Samstag, 15. Februar 2014

Die kaputten Dielen sowie das teilweise stark angegriffene Tragwerk im Wohnhaus war heute eines der Betätigungsfelder beim Mühlenputz. Angefangen haben wir gleich unter dem Dach – und die schwindelfreisten unter den „Mühlenputzern“ haben dann unter Zuhilfenahme von Kreissäge und Kuhfuss den Boden entfernt. Auch in dem ehemaligen Kinderzimmer – eine Etage darunter – wurde der Fußboden teilweise herausgenommen. Dort am Übergang zum Zwerchhaus muß demnächst die Kalksandsteinmauer entfernt werden und auch die Deckenbalken müssen hier erneuert bzw. instandgesetzt werden, damit an dieser Stelle dann auch ein neuer Fußboden verlegt werden kann. Das ganze war eine ganz schöne Ächzerei und hat praktisch bis zum Ende des Mühlenputzes gedauert.

Die „Abteilung Wandrestaurierung“ war wieder in der künftigen Küche angetreten und hat – bewaffnet mit Skalpell und Spachtel – die alte Wandbemalung freigelegt. Eines der alten Sofas wurde seiner finalen Bestimmung übergeben und zerlegt. Auch hier drin hatte eine unserer Mühlenratten ein kleines Depot angelegt – dieses hier war offenbar für die Weihnachtsfeier gedacht (Siehe Foto).

Eine Récamière oder ist es ein Chaiselongue wurde aufwendig gereinigt, so dass sie/es seinem ursprünglichen Zweck wieder dienen kann. 

Im Wohnhaus haben wir übrigens einen alten Umformer entdeckt (siehe Foto). Mit dem wurde die früher von der Mühle erzeugte Gleichspannung von 110 Volt in 220 Volt Wechselstrom umgewandelt. 

Im Mühlengebäude haben wir dann noch eine alten und defekten Walzenstuhl umgesetzt, was bei dem geschätzt mindestens 300 Kilo schweren Teil auch mit Hubwagen eine sportliche Übung war. 

Auch auf der Streuobstwiese ging es weiter. Hier wurden in Anbetracht des nahenden Frühjahrs einige Büsche und Bäume zurückgeschnitten.

Auf dem Hof sind ja schon seit einiger Zeit immer wieder einige Frischluftfreunde dabei, verborgenes Kopfsteinpflaster zu suchen und – so vorhanden – auch wieder freizulegen. Nun gibt es dort einen Teil, an dem offenbar kein Stein verlegt wurde und es schien eine rechte Sisyphos-Arbeit ohne echten Nutzen zu werden, bis … ja, bis dort am vergangenen Sonnabend ein Fundament entdeckt wurde, was auf Grund seiner Lage und Position offenbar für ein Lager einer weiteren Antriebswelle gedacht war. Welchen Zweck diese Welle, die offenbar auch von dem Antrieb des Sägewerks angetrieben wurde, seinerzeit hatte, wissen wir noch nicht, aber dem werden wir gewiss am kommenden Sonnabend auf den Grund gehen. Sie haben noch nichts vor und wollten schon immer mal dabei sein, wenn wir einer Sache auf den Grund gehen? Dann sind Sie herzlich eingeladen – kommen Sie vorbei, auch am 15. Februar ist wieder von 10 –13 Uhr Mühlenputz.