LEADER Region Achtern-Elbe-Diek auf der Grünen Woche - Über Honiggenuss zum Rad Genuss!

Auf dem Elbe-Wendland-Stand in der Niedersachsenhalle bestimmten die Gemeinden der LEADER-Region Achtern-Elbe-Diek überwiegend das Geschehen am siebten Tag auf der Internationalen Grünen Woche. Einige im besten Sinne traditionelle Treffen, fanden ebenfalls statt.

Den Anfang machten, wie auch im vergangenen Jahr, Teile des Präsidiums des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) rund um den Präsidenten Dr. Marco Trips. Der Vorsitzende der LEADER-Region Elbtalaue Laars Gerstenkorn begrüßte die Gäste des NSGB herzlich und stellte das diesjährige Standthema „Rad Genuss!“ bei dem das Radfahren in der Region Elbe-Wendland thematisiert wird, mit dem Hinweis: „Die Elbe ist das, was zieht“, vor. Sein Amtskollege Andrè Wiese aus der LEADER-Region Achtern-Elbe-Diek, begrüßte die Gäste ebenfalls mit dem dezenten Hinweis: „LEADER ist nicht immer einfach.“ Auch er hob hervor, dass die Interessenlage eindeutig in Richtung Radtourismus gehe, was die richtige Wahl des Standmottos unterstreiche. Anschließend richtete Wiese die direkte Frage an den NSGB-Präsidenten: „Wie sieht es aus mit der Beitragsfreiheit?“ Gemeint waren natürlich die Kindertagesstätten, ein Thema das den Kommunen sehr unter den Nägeln brennt. Dr. Trips sicherte dabei Unterstützung zu. Die anwesenden Bürgermeister aus dem Kreis der Elbe-Wendland-Akteure, nutzten anschließend die Gelegenheit für weiteren Austausch mit dem NSGB.

Ein solcher Austausch wurde am Nachmittag ebenfalls geführt, u.a. mit Dr. Oliver Köhn, zuständig für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), der in Begleitung seiner Kollegin Frau Oppermann den Stand besuchte. Mit dabei war Johannes Wittenbecher vom Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In dem Gespräch verdeutlichte Jürgen Meyer (Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue) den Wert der LEADER-Förderung für den ländlichen Raum. U.a. dass z.B. viele Radwege im Rahmen von LEADER erdacht und erarbeitet wurden, mit denen man beispielsweise in diesem Jahr unter dem Motto „Rad Genuss!“ in Berlin wirbt. Auch der Elbe-Wendland-Stand wird über LEADER-Mittel mitfinanziert.

Darüber hinaus besuchte eine Delegation der FDP im Rahmen eines Rundganges durch die Niedersachsenhalle den Elbe-Wendland-Stand.

Abseits der Politik war auch einiges los. Ein herausragendes Projekt in der Leader-Region Achtern-Elbe-Diek ist zweifellos die Wassermühle Karoxbostel. An der Wassermühle wurden in der letzten Förderperiode mehrere Leader-Projekte umgesetzt und auch das erste Projekt in der jetzigen Förderperiode, die Sanierung des ehemaligen Schweinehauses, ist dort verortet. Akteure des Vereins waren bereits im vergangen Jahr auf der Messe.

Akteure des Wassermühle Karoxbostel e. V. präsentierten auf dem Stand und der Bühne ihr Können und einige ihrer Projekte. Emily Weede, 1. Vorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel, war auf der Bühne, um dem Publikum die enorme Vielseitigkeit und die spannende Entwicklung in den fünf kurzen Jahren seit es den Verein gibt, vorzustellen.

Die Aktivitäten der freiwilligen Müller stellte Carsten Weede vor. Durch die freiwilligen Müller wird traditionell in der Wassermühle gearbeitet und das Mehl in dem auch durch die Vereinsmitglieder in ehrenamtlicher Arbeit sanierte Backhaus im alten Lehm-Backofen Brot gebacken oder z.B. Spekulatius für den Adventsmarkt.

