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Mühlentagebuch 2015

  • 19. Dezember 2015: Macht hoch die Tür +

    19. Dezember 2015

    Liebe Mühlenfreunde,
    Weihnachten naht und deshalb wollen wir am nächsten Sonnabend nicht nur arbeiten, sondern ein bisschen klönen und einen besinnlichen Rückblick auf 2015 und einen fröhlich-frischen Ausblick auf 2016 wagen. Unentwegte können aber selbstverständlich auch arbeiten. 

    An dieser Stelle am Ende des Jahres muss folgende Frage erlaubt sein: Was wäre die Mühle ohne Euch?

    Die Antwort ist ziemlich einfach: Unsere Mühle wäre ein historisch wertvoller Haufen Steine...

    Denn nur durch jeden einzelnen Mühlenfreund ist dieser Haufen Steine innerhalb von  drei Jahren zu einem lebendigen Ort der Begegnung für die ganze Region geworden.

    Eure Unterstützung und Euer Engagement sind unglaublich und einmalig!

    In diesem Jahr ist mit Eurer Hilfe und der Unterstützung unserer großartigen Förderer wieder viel geschafft worden. Die Sägerei ist wieder aufgebaut und das Venezianische Gatter läuft. Die Toiletten sind im Jungviehstall eingebaut. Die gesamte Elektrik ist erneuert, die Backstube eingerichtet. Die gesamten historischen Fliesenfußböden im Haus sind wieder hergestellt. Die originale Hofpflasterung samt behindertengerechter Zuwegung ist fertiggestellt, der Seminarraum geschaffen, samt Fußboden und Wänden. Viele Wände sind wieder mit Lehm verputzt. Die Decke in der Mühlenstube ist fertiggestellt. Die Decken im zweiten Obergeschoss sind saniert, Wandbemalungen restauriert. Fußböden wurden gestrichen. Im sanierten Hühnerstall gackern wieder Hühner. Die Fläche vor dem Backhaus ist gepflastert. Im Wald nimmt der Skulpturenpark Gestalt an. Jede Menge Feuerholz wurde gesägt und in neue Holzkisten gestapelt. Bergeweise Blätter wurden gehakt, in der Mühle wurden sogar die mächtigen Mühlsteine getauscht. Diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig. Vieles mehr habt ihr bewegt und gemacht. 

    Zusätzlich zu unseren großen Festen (Deutscher Mühlentag, Tag des offenen Denkmals, Tage der Industriekultur am Wasser, Oktoberfest und Adventsmarkt), gab es Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und viele, viele Führungen durch unsere schöne Mühle. Zu unserer aller Freude bringen auch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hittfeld Leben auf das Mühlengelände. Alle Altersgruppen können sich an „unserer Schönen“ zu Hause fühlen.   

    Danke an alle, die dies möglich gemacht haben!

    Noch ein Tipp für alle, die noch Weihnachtspräsente suchen: Es gibt noch Marmeladen, Liköre, Pilzmehl, tolle Etagèren und sogar ein paar Mühlenshirts. Übrigens: Eine Mitgliedschaft in unserem Mühlenverein ist auch ein tolles Geschenk.

    Susanne bringt am Sonnabend bestimmt noch Weihnachtsgestecke mit, der Mühlenkalender und das Backbuch sind auch großartige Geschenke. Also warum sich ins Gewühl stürzen? Die wirklich schönen Geschenke gibt es an der Mühle! Einige Weihnachtsbäume suchen auch noch ein warmes Plätzchen für die Feiertage. 

    Für Feinschmecker sind bei „unserem“ Archehof in Lütt Jehrden noch leckere Weihnachtsgänse zu haben (Telefon: 04105/52501).   

    Liebe Grüße und „Glück zu!“

    Emily und Christina

     

  • 12. Dezember 2015: Glücklich und geschafft +

    12. Dezember 2015

    Liebe Mühlenfreunde,

    Hunderte von Besuchern haben am Sonnabend die stimmungsvolle Atmosphäre beim 3. Adventsmarkt an der Wassermühle Karoxbostel genossen. Die Aktiven des rund 950 Mitglieder starken Mühlenvereins hatten sich schon bei der Vorbereitung wieder viel Mühe gegeben: Hof, Sägerei, der ehemalige Stalltrakt und sämtliche Wohnräume waren liebevoll mit Tannenbäumen, Adventskränzen und Weihnachtssternen geschmückt. Bei Kerzenschein, Geschichten am Kachelofen, Gitarrenklängen und plattdeutschen Weihnachtsliedern am knisternden Kaminfeuer konnten sich die Besucher auf eine besinnliche Adventszeit einstimmen lassen.

    In der vorweihnachtlich dekorierten Tenne boten Kunsthandwerker an langen Tischreihen ihre selbstgemachten, individuellen Geschenkideen an. Auch das Internationale Café Hittfeld, die Harburger Elbewerkstätten und das Hittfelder Haus Huckfeld  waren mit eigenen Kreationen vertreten.

