Samstag, 6. September 2014

Na, eigentlich müsste es heißen … „brennt wieder Licht!“, denn die originale Leuchte, die schwer ramponiert lange ganz traurig über dem Eingang zum Mühlengebäude hing, ist wieder heil und an ihrem angestammten Ort angebracht. Fleißige Mühlenhelfer haben das alte Gehäuse gesandstrahlt und lackiert und ein neues Glas besorgt. Das ist nur eines von vielen Beispielen, das zeigt, dass wir nicht mehr nur die ganz groben und grundsätzlichen Aufräumarbeiten machen, sondern schon an vielen Details arbeiten können – die Mühlenrestaurierung macht halt große Fortschritte! Das kann man auch in den Wohnräumen beobachten. Wie schon am vergangenen Wochenende wurden dort auch an diesem Sonnabend die Räume mit Kaseinfarbe gestrichen.

Nebenan in der Mühle fand gleich morgens, begonnen mit einer Andacht von unserem Mühlenmitglied Pastor Georg Stiller, das erste Mahlen unserer Mühle statt. Nach vielen Jahrzehnten des Stillstands durften sich, angetrieben von unserem neuen Mühlenrad, einmal wieder alle Wellen und Räder drehen. Und so konnten wir, nachdem Imke und Hans-Hermann Meyer-Sahling vom Biolandhof in Emmelndorf mit Eselin „Lissy” die ersten Säcke mit Bio-Roggen an der Wassermühle in Karoxbostel abgeliefert hatten, unser erstes Mehl mahlen – das war ein wirklich erhebender und ganz besonderer Augenblick!

In der Tenne wurden die Artikel für unsere Flohmarkstände gesichtet und sortiert und sowohl draußen als auch drinnen waren viele der bestimmt 40 anwesenden Mühlenhelfer mit Vorbereitungen für den Tag des offenen Denkmals beschäftigt. Da wurde geputzt, gefegt und geräumt und draußen im Hof wurden die Beete auf Vordermann gebracht und manche neue Pflanze und Blume gesetzt.

Die Mühlenbackbuch-Crew war auch so schon die ganze Woche mit unserem Erstlingswerk beschäftigt, schließlich verkaufen wir nicht irgendwelche Bücher vom Stapel, nein jedes einzelne Buch ist ein echtes Unikat und wurde von Hand und mit dem Füller durchnummeriert! Bei 999 Stück ist das echte Arbeit!

Weiter im Text: Nachdem unsere Sägerei und damit das Venezianische Gatter mittlerweile wirklich frei für den Kran zugänglich ist, – die Bäume sind gefällt und alles, was irgendwie schon vorab zu demontieren ist, wurde abgebaut, –kann es bald losgehen: Mit Hilfe eines großen Krans werden wir das Gatter aus dem Fundament heben und neben der Sägerei abstellen. Dann beginnt das große Abenteuer, dieses Stück großer Ingenieurskunst zu demontieren und wieder in Stand zu setzen! Eine wahrlich nicht alltägliche Arbeit an einem absoluten Einzelstück! Da schlägt so manches Mechanikerherz jetzt schon höher.

Die Fenster im Backhaus sehen auch schon richtig gut aus, nachdem einer unserer Mühlenhelfer es tatsächlich geschafft hat, die Gussteile des einen gebrochenen  Rahmens wieder zu schweißen. Das ist nicht ganz so einfach, da sich Metallguss generell nicht so leicht schweißen lässt! Jetzt sind die Fensterrahmen alle schwarz gestrichen und warten eigentlich nur noch auf die Glasscheiben.

Links neben dem Backhaus haben wir einen alten Schutt- und Gerümpelhaufen abgetragen und damit die Vorarbeiten für die Anlage unseres künftigen Grillplatzes gemacht. Und rechts daneben nimmt der Bauwagen für unseren Kooperationspartner Elbe Werkstätten auch immer mehr Form an. Auch der wird ein echtes Unikat!

Und jetzt muss ich mich beeilen hier am Schreibtisch fertig zu werden – na ja, noch nicht wirklich, aber am Sonnabend früh werden wir wieder alle ranrauschen in Karoxbostel! Es gibt noch viel vorzubereiten für unseren großen Aktionstag am Sonntag den 14.09., dem Tag des offenen Denkmals. 

Sie haben also an diesem Wochenende gleich zweimal die Gelegenheit bei uns vorbeizuschauen! Sonnabend 13.09 von 10-13 Uhr zum regulären Mühlenputz und dann sind Sie natürlich herzlich eingeladen, uns am Tag des offenen Denkmals zu besuchen. Aber das hatten Sie ja bestimmt sowieso vor oder?