Samstag, 20. September 2014

Ganz sutsche sagt man hier im Norden ja, wenn man etwas ruhig und gelassen tut. Ruhig und gelassen, das ist auch die richtige Umschreibung für unseren Mühlenputz am 20. September. Nach dem Riesenerfolg am Tag des offenen Denkmals, der ja nicht gerade mit wenig Arbeit für die Mühlenhelfer verbunden war, haben alle einen Gang runtergeschaltet – geschafft haben wir trotzdem eine ganze Menge!

Am Venezianischen Gatter unserer Sägerei wurden diverse Teile des Antriebs demontiert, begutachtet, gekennzeichnet und zunächst einmal eingelagert.

In der Tenne wurden mittels „Gemüsekorbaufzug“ die Sachen, die wir auf unserem Flohmarkt nicht verkaufen konnten, auf den Heuboden verfrachtet. Gleich links daneben hat unsere frischgebackene Backbuchautorin fleißig abgewaschen. Gleich darüber hat unser Helmut damit begonnen die Eichenbalken der alten Kuhställe herauszusägen – hier sollen schließlich einmal unsere sanitären Anlagen hin!

Im Backhaus waren unsere beiden Youngster Jonathan und Ole am Start – Ole hat, wenn ich das richtig mitbekommen habe, eine Arbeitsplatte für das Backhaus gebaut und Jonathan hat zumindest mal dabei zugeschaut und das Aufstehen geübt, wie man auf den Bildern sehen kann.

Nebenan in unserer „Grotte“ – ja, das heißt so hier in der Gegend, auch wenn Sie nicht unterirdisch ist und bezeichnet einen Platz in Garten oder Park, der mit einem Wall oder ähnlichem eingefriedet ist und so Schutz vor Wind und Blicken bietet – also bei unserer Grotte haben einige Mühlenhelfer begonnen zunächst einmal Feldsteine heranzubringen und den Wall damit auszulegen. Ein Stück weiter auf dem Hof war unsere Gartentruppe mit dem Entfernen von Unkraut beschäftigt – wohl die undankbarste und am wenigsten sutsche Arbeit beim heutigen Mühlenputz.

Und da das auf unserem Wasserrad angebrachte Provisorium, dass es uns ermöglicht Wasser aus dem Teich abzulassen, ohne dass sich das Rad dreht, unter der Woche seinen Geist aufgegeben hatte, musste Jan dort Hand anlegen. Als das erfolgreich geschehen war, konnte unsere „Mühlenchefin“ Emily das Wehr wieder öffnen, damit wir weiter Wasser aus dem Teich ablassen können. Schließlich soll ja irgendwann auch mal damit begonnen werden, den falsch eingesetzten Mönch instand zu setzen und das geht nur richtig, wenn der Teich leer ist. Wir hoffen alle, dass der dafür zuständige Angelverein das bald auf die Reihe bekommt, denn dann können wir das Niveau des Teichs auch kontrollieren, ohne immer Wasser durch das Mühlenhaus abzulassen. Das ist nämlich nicht im Sinne des Erfinders!