    In den historischen Wohnräumen des reetgedeckten Fachwerkhauses konnten Besucher an hübsch gedeckten Tischen leckeren Kuchen und Kaffee genießen und dabei Zeichnungen des Emmelndorfer Künstlers Ralph Bühr bewundern. Zum Aufwärmen und zur Stärkung wurden auf dem Hof zusätzlich noch Glühwein und frische Kartoffelsuppe angeboten. Auch die duftenden Bratäpfel aus dem Lehmbackofen fanden bei großen und kleinen Besuchern reißenden Absatz.

    In der Sägerei wurden an einem Stand besonders hübsche floristische Adventsdekorationen präsentiert. Daneben hatten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hittfeld Infotafeln und ein Modell ihres Weidentippis aufgebaut, dass sie zurzeit auf dem Mühlengelände errichten. „Unser Weihnachtsmarkt ist zwar nicht der größte, aber die angenehme Atmosphäre macht den Besuch in Karoxbostel zu einem ganz besonderen Erlebnis“, sagt die Schatzmeisterin des Mühlenvereins, Christina Dohrmann.

  • 05. Dezember 2015: Advent +

    5. Dezember 2015

    Liebe Mühlenfreunde,

    diese Woche kommt das Mühlentagebuch extra früh.

    Am vergangenen Sonnabend hat sich unsere Mühle in ihr „Adventskostüm geworfen“.

    Die großen Kränze sind geschmückt und hängen in Tenne und Diele. Etliche kleine Kränze und Gestecke sind von fleißigen Händen gebunden worden. Die Tannenbäume sind auf die Ständer gesetzt und geschmückt. Der Bücherflohmarkt und der Mühlenflohmarkt sind schon im Kuhstall aufgebaut. Hartmut und Manfred haben die Feuerschutztür zur Mühle eingebaut, nun ist es nicht nur sicherer sondern auch deutlich wärmer in der Mühlenstube.

    Jan hat die Tür zum Sanitärtrakt fertig gebaut, auch hier zieht es jetzt nicht mehr und es sieht einfach toll aus. Wolfgang hat die Küchendecke weiter bearbeitet. Die Notausgangsschilder sind von Alex und Ole montiert worden. Andreas Derboven hat uns einen schönen alten Esstisch gespendet. 

    Ein toller Moment war es, als gegen Mittag das Sägegatter angelaufen ist - welch ein Geräusch!

    Die Sägereitruppe und ihre Helfer haben großartige Arbeit geleistet. Hier kann man wirklich sagen: „Auferstanden aus Ruinen“.

    Und dann noch etwas: Vorletzte Woche habe ich von unseren armen Hühnern geschrieben, deren Stall mit Regenwasser vollgelaufen  war - und natürlich waren auch gleich Retter zur Stelle. Ferdinand und seine Mitstreiter haben den Zugang neu konstruiert und gepflastert, so dass die Hühner keine nassen Füße mehr kriegen können. Das fehlte in der letzten Mühlenmail – Asche auf mein Haupt.

    Für unseren Adventsmarkt können wir noch Kuchen und Helfer gebrauchen. Also meldet Euch bitte bei Christina.

    Hoffentlich sehen wir uns am Samstag, bis dahin „Glück zu!“     

    Emily und Christina

  • 28. November 2015: Schleppen und schmücken +

    28. November 2015

    Liebe Mühlenfreunde

    Auch in der vergangenen Woche wurde wieder viel gewerkelt an unserer „Schönen“.

    Am Samstag haben Ole, Frank, Karsten und Carsten das Schweinehaus mit neuen Planen abgedeckt, so dass es drinnen wieder trockener geworden ist. In der Mühle kommt der Anschluss  des zweiten Schrotgangs auch gut voran. In der Küche hat Hartmut die Arbeitsplatten montiert und der neue Geschirrspüler wird täglich erwartet.

    Die beiden großen Adventskränze für die Tenne und die Diele sind gebunden und müssen nur noch aufgehängt werden.

    Der Mühlenputz wird diesen Samstag ganz im Zeichen der Vorbereitung auf unseren Adventsmarkt am 5. Dezember stehen. Die Tannenbäume, Familie Sahling hat sie wie schon im vergangenen Jahr gespendet, müssen aufgestellt und geschmückt werden und auch alle weitere Advents-Deko soll am Samstag fertig werden. Die Mühlenbackbücher müssen eingewickelt und der Bücherflohmarkt und der adventliche Mühlen-Flohmarktstand müssen schon aufgebaut werden.  Die Tische für die Stände müssen auch gestellt werden. So wird wieder viel zu schleppen sein. Aber das hat uns noch nie gestört.

    Also bis Samstag
    liebe Grüße und „Glück zu!“

    Christina und Emily    

     

  • 21. November 2015: Viel geschafft +

    21. November 2015

    Liebe Mühlenfreunde,

    es gibt Wochen, da reibt man sich die Augen - soviel Offensichtliches ist passiert. Nachdem wir letzten Samstag viel geräumt haben, konnte in der Woche wieder kräftig gestrichen werden.

    Unsere „Mobler“ von der Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind wirklich fleißig. Ines, Joris, Selina und Rasmus haben noch Verstärkung von Sinje bekommen. Willi hat mit dem Radlader die Big Bags mit den Resten vom Dach der Sägerei in einen Container umgeladen, der bereits von einer Entsorgungs-Firma abgeholt wurde, sodass nun auch die Kutsche und der Viehanhänger aus dem Weg geräumt werden können.

