Montag, 25. Februar 2013

Es hatte zwar über Nacht wieder gefroren und auch am Vormittag herrschte noch leichter Frost – trotzdem waren die Bedingungen für weitere samstägliche Aufräumarbeiten auf der zukünftigen Streuobstwiese ganz ordentlich. Mit dem uns allen sehr bekannten Radlader konnte ein weiterer Anhänger – zwar unter Schwierigkeiten – aber schlussendlich doch erfolgreich geborgen werden. 

Gerade heute war der gute ATLAS Radlader wieder viel im Einsatz – miles and more lassen grüßen;-) 

So mussten die Überreste der Zimmererarbeiten vor dem Mühleneingang abtransportiert werden und auch im Haupthaus fiel wieder einiges an „Abraum“ an, da im Bereich der alten Räucherkammer der Abriss der Zwischenwände weiter voran ging. 

Dann ging es für die Baumaschine – und natürlich auch die Fahrerin – wieder zurück auf die Streuobstwiese – hier werden wir auch an den kommenden Wochenenden noch einiges an Baumabschnitt und Schutt abfahren müssen.

Es ist gute Tradition an der Wassermühle, dass die Fahrer der schweren Baumaschinen weiblich sind. Worauf sich diese Tradition gründet, ist schon oft genug Anlass für Spekulationen unter den Mühlenfreunden, konnte aber bisher trotz aufwendiger Recherchen nicht abschließend geklärt werden. Dieser informative Mühlenblog fühlt sich selbstverständlich der Wahrheit verpflichtet und so wird der Autor jedes Korn in der Mühle dreimal umdrehen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. (Nach Abschluss der journalistischen Arbeiten werden die Ergebnisse der Radladerfahrerforschung Thema eines gesonderten Beitrags werden (Anm. des Verfassers)).

Zurück an die Mühle: Da die ursprünglich eingeplante Fahrerin gerade eine Kaffeepause machte, sprang kurz vor Ende des heutigen Mühlenputzes ein männlicher Ersatzfahrer für einen letzten Einsatz des Radladers auf der Streuobstwiese ein. Dort offenbarte sich, dass so eine Maschine trotz Allradantrieb, Sperrdifferential und großer Bodenfreiheit auch an physikalische Grenzen stößt, oder lag es daran, dass ein Mann die Baumaschine bewegt hatte? Egal! Jedenfalls saß der gute ATLAS bis zur Halskrause im Dreck fest! Da ging nix mehr. Und gerade in solchen Situationen ist es doch gut zu wissen, dass es unter unseren Mühlenfreunden viele Menschen gibt, die nicht nur äußerst hilfsbereit sind, sondern auch noch landwirtschaftliches Gerät besitzen. Noch besser ist es, wenn diese dann sogar ihren Mittagsschlaf abbrechen, um sich auf den Schlepper setzen, zur Mühle zu fahren und den in Not geratenen Radlader fachmännisch bergen – sozusagen aus dem Dreck ziehen. 

Merke: Zweimal Allrad ist besser als einmal Allrad!

Dass, wer den Schaden hat, ja bekanntlich nicht für den Spott sorgen muss, ist klar, und so wurde zum Feierabend viel über Fahrkünste im allgemeinen, im Gelände, und unter Berücksichtigung des Geschlechts gescherzt. Einen, wenn auch schwachen Trost gab es für den Fahrer dann doch noch. Nämlich, dass Frauen eben besser – zumindest Radlader – fahren!

Auch am nächsten Wochenende wird wieder Mühlenputz sein. Wer möchte, ist herzlich eingeladen zuzuschauen oder mitzumachen. Bei steigenden Temperaturen und dann wahrscheinlich recht aufgeweichtem Boden, könnte auch wieder der ein oder andere spannende Ausflug des Radladers in den Morast drin sein. 

Es bleibt spannend, liebe Mühlenfreunde!