Zwei Imker des Vereins, Thomas Kallweit und Andrea Plambeck, berichteten über die Herstellung des „Mühlenhonigs“ und erzählten allerhand Wissenswertes über den Umgang mit den Bienenvölkern. Vor der Bühne wurde der Honig zum Probieren gereicht. Ebenfalls auf der Bühne stellten Akteure des Wassermühle Karoxbostel e. V. – das Projekt „Blühendes Band“ vor. Für die Aktion „Fliegende Glücksmomente“ wurden kostenlos Tüten mit Blumensaat verteilt. Viele Mühlenfreunde haben im April Blumensaat mitgenommen und ausgesät. Die Gemeinde Seevetal stellte spontan Flächen für die Einsaat der Sommerblumen zur Verfügung, die sich so in ein Blütenmeer mit vielen Insekten verwandelten. Da die Aktion so erfolgreich war und sehr viel positives Feedback erhielt, besteht nun die Idee, die Aktion im Rahmen eines Projektes auf die gesamte Leader-Region auszuweiten - vielleicht künftig auch an Radwegen.

Am Stand schenkten weitere, des insgesamt 1100 Mitglieder umfassenden Vereins, zudem den sehr bekömmlichen und ebenso vorzüglichen „Mühlenschluck“ aus. Kein Schluck schmeckt genau wie der andere, aber jeder ist hervorragend.

Die Wassermühle Karoxbostel liegt in der Nähe des Seeve-Radweges; vom Seeve-Radweg besteht Anschluss an die Marschhufentour (Nr. 11). Die Marschhufentour ist eine der ausgewählten Routen mit der die Ausstellergemeinschaft unter dem Motto „Rad Genuss!“ für die Möglichkeiten des Radfahrens in der Region Elbe-Wendland wirbt.

Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen warb Seite an Seite mit Emily Weede am Tourismustresen, des Elbe-Wendland-Standes für die Region und die Wassermühle. Beide hatten offensichtlich Spaß dabei. Die Botschaft die sie für die Besucher im Gepäck hatte, lautete: „Die Region lohnt sich!“ Auch der Messauftritt lohnt sich, so ihr Fazit: „Es macht viel Spaß! Wir sind wirklich stolz, als Gemeinde mit so einem Leuchtturm-Projekt hier auftreten zu dürfen! Die Leute nehmen sich extra Urlaub dafür, das muss man auch mal sagen!“, so Martina Oertzen. Emily Weede fügte hinzu: „Es lohnt sich immer hier zu sein. Die Resonanz des Messepublikums ist sehr positiv!“ Außerdem sehe sich der Verein als Vertreter für ganz Niedersachsen. „Wir fühlen uns der Region verbunden. Deshalb freuen wir uns sie mit so einem tollen Projekt hier repräsentieren zu können.“

„Tröt“ ist der überaus passende Name der Jazzband des Gymnasiums in Hittfeld. Nicht nur mit ihren Tröten spielten sie Jazz-Standards und Rock-Klassiker und sorgten damit in der Niedersachsenhalle für beschwingte Momente und eine gewisse Leichtigkeit. Das Publikum dankte es mit reichlich Applaus.

Das Unternehmen Werkhaus aus Lüchow, war wieder mit seinen Stiftboxen in ausgefallen Designs am Elbe-Wendland-Stand. Auch am Donnerstag erfreuten sie sich großer Beliebtheit. Übrigens: Das Unternehmen Abraham Schinken ist aus der Gemeinde Seevetal - Abraham hat wieder Schinken für die Verpflegung am Stand gespendet.

Die Internationale Grüne Woche Berlin 2018 findet vom 19. bis 28. Januar zum 83. Mal in ihrer 92-jährigen Geschichte statt. Über 1.600 Aussteller aus 67 Ländern zeigen eine Leistungsschau aus allen Bereichen der Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, des Gartenbaus und Tourismus. Bulgarien verspricht sich durch seine Rolle als Partnerland der IGW und die gleichzeitige Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft Anfang 2018 wertvolle Impulse im Agrarsektor. Unter dem Motto „Aroma der Sonne“ verspricht das Land zwischen Balkangebirge und Schwarzmeerküste Erlebnisse für alle Sinne in der kompletten Halle 10.2 des Berliner Messegeländes.

Texte und Bildmaterial rund um die Aktivitäten auf dem Elbe-Wendland-Stand finden Sie während der Messe auf dem neu gestalteten Internetauftritt unter www.elbe-wendland-aktiv.de.