Samstag, 12. April 2014

Die Sägerei ist weg – also zumindest fast. Und das kam so: In der vergangenen Woche hatten wir die bereits angekündigte Unterstützung von den zwei Jungs und zwei Mädels der „Jugendbauhütte“ – das sind die Leute, die bei der Stiftung Denkmalschutz in Niedersachsen Ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) machen. Das machen die unter Anleitung und mit vielen theoretischen Einheiten, die die jungen Leute dazu befähigen sollen, auch im praktischen Einsatz vor Ort nicht nur Staub von Museumsvitrinen oder Exponaten aus der letzten Eiszeit abzustauben, sondern richtig mit anzupacken, wenn es denn notwendig ist! Und es war notwendig, denn bei uns haben die Vier in der Woche die Reste (und das waren noch ganz schön viele Reste) der alten Sägerei abgetragen. 4 tatkräftige junge Menschen, die jeden Tag 8 Stunden vor Ort arbeiten, schaffen ganz schön was weg, wie man auf den Bildern sehen kann.

Die wenigen noch verwendbaren Teile der Sägerei haben wir eingelagert, das meiste war jedoch nicht mehr zu retten und ist auf den Müll gewandert. Der Einsatz der Jugendbauhütte erfolgt übrigens gegen Kost und Logis, die weitere Bezahlung für diese Arbeit sind im Prinzip die praktische Arbeit und die dadurch gemachten Erfahrungen bei der Arbeit an solchen historischen Objekten, wie unserer Mühle. So etwas steht ja auch nicht an jeder Ecke und deshalb sind solche Aufträge für die Stiftung Denkmalschutz sehr wichtig und für einen Verein wie den unseren eine große (eigentlich unbezahlbare) Hilfe – eine Win-Win-Situation würde man auf Neu-Deutsch dazu sagen.

Und sonst so? Ich sage nur: Ein Begriff mit 7 Buchstaben für eine Holzkonstruktion mit Scheiben und am Anfang ein F! Mehr ist dazu, glaube ich, nicht zu sagen und jeder, der den Mühlenblog regelmäßig liest, weiß Bescheid! 

Übrigens sind auch die Sachen, die in den ehemaligen Pferdeboxen der Tenne zwischengelagert wurden, von den Mühlenhelfern auf den Heuboden gebracht worden.

Der Backofen ist vom Sande befreit und wartet darauf, dass er endlich in Betrieb genommen werden kann. Einen kleinen Zwischenfall gab es an der Sägerei. Dort ist eine alte Wand des Fundaments eingestürzt – dabei ist aber niemand zu Schaden gekommen! In der Mühle wurde – auch das eigentlich eine Eule, die nach Athen getragen wird – weiter an der Aufarbeitung der Technik gearbeitet. 

Sie haben sicher schon lange drauf gewartet, nein nicht auf die bekannten Schlusssätze des Tagebuchs, die kommen gleich, nein darauf, dass ich mal was schreibe, was nicht passiert ist! Nicht passiert ist leider die Fertigstellung des Mönchs! Der Angelsportverein der Polizei, der die Gewässer gepachtet hat und für die Instandsetzung des Wasser-Ablass-Bauwerks zuständig ist, hat es leider offenbar aus terminlichen Gründen noch nicht geschafft, den Mönch fertigzustellen.

Ob das am kommenden Wochenende immer noch so ist, davon können Sie sich beim nächsten Mühlenputz am Sonnabend den 19. April von 10 – 13 Uhr gern selber überzeugen und Sie sind natürlich auch so herzlich willkommen – kiek mol wedder in!