Samstag, 15. März 2014

Mehr Durchblick, das ist das Ziel, und das auch nicht nur im übertragenen Sinne. 

Seit Wochen beschäftigen uns die Fenster der Mühle, und um es genauer zu sagen, es sind eigentlich nicht die Fenster(-scheiben), sondern die Rahmen derselben, an denen der berühmte Zahn der Zeit (hat sich eigentlich mal jemand überlegt wie so ein „Zeit-Zahn“ wohl aussieht?) schon ausgiebigst genagt hat. Einer unserer Tischler – Hartmut Best – hat den Auftrag, die Fensterrahmen des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes in Stand zusetzen. Da, wo es möglich ist, tun wir als Mühlenhelfer das selber und kratzen, wie in den vergangenen Wochen mehrfach beschrieben, die vielen Schichten alter Farbe von den Rahmen und Beschlägen ab. Da, wo das nicht reicht und der oben benannte Gevatter Zahn der Zeit schon sehr weit in das Holz vorgedrungen ist, da muss Hartmut ran!

Er ersetzt fehlende Beschläge und erneuert Rahmenteile oder auch einmal ganze Rahmen, wenn´s denn wirklich nicht mehr anders geht. Da hat er als Tischlermeister den sprichwörtlich besten Durchblick.Auch hier, wie in unserer gesamten Restaurierungsarbeit, gilt die Devise, nur das zu erneuern, was nicht mehr instand zu setzen ist. Schließlich wollen wir keinen dekorativen Neubau im Stil von 1817 fertigstellen, sondern die alte Karoxbosteler Mühle so originalgetreu wie möglich wieder aufbauen. Im Falle der Fenster ist das Ziel, so ab Mitte April zum einen besser von drinnen nach draußen gucken zu können und zum anderen, die Fenster auch wirklich wieder bei Bedarf öffnen und schließen zu können. 

Eines noch, damit Sie, lieber Leser wirklich den Durchblick haben: Im Bereich der Stallungen des Hauptgebäudes sind vom letzten Eigentümer der Mühle mehrerer Fenster durch Glasbausteine ersetzt worden. Das ist kein besonders erbaulicher Anblick – die müssen natürlich auch raus und werden im Stil der restlichen Fensterrahmen von unserem Tischler nach historischem Vorbild neu nachgebaut. Dann haben wir auch in diesem Bereich wirklich wieder den richtigen und originalen Durchblick! 

Und Sie, ja Sie da am Bildschirm, wie ist es, habe ich jetzt zu Ihrem Durchblick, was den Mühlenputz des vergangenen Wochenendes angeht beigetragen oder sind noch Fragen offen? Dann kommen Sie doch einfach vorbei, ich oder einer unserer anderen Mühlenhelfer gibt Ihnen bestimmt bereitwillig Auskunft – wir haben auch da den echten Durchblick! Wir  können Ihnen dann auch sagen, welches Mauerteil beim Zwerchhaus noch repariert worden ist und auch welchen Teil des Schweinestalls wir aufgeräumt haben und überhaupt, was da so los war am letzten Sonnabend. Und wenn Sie Lust haben, sagen wir Ihnen auch gern, wo Sie am kommenden gerade mal mit anpacken könnten: Sie haben Lust?  Dann nix wie los – am nächsten Sonnabend ist wieder Mühlenputz. Mindestens von 10 – 13 Uhr. Glück zu!