    Auch den Platz hinter dem Backhaus haben Willi und einige fleißige Helfer mit Radlader-Unterstützung aufgeräumt.

    Am Samstag ist unser Klavier angekommen. Der Transport war nicht ganz einfach, so ein Klavier ist eben alles andere als handlich. Der Klavierbauer war am Montag da und hat Christina und den „Moblern“ erklärt, wie man „unterstellt“ und einiges mehr, so dass unser „kleiner Flügel“ bald wieder seine volle Klangfülle haben wird.

    Diesen Samstag müssen wir unser neues Tasteninstrument in die gute Stube stellen. Er passt dort wunderbar rein und trocken genug ist es dort auch.

    In der Küche hat Manfred die letzten Gefache geputzt. In der Sägerei haben Bernd und seine Helfer weiter fleißig gepflastert. Die Leibungen im Seminarraum, die Hartmut passgenau zugeschnitten hat, sind eingebaut und gestrichen.

    In der Mühle haben Franz, Rolf, Heinz, Rüdiger, Wilfried und Manfred die Mühlsteine umgesetzt. Das war eine, im wahrsten Sinne schwerwiegende Aufgabe. Nun ist alles ausgerichtet und diesen Samstag kann in der Mühle weiter gearbeitet werden.

    Natürlich waren Angelika und Wilfried auch in der Woche da, um alle Helfer mit Kaffee, Suppe und Kuchen zu versorgen.

    Diesen Samstag werden wir bei der Einrichtung der Küche weitermachen. Zudem muss die Mühlenstube wieder eingerichtet werden. Neue Lampen müssen angeschlossen werden und die Wand im Kuhstall kann gestrichen werden.

    Der Eingang zum Hühnerstall muss abgedichtet werden, damit kein Regen mehr in den Stall laufen kann. Leider hat auch die Plane vom Schweinehaus dem Sturm nur teilweise standgehalten. Wir sollten den Sturmschaden rasch reparieren. Durch den Sturm ist auch wieder Laub auf den Hof geweht.

    In der Backstube werden am Samstag Spekulatius für unseren Adventsmarkt am 5. Dezember gebacken. In der Sägerei kann weiter gepflastert werden.

    Am nächsten Mittwoch bietet Susanne Wetzel ab 15.30 oder ab 18.30 Uhr gemütliches Adventsgestecke- oder –Kränzebinden an. Anmeldungen bitte direkt an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Es ist also wieder viel los in und um unsere schöne Mühle.

    Liebe Grüße und „Glück zu!“

    Emily und Christina

  • 13. November 2015: Mobler & Fenster +

    14. November 2015

    Liebe Mühlenfreunde,
    am letzten Samstag ist wieder viel geschafft worden. Ein Trupp unserer starken Männer hat Türen in der "Waldquelle" ausgebaut und Teile des alten Küchenherds mitgebracht.
    Dirk und Ole haben weiter an den Grundelementen für den Holzschuppen gebaut. Im Haus wurde fleißig gestrichen und im Obergeschoss restaurieren Dagmar und Irene vorsichtig die Wände. Viele fleißige Hände haben auch den Flohmarkt Bestand sortiert und es ist viel Laub geharkt worden.
    Neben unserem neuen Tresen haben wir den ersten Teil der Holzbank, längs der Südwand aufgestellt. Die dicke Eichenbohle haben wir am Tag des Denkmals 2012 mit der mobilen Säge an der Mühle gesägt. Alle waren sich einig, es sieht einfach großartig aus. In der Mühle haben Franz und seine Fachleute weiter an den Lagern der Mühlsteine gebaut und den Anschluss des zweiten Schrotgangs vorbereitet.

    In der Sägerei haben unsere Elektriker Ole und Alex die Sicherheitsschaltung für das Sägegatter fertig gebaut. Tischler Hartmut hat die Tür von der Tenne zum Wohntrakt perfekt restauriert und eingebaut. Und von der Gelügelaustellung in Klecken haben Dagmar und Emily zwei Barthühner und zwei Amrock-Hennen mit gebracht.
    Am Montag sind unsere "Mobler" von der Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an der Mühle angekommen. Ines, Selina, Joris und Rasmus bleiben zwei Wochen. So sind jetzt alle Türzargen aus der Waldquelle entnagelt und die Fensterleibungen im Seminarraum eingebaut. Die Türen und Leibungen werden gestrichen. Im Pferdestall hat Maurer Manfred den jungen Leuten gezeigt wie Gefache mit Lehm geputzt werden.
    Im Spänekeller der Sägerei bringen die "Mobler" unter der Regie von Bernd die Pflasterung wieder in Ordnung, die bei der Verlegung der Drainage aufgenommen werden musste.
    Natürlich gab es auch wieder einige Führungen durch das Mühlenensemble und Helmut hat wieder unermütlich die ganze Woche Laub geharkt.
    Diesen Samstag gilt es die Wände in der Mühlenstube mit Kasein-Farbe streichen. Der Tresen muss für seinen ersten Einsatz fit gemacht werden. Tische und Stühle müssen in der Tenne gestellt werden. Die Gardrobe muss in der Küche aufgestellt werden. Die restliche Fensterscheiben müssen unbedingt eingesetzt werden. Am Holzschuppen werden wir weiter bauen und die Plane auf dem Schweinehaus muss dringend wieder festgemacht werden.
    Außerdem naht unser Adventsmarkt am 5. Dezember, alle die Kuchen backen wollen, oder Standdienst machen möchten, können sich ab sofort melden. Toll wäre es wenn möglichst viele Rezepte aus unserem Mühlen-Backbuch darunter wären.

