Samstag, 25. Oktober 2014

Wie im Backhandwerk üblich, mussten auch die Mühlenhelfer, die an diesem Sonnabend beim Brotbacken mitmachen wollten, ein wenig früher aufstehen als der Rest der Mühlenhelfer/Bevölkerung. Als der Mühlenputz losging, hatte unser Bäckermeister schon längst den Ofen angeheizt und viele Hände hatten den Sauerteig vorbereitet und geknetet. Und während des Mühlenputzes wehte dann irgendwann der wunderbare Duft von frisch gebackenem Brot um das Backhaus! Es wurde heute nur eine kleinere Charge gebacken – sozusagen für den Eigenbedarf! Nach dem Mühlenputz konnte jeder der Mühlenhelfer eines der noch warmen Brote kaufen. Lecker!

Unsere Grotte, deren Namensfindung irgendwie immer noch nicht abgeschlossen ist, ist nun fertiggestellt geworden. Unser „Grottenbauer“ hatte noch zwei Sonderschichten unter der Woche eingelegt und konnte sein Werk am Sonnabend vollenden. Vielleicht können wir da ja noch mal ein novemberliches Abgrillen veranstalten.

Damit die Pächter der Teiche am Ende des Monats nun ihren zweiten Versuch zum Setzen eines Mönchs starten können, war ein Trupp unserer Mühlenhelfer rund um die fragliche Stelle damit beschäftigt, Astwerk auszuschneiden. Das ist nötig, denn es wird diesmal ein recht „amtlicher“ Bagger benötigt, da der Mönch innerhalb des Teichs platziert werden soll. So ein Gerät ist einigermaßen groß und hoch und soll schließlich nicht in den Ästen hängenbleiben oder irgendwelche Erlen umschmeißen. Die „Mühlenpost“ wird sie zum Thema Mönch selbstverständlich weiter auf dem Laufenden halten!

Vor unserem Haus waren den ganzen Tag eifrige Mühlenhelfer mit der Pflege unseres Beetes beschäftigt – das Beet ist ziemlich groß, da kann man sich ausrechnen, dass das eine Weile braucht und eigentlich ist sowieso immer etwas darin zu tun – na gut, im Winter dann nicht mehr. Aber noch haben wir keinen Winter, ganz im Gegenteil –  die Temperaturen sind immer noch erstaunlich mild und so musste man bei der Gartenarbeit wenigstens noch nicht frieren.

Ein anderer Mühlenhelfertrupp hatte sich einmal wieder um das Sägegatter geschart und war mit der Demontage des selbigen auch an diesem Sonnabend den ganzen Tag beschäftigt. Daran kann man übrigens auch im Winter arbeiten. Mal schauen, ob das notwendig wird oder ob es vorher komplett zerlegt ist?

Außenarbeitsplätze hatten wir diesmal auch wieder so einige zu vergeben – gleich zweimal sind wir ausgerückt, um gespendete Möbel abzuholen. Das war im Fall der gespendeten Truhe recht kniffelig, da das Treppenhaus, durch das die Truhe wieder ans Tageslicht befördert werden sollte eigentlich so eng war, dass man sich mehrfach fragen musste, wie das Teil eigentlich je in den Keller gekommen ist? Es hat dann aber doch geklappt. Bei der zweiten Spende handelte es sich um einen Schrank, der stand zwar ebenerdig, war aber dermaßen schwer und nicht zu zerlegen, so dass auch diese Aufgabe so ihre Tücken hatte und nebenbei recht anstrengend war. Auch dieser Schrank ist heil bei uns in der Mühle angelangt.

Unsere „Restauratorin“ in der Küche ist natürlich auch weiterhin mit der Rekonstruktion der Wand-Ornamente beschäftigt. Mittlerweile malt sie in minutiöser Feinarbeit an den Stellen, an denen die Malereien nicht mehr vorhanden sind, mit selbst angefertigten Schablonen nach – eine echte Meisterarbeit!!!

Dann haben wir zum Ende des Mühlenputzes noch ein bisschen diskutiert – das machen wir manchmal bei der einen oder anderen Frage gleich vor Ort.  Schließlich gibt es nicht immer nur eine Lösung für ein Problem und so ein Gespräch hat den Vorteil, dass manchmal auch Ideen vorgetragen werden, über die man vorher noch gar nicht nachgedacht hatte. Heute ging es um das Beleuchtungskonzept für die Tenne. Herausgekommen ist, glaube ich, eine Lösung, mit der alle gut leben können und die unserer Mühle gut zu Gesicht stehen wird – und das Ganze wurde entschieden in bester gemeinsamer demokratischer Tradition.

Eine letzte Baustelle gab es dann noch im ehemaligen Kuhstall, dort wurden die alten Futterrinnen in dem Bereich, in dem die Toilettenanlage entstehen wird, mit dem Bohrhammer entfernt.

Das alles können Sie sich übrigens ruhig mal wieder anschauen. Es ist viel passiert in der Wassermühle Karoxbostel. Wir freuen uns auf Ihren Besuch am kommenden Sonnabend den 1. November. Mühlenputz ist wie immer in der Zeit von 10-13 Uhr. Und wenn Sie erst in der Woche danach kommen wollen – auch gut, aber dann ward dat ok Tiet!