genug Kräfte gesammelt, um am besonders stark verfallenen alten Sägewerk Hand anzulegen. Sollte es das Wetter zulassen, wird dort bestimmt auch am kommenden Wochenende mit der Freilegung der Fundamente fortgefahren.“

Holz auf dem Boden ist die Devise im Mühlentrakt. In diesem Sinne wurden und werden in den nächsten Wochen die kaputten Bodendielen ausgetauscht. Wenn hoffentlich am nächsten Sonnabend im zweiten Stock des Gebäudes die Dielen komplett erneuert sind, können auch die Zimmerleute weitermachen. Sie sollen den maroden Dachstuhl wieder in Stand setzen, damit auch dort das Dach endlich neu gedeckt werden kann.

Seit einem Jahr wird nun in der Mühle fleißig entrümpelt, entkernt, abgerissen und manchmal auch schon wieder aufgebaut. An jedem Sonnabend finden sich hier 15 bis 20 Helfer – manchmal sogar noch mehr – ein und sorgen dafür, dass dieses wunderbare Gebäudeensemble wieder mit Leben erfüllt und in neuem Glanz erstrahlen kann. Es ist noch kein Mühlenputztag vergangen, an dem nicht einige unserer Mühlenhelfer Kaffee, Kuchen, Kekse, und manchmal regelrechte Kalte Buffets aufgefahren haben – Mühlenputz macht nämlich äußerst hungrig und durstig!

Euch allen VIELEN DANK DAFÜR!!!

Sollten Sie neugierig geworden sein und einmal auf einen Kaffee oder Tee vorbeischauen wollen – am 16.03.2013 
von 10 –13 Uhr ist wieder Gelegenheit dazu.