    Liebe Grüße und "Glück zu!"
    Christina und Emily

     

  • 07. November 2015: Kultursommer +

    7. November 2015

    Hallo Mühlenfreunde,
    am Dienstag haben wir und der "Landkreis" das Ende des Kultursommers im Landkreis Harburg in unserer Mühle gefeiert. Zirka 80 Kulturinteressierte, an der Spitze unser Landrat Rainer Rempe, Andreas Sommer, Vorstand der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Prof. Dr. Rolf Wiese, Giesela Wiese, Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen, Marc von Itter, Hittfelds Bürgermeister Norbert Fraederich und zahlreiche Kreistagsmitglieder ließen das vielfältige Kultursommerprogramm noch einmal Revue passieren. Die Koordinatorin Annika Flüchter moderierte das Programm.

    Als ein Höhepunkt des Abends wurde der Film "Gespinste" gezeigt. "Gespinste" wurde an der Wassermühle  mit der Tanzkompagnie "Here we are" der Elbewerkstätten gedreht und feierte nun seine Landkreis-Premiere.

    Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung nutzten die Gäste bei leckerer Suppe und Schnittchen vom Hotel-Restaurant Derboven den Abend zu regem Gedankenaustausch. Im Wohntrakt unsrerer "Schönen" war es auch angenehm warm - nicht zuletzt deshalb, weil Manfred noch den gusseisernen Ofen in der Mühlenstube angeschlossen hatte. Auch wenn die Mühle im moment schön ordentlich ist, so gibt es auch diesem Samstag viel zu tun: Ein Trupp muss noch bei der "Waldquelle" Türen und den Herd abholen.
    In der Mühle müssen wir uns unbedingt den Türen widmen; zum Sanitärtrakt hin muss eine neue Tür gebaut werden und die andreren im Stalltrakt müssen deutlich dichter werden. Außerdem müssen unbedingt einige Scheiben neu eingesetzt werden.
    Die Beete müssen auch noch winterfest gemacht werden.
    Übrigens: Am Montag, 9. November, kommen unsere "Mobler" von der Jugendbauhütte für zwei Wochen.
    Also bis Samstag, 10 Uhr, an unserer Wassermühle.

     

  • 13. Oktober 2015: Scheckübergabe +

    Dienstag, 13. Oktober 2015

    Unterwegs mit Hund, Schaufel und Gießkanne – Spende Rathaus-Café mit Scheckübergabe an der Wassermühle

    Viele begeisterte Kinder der Grundschule Hittfeld traf Seevetals Bürgermeisterin an der Wassermühle Karoxbostel: Dort wurde jetzt durch Martina Oertzen und die Organisatorinnen des „Rathaus-Cafés“ der diesjährige Erlös als Spende an ein Projekt der Offenen Ganztagsschule Hittfeld übergeben. Über 600 € hat das diesjährige „Rathaus-Café“ auf dem Hittfelder Dorffest erbracht, Bürgermeisterin Oertzen rundete den Betrag noch auf 700 € auf.

    Einen wertvollen außerschulischen Lernstandort konnte die Offene Ganztagsschule Hittfeld mit der Wassermühle Karoxbostel gewinnen: Hier können Kinder im Rahmen der Ganztagsbetreuung an vier Wochentagen die Wirtschaftsgeschichte der Wassermühle kennenlernen, interessantes über den Wasserkreislauf und den Wald erfahren und sich mit kleinen handwerklichen Projekten wie z.B. Instrumentenbau aus Naturmaterialien oder einem Tipi im Wald erproben.

    Emily Weede, Vorsitzende des Mühlenvereins, zeigte sich begeistert über die großzügige Spende: „Wir erleben hier, dass gerade die praktische Abwechslung zum eigentlichen Lernen solche Aktivitäten für die Grundschulkinder besonders macht, zumal er auch dem natürlichen Bewegungsdrang Rechnung trägt“.

    Foto
    Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen (Mitte) übergab den Scheck gemeinsam mit den Organisatorinnen des Rathaus-Cafés an Emily Weede, Vorsitzende des Mühlenvereins und Jens Willmann, den kommissarischen Schuldirektor. Vor Ort waren ebenfalls Ganztagskinder der Grundschule Hittfeld und zahlreiche Helfer.

     

  • 19. September 2015: Platt und Aufräumen +

    19. September 2015

    Hallo Mühlenfreunde,

    Am Freitag hatten wir schon die nächste Veranstaltung: Im Rahmen der plattdeutschen Wochen im Landkreis Harburg hat unser Mühlenfreund Diedrich Schmanns plattdeutsche Geschichten vorgelesen. Ein kurzweiliger, schöner Abend mit tollen Geschichten am Kamin in der Tenne.

    Am Sonnabend hat es dann viel geregnet. Aber Regen hat uns noch nie von der Arbeit abgehalten. 

