Samstag, 2. August 2014

Während eine Gruppe unserer Mühlenhelfer damit beschäftigt war, Pflanzen in großer Zahl hier und dort um die Mühle herum in den Boden zu bekommen, waren andere dabei, jede Menge Grünzeugs wieder zu entfernen. Das ist jetzt natürlich keine neue Variante der Sysiphos-Geschichte, sondern es handelt sich um die lieben Gräser und sonstigen Pflanzen, die es schaffen, sich auch an den unwirtlichsten Stellen auf dieser Erde anzusiedeln. Im Falle unserer Mühle ist es so, dass einer der Orte, wo das mit Vorliebe geschieht, unser Rippenpflaster im Hof ist. Und da soll es nun mal nicht bleiben dürfen. Für die nächsten Wochen hat der Menschenwille mal wieder über die Natur gesiegt, wie man auf den Bildern sehen kann. Sprichwörtlich könnte man sagen, wo die Mühlenhelfer jäten, da wächst kein Gras mehr!

Der Lastenfahrstuhl hat, nachdem der Bereich abgesperrt wurde, seine erste Testfahrt gemacht. So ganz ist die Sache aber noch nicht abgeschlossen, es müssen noch ein paar Optimierungen vorgenommen werden. Unser Maurermeister kennt, glaube, ich auch eine Version der Sysiphos-Geschichte – zumindest weiß er, dass seine Arbeit – nämlich das Schließen von Löchern im Mauerwerk – nicht so schnell enden wird. Zwar fallen, – um beim Thema Sysiphos zu bleiben, die Steine, die er gerade vermauert hat, nicht andernorts wieder raus,  aber die Arbeit nimmt schlicht kein Ende!

An der Sägerei gab es drei Aktionen: Außen wurde aufgeräumt und Altholz und Schutt entfernt. Der Hühnerstall konnte endlich, gesäubert werden und ist jetzt sozusagen Besenrein. Einer unserer Mühlenhelfer hat mit dem Original-Werkzeug, das bei den Aufräumarbeiten wiedergefunden wurde die Vierkantmuttern des Gatters am unteren Fundament gelöst. Er musste sich mächtig ins Zeug legen. Jetzt kann man theoretisch das Gatter anheben.

Und das wird dann in einem nächsten Schritt auch getan werden, aber davor ist noch so einige vorzubereiten. Zum Beispiel müssen die drei Eschen hinter der Mühle weggenommen werden. Die Bäume stehen denkbar ungünstig und könnten bei Windbruch in das Mühlengebäude stürzen.

Last but not least wurde am Backhaus an den Fenstern weitergearbeitet.

Auch in dieser Woche gilt mein Dank wieder Peter-Olaf, der für die Informationen gesorgt hat, die diesem Text zugrunde liegen. Außerdem hat er auch die wunderbaren Fotos für diesen Tagebucheintrag gemacht. „Echt gutes Teamwork! Vielen Dank Peter-Olaf!“

Wenn Sie, liebe Leser auch mal wieder richtig gutes Teamwork live und in Farbe sehen wollen, dann kommen Sie gern am kommenden Sonnabend an der Wassermühle Karoxbostel vorbei. Mühlenputz ist wie immer Samstags von 10 – 13 Uhr.