    Nach dem Fest des letzten Sonntages waren wir hauptsächlich mit Aufräumen beschäftigt.

    Obwohl die vier „MOBler“ der Jugendbauhütte in der Woche schon fleißig geräumt hatten. Natürlich gab es wieder eine Besuchergruppe, die von Frank fachkundig geführt wurde. Zudem waren noch einige kleinere Ausbesserungsarbeiten zu erledigen. Der Bücherflohmarkt wurde zurück sortiert, Müllermeister Franz hat die Mühle gründlich gereinigt. In der Sägerei wurde schon für die Veranstaltung der Landfrauen am Dienstag, 22. September, aufgebaut. Unsere Märchenfee Gabi erzählt ab 19 Uhr orientalische Märchen für Frauen.

    Falls sie auch den Fortschritt bei uns sehen wollen, kommen sie doch am Samstag zum Mühlenputz von 10 bis 13Uhr vorbei. Egal, ob bei Regen oder Sonnenschein.

  • 13. September 2015: Tag des offenen Denkmals +

    13. September 2015

    Hallo Mühlenfreunde,

    am Sonntag ging es für einige unserer Aktiven teilweise schon um 6 Uhr mit den Vorbereitungen los. Alle schauten immer wieder in den Himmel – hält das Wetter? 

    Aber der Wettergott war der Mühle auch bei ihrer vierten Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ hold.

    Nach der Andacht mit Pastor Georg Stiller ging das bunte Treiben um 11 Uhr richtig los.

    Das kulinarische Angebot war reichhaltig. Unsere Mühlenwaffeln gingen weg wie heiße Semmeln, das Mühlenbrot wurde bis zum letzten Krümel verkauft, für den Grill musste Nachschub geholt werden, die Salatbar war ein voller Erfolg. Auch kühle Getränke, Kaffee und Kuchen waren lecker und wie immer begehrt bei den vielen, vielen Besuchern.

    Ob Basteln, Sinnespfad oder Ponyreiten für die Kleinen oder Holz- und Schmiedekunst sowie Floristik für die Großen, alles wurde angeboten. Die Mühlen-Imker verkauften ihren Honig, der Holzspalter von Haus Huckfeld war den ganzen Tag in Betrieb. 

    Am Flohmarktstand wurden manche Kuriositäten feilgeboten und am Marktstand gab es leckere Marmeladen und Gelees, Obst, Gestricktes und vieles mehr.

    Am Infostand begannen unsere Führungen durch das Denkmal-Ensembe.  In der Mühle wurde Bio-Roggen gemahlen. Die fleißigen Müller wurden nicht müde, die vielen Fragen der interessierten Besucher zu beantworten. Auf der neuen Terrasse gab es tolle Livemusik von den Gruppen Moonlight, Blue Minor-Swingband und der The Millbrook Blue Gras Jam.

    Die Atmosphäre war entspannt und unsere Gäste und Mühlenfreunde genossen einen wunderbaren Tag. Die Arbeit hat sich wieder einmal gelohnt.

    Und seit Sonntag hat unser Verein 900 Mitglieder! 

    Verpasst? Es folgen dieses Jahr noch weitere Attraktionen. Der nächste Termin: Märchenerzählerin Gabriele Schwedewsky erzählt die schönsten Liebesmärchen, Freitag, 2. Oktober, ab 19 Uhr.

  • 12. September 2015: Der Tag vor dem Tag +

    12. September 2015

    Hallo Mühlenfreunde,

    der Mühlenputz an diesem Sonnabend ist der Tag vor dem „Tag des offenen Denkmals“. Viele der anstehenden Arbeiten waren schon in der Woche erledigt worden. Willi hat mit seinem Radlader den „Mount Karoxbostel“ und einige kleinere Sandhügel abgetragen, so dass wir wieder einen Hofplatz haben und das Fest auch stattfinden kann! Ferdinand hat mit den neuen MOBlern der Jugendbauhütte das Beet an der Mühle eingefasst und noch Steine an der Sägerei verlegt. Nun sieht es wirklich perfekt aus.

    Am Freitag war dann die Sägerei der Mittelpunkt des Geschehens: Unser Mühlenfreund Jürgen Schramm hat die zweite große Riemenscheiben gebaut und die Treibriemen und einen Motor für die Säge besorgt.
    Am Freitagnachmittag hat er mit einem Mitarbeiter und unserer Sägerei-Crew alles montiert.
    Alex und Ole waren für die Elektrik zuständig, als der erste Probelauf gestartet wurde.
    Die Riemenscheiben und die Welle laufen wunderbar rund und auch das Gatter konnte einen kurzen Moment zugeschaltet werden. Allerdings ist der eine Treibriemen noch etwas lang und braucht noch mehr Spannung, aber wie ich Jürgen und die Sägerei-Crew kenne, wird das kein großes Problem sein.
    Unser großes Fest begann schon am Sonnabendabend mit der Vernissage der Zeichnereiausstellung des bekannten Künstlers Ralph Bühr aus Emmelndorf. Unser Mühlenfreund Carsten Weede hielt die Laudatio.
    Ralph Bührs Stillleben, Portraits und Landschaftsbilder fanden großen Anklang bei vielen Besuchern. Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 4. Oktober, an den Wochenenden zu besichtigen.

    Am Samstag gab es dann wieder viel zu tun:
    Der Getränkestand wurde angeliefert, überall wurden Tische und Bänke aufgestellt. Unser Flohmarktstand wurde aufgebaut. Ein alter Herd wurde zurecht gerückt und natürlich wurde der Lehmbackofen schon vorgeheizt und die erste Partie Brot gebacken. Im Haus wurde gewischt und geputzt. Der Bücherflohmarkt in der Mühlenstube wurde dekoriert, unserer Sinnespfad bekam den letzten Schliff. Die Abwaschküche wurde ebenfalls hergerichtet.
    Auch in der Mühle war noch viel zu tun: Licht wurde installiert, der Fahrstuhlschacht wurde mit einem Zaun gesichert und die Lager wurden geschmiert.

    Sehen wir uns? Vielleicht beim Mühlenputz! Jeden Samstag von 10 bis 13Uhr.

  • 07. September 2015: Vorbereitung ist alles +

    5. September 2015

    Hallo Mühlenfreunde,

    auch dieses Jahr wird unsere Mühle beim „Tag des offenen Denkmals“ teilnehmen. Die Vorbereitung für dieses Ereignis, das bundesweit am 13. September stattfindet, ist in vollem Gange.

    Die Flohmarktsachen wurden entstaubt und bereit gestellt. Auch die Bücher für den Bücherflohmarkt wurden gesichtet und sortiert. Bei den vielen Kartons ist das schon eine Arbeit für unsere Spezialisten. Die Bücher sollen in diesem Jahr in der Mühlenstube präsentiert werden. Hoffentlich wir bis zum „Tag des offenen Denkmals“ alles fertig und der Platz reicht für die vielen Bücher...

    In der Mühle sind wir den Spinnweben zu Leibe (warum sind eigentlich alle Spinnen immer hier) gerückt, auf dem Hof wurde Holz und alles andere, was sich so in den letzten Monaten angesammelt hat, weggeräumt. Dirk, unser Mühlenbrotbäcker, hat den Lehmbackofen aus dem Sommerschlaf erweckt. Die Backstube ist eingerichtet. Gefliest mit den großen Trögen und der Knetmaschine sieht sie schon sehr „prächtig“ aus.

    Natürlich müssen wir noch einiges schaffen bis zum 13. September. Im zukünftigen Café-Bereich wurde die Decke weiter bearbeitet und sogar schon grundiert, in der Sägerei sind die letzten Scheiben eingesetzt worden, und der Seminarraum soll auch endlich seine Tür bekommen.

    Auch in der Woche ist viel an unserer Mühle geschehen. Unser Tischler Harmut Best hat die neue Zweite Eingangstür eingebaut. Ein altes originales Fenster wurde zur Tür umgebaut. Im Wald haben Sägekünstler vom Atelier Freistil der Elbewerkstätten einen Workshop veranstaltet. Angeleitet wurden sie von dem bekannten Holzbildhauer Reinhard Wölfer, der extra von La Gomera zu uns an die Mühle gekommen ist. Mit Georgs Sofa und Andres Eulen zusammen mausert sich unser Wald zu einem echten Skulpturenpark. Neugierig geworden? Kommen sie einfach mal vorbei, am besten sonnabends von 10 – 13Uhr.

  • 07. September 2015: Pflastersteine und Fliesen +

    29. August 2015

    Hallo Mühlenfreunde,

    unser Tagebuch hat eine kurze Sommerpause eingelegt. Der Mühlenputz viel natürlich nicht aus. Unsere Mühlenretter sind jeden Samstag fleißig am werkeln, bauen und putzen.  Diesmal waren wir auch am Sonntag zu unserem traditionellen Sommergottesdienst am 23.08.2015 versammelt.

    In dieser Woche geht es weiter. Wir haben Vitrinenschränke bekommen und zwischenzeitlich in der Tenne abgestellt. Diese wurden mit vereinten Kräften auf den Dachboden gehoben und an ihre Plätze gestellt.


    Da die Hofpflasterung noch nicht beendet ist (aber fast) und wir unsere Gebirgslandschaft somit nicht beseitigen konnten, hat man sich darauf verlegt wieder die Tenne und ihre angrenzende Räume herzurichten. In der Decke im zukünftigen Café-Bereich wurden die Fugen zu gespachtelt. Was man leider nicht auf den Bildern erkennen kann, ist der in den letzten Wochen wiederhergestellte Fußboden. Ein eifriger Handwerker hat die 100 x 100mm großen Fliesen in mühevoller Kleinarbeit absolut perfekt verlegt. Während im Backhaus die Knetmaschine auf ihre Position gestellt wurde, hat man in der Sägerei die Schienen von ihren alten Bohlen befreit. Im Obergeschoss des Wohnhauses wurde gewerkelt. Auch hier hat der Zahn der Zeit seine Spuren im Holz hinterlassen. Damit wir uns davon ein Bild davon machen konnten, wurde ein Teil der Decke entfernt.

    Unsere Mühlenputz ist immer am Samstag von 10 – 13 Uhr, schauen sie vorbei.

  • 20. August 2015: Böden 2.0 +

    15. August 2015

    Böden aller Art waren heute wieder das Hauptthema in Karoxbostel! Bei wieder „normaler“ Mühlenhelferstärke von etwa 50 Mann/Frau drehte sich drinnen wie draußen fast alles um den Untergrund. Das heißt auf dem Hof wurden Feldsteinpflaster verlegt und alte Asphaltreste entfernt. Unsere Rampe über der alten Jauchegrube ist praktisch fertig und sieht wirklich sehr schmuck aus! Etwas tiefer in den Untergrund ging es zwischen Backhaus und Schweinestall, dort wurde ein graben für die Stromleitungen ausgehoben.

    Drinnen sind diverse Estricharbeiten erledigt worden und im Zwischenraum von Mühle und Wirtschaftshaus liegen sehr schöne Rot-Weiße Fliesen.

    Aber auch den Decken und Wänden wurde gearbeitet – Isolierung anbringen und streichen.

    Draußen im Wald laufen die Vorbereitungen für unseren Skulpturenpark mit dem Holzbildhauer Reinhard Wölfer und dem Atelier Freistil vom Koop-Partner Elbe Werkstätten.

    Das alles und vor allem, das was in der Zwischenzeit geschehen ist können Sie sich übrigens gern selber anschauen. Nächsten Sonnabend 22.08.2015 ist von 10-13 Uhr beim Mühlenputz eine gute Gelegenheit dazu!

  • 08. August 2015: Von Friesen und Fliesen +

    8. August 2015

    Dass wir uns seit einiger Zeit mit den alten bzw. eben auch künftigen Fliesen für die alte Küche beschäftigen, dürfte dem geneigten Leser dieses Tagebuchs kaum entgangen sein – bereits seit Wochen sind regelmäßig ein halbes Dutzend Mühlenhelfer dabei die alten Fliesen zu sichten und zu reinigen. Heute waren wir dann soweit und auf dem Hof wurde der Grundriss der Küche im Maßstab 1:1 probeweise ausgelegt, um zu sehen, ob wir genügend Fliesen zusammen bekommen. Wie man auf den Bildern sehen kann, scheint das zu klappen. Dort sieht man auch den Fries* der natürlich auch aus Fliesen besteht und nicht aus Friesen, nur ziert diese „Friesen-Fliesen“ ein anderes Ornament. Sie bilden  den äußeren Abschluss zur Wand hin.

    Nach diesem kleinen Spiel mit Worten möchte ich noch auf eine andere Neuigkeit in der Wassermühle hinweisen. Nachdem die Gänse ja längst aus ihrem Stall ausgezogen sind, haben wir uns auf Hühner verlegt – die fliegen zumindest nicht so schnell und so weit weg! Nein, das ist natürlich nicht der Grund, wir haben uns einfach gesagt, dass sich so ein paar Hühner ganz gut machen auf unserem Hof und ein wenig tierische Begleitmusik zur vielen Technik abgeben könnten. Außerdem sind auch vom Aussterben bedrohte Rassen dabei, da tun wir dann für deren Erhalt auch etwas Gutes! 1 Hahn und 7 Hühner werden zur Zeit gerade im Stall eingewöhnt: Es sind Appenzeller Spitzhaubenhühner, Barthühner und Ramelsloher Blaubeine.

    Auch sonst war an diesem Wochenende wieder richtig viel los in der Mühle und um zu, aber da Sie ja am kommenden Sonnabend sowieso mal wieder vorbeischeuen wollten, können Sie sich ja selber einen Eindruck verschaffen. Kiek mol wedder in! Am 15.August ist wieder Mühlenputz.

    *Als Fries wird in der Architektur ein lineares, meist waagrechtes Stilelement bezeichnet. Es ist ein schmaler Streifen, der einer Umgrenzung, Abgrenzung, Gliederung und Dekoration von Teilen eines Bauwerks dient. Der Fries kann glatt sein oder plastisch hervortreten, gemalt oder aus einzelnen Bauteilen zusammengesetzt sein. Manche bestehen aus mehreren schmalen Friesbändern, beziehungsweise ihren Ornamenten.

    Friese dienen der Gliederung einer Fassade und ähneln insofern den Gesimsen. Der Unterschied zu den leistenartigen Gesimsen liegt in der Wiederholung eines Musters, dem Rapport – einer Schmuckform in einem gleich bleibenden Rhythmus. Gesimse sind mitunter von Friesen begleitet oder mit ihnen kombiniert.

    Als Zierstreifen wurden Friese bereits in der Antike verwendet – neben der Architektur auch in der Plastik, wie beispielsweise an Sarkophagen oder in der Toreutik. Als rein zweidimensionale, flächenhafte Gliederung werden sie auch in der Malerei, der Vasenmalerei und bei Mosaiken eingesetzt.

    Der allgemeinsprachlichen und kunsthistorischen Bedeutung von Fries als streifenförmiges, sich wiederholendes Ornament steht eine andere in den Altertumswissenschaften gegenüber. Dort wird unter dem Fachbegriff Fries im Zusammenhang mit der griechischen Architektur der Antike vorrangig ein konkretes Bauglied verstanden. (Quelle: Wikipedia)

  • 01. August 2015: Hochsommer in Karoxbostel +

    1. August 2015

    Die Mühlenbienen summen über die Streuobstwiese – wir haben mittlerweile zwei Völker auf dem Hof – die Sonne scheint, es ist warm und tatsächlich ist heute auch einmal nur eine etwas kleinere Mühlenputztruppe vor Ort – vielleicht 20 Mühlenhelfer haben sich heute getroffen – es ist eben Ferienzeit. Aber auch die waren sehr fleißig und waren weiterhin damit beschäftigt die Fliesen für die Küche zu reinigen und sortieren. Die Hofpflasterung war ebenfalls ein Ort an der so der eine oder andere Mühlenhelfer gearbeitet hat.

    Im Gebäude ist es deutlich kühler, aber sicher nicht nur deshalb waren dort heute einige Helfer anzutreffen. Die Decke in dem Zwischenraum zwischen Mühle und Wohnhaus ist sicher auch in der kommenden und den darauffolgenden Wochen weiter ein Thema. Ist eben auch ganz schön viel Fläche und nicht wirklich einfacher Untergrund.

    Wir haben begonnen den alten Kuhstall leerzuräumen und unsere Wand- und Deckentruppe war im Erdgeschoss und auch den oberen Wohnräumen mit der Reparatur und Wiederherstellung der alten Tapeten und Wandbemalungen beschäftigt.

    Die Pferdeklappen wurden gestrichen und in der Sägerei wird weiter an der Technik gearbeitet. Der alte Elektromotor für den Testbetrieb des Gatters wird zur Zeit in Stand gesetzt und die Riemenscheibe des Antriebs muss ausgebaut werden – für Ersatz ist aber schon gesorgt in der kommenden Woche soll das extra hierfür angefertigte Teil geliefert werden.

    Sie wissen ja – es gibt nichts Gutes ausser man tut es – in diesem Sinne tun Sie sich und auch uns doch den Gefallen und schaun mal wieder bei uns rein! Mühlenputz ist wieder am kommenden Sonnabend den 8. August von 10 – 13 Uhr.

  • 25. Juli 2015: Böden +

    25. Juli 2015

    Und zwar in diversen Formen waren heute sozusagen ein Oberthema des Mühlenputzes. So war eine große Gruppe auch heute dabei, die Fliesen für die Küche zu reinigen. 

    Vor der Sägerei waren wir damit beschäftigt, den alten „Laufhorizont“ zu finden – mit anderen Worten – wir waren auf der Suche nach dem ursprünglichen Niveau des Pflasters und nach Überresten davon. Teilweise erfolgreich, teilweise leider nicht, denn trotz intensiven Grabens war entlang der Traufe des Sägereidachs kaum ein Stein der alten Pflasterung zu entdecken. 

    10 Meter weiter links hieß das Thema auch Bodenbearbeitung. Dort haben die Mühlenhelfer begonnen, die alte Teerschicht abzutragen und so einen Anfang für die Baggerarbeiten an dieser Stelle zu schaffen, denn der soll dort in der Woche weiterarbeiten.

    Auch in der Sägerei hieß ein Thema Böden – hier ging es darum, letzte Bohlen anzunageln und die verbliebenen Lücken zu schließen. Außen an der Fassade war ein „alter“ Bekannter (Siehe Foto) auch heute dabei Leisten anzunageln.

    Im Wohngebäude ging es heute um die, dem Boden gegenüberliegende Seite … hier wurde weiter an der Deckenunterkonstruktion im Café-Bereich gearbeitet. 

    Im Obergeschoß  war eine unserer „Chefrestauratorinnen“ mit der Reparatur der alten Tapeten und des Wandunterbaus beschäftigt.

    Nebenan in der Mühle selber war einer unserer Mühlenhelfer damit beschäftigt eine selbstangefertigte „Rattenharfe“ einzubauen. Mit dieser Gitterkonstruktion wird verhindert, dass diese Tiere in die Mühlentechnik eindringen. 

    Weiter ging es auch mit dem Ausbau der letzten Glasbausteine und auch schon mit dem Einbau der Pferdeklappen an deren Stelle – das sieht schon richtig gut aus jetzt. Endlich sind diese grässlichen Glasbausteine so gut wie alle weg! Die haben den optischen und historischen Eindruck der Fassade schon sehr getrübt, wie ich finde.

    Wenn Sie mal schauen wollen, wo jetzt überhaupt noch Glasbausteine verbaut sind oder einfach mal auf einen Kaffee vorbeikommen wollen, dann wissen Sie ja bestimmt, dass am 1. August wieder Mühlenputz ist und zwar wie immer von 10 – 13 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

  • 18. Juli 2015: Ein ganz normaler Mühlenputz +

    18. Juli 2015

    Ich muss gleich zu Anfang gestehen, dass ich am 18. Juli nicht beim Mühlenputz war – manchmal klappts halt nicht! Der „zweite Mühlenschreiber“ hat mich aber mit allen Informationen versorgt und Dominik hat sehr schöne Bilder gemacht – vielen Dank dafür!

    Daher weiß ich, dass eine sehr große Mühlenputzgruppe die Küchenfliesen gesäubert haben. Die Gruppe wuchs im Laufe des Tages immer mehr – und so war das Fliesenreinigen eine sehr gesellige Arbeit. 

    Auch die Hofumgestaltung nimmt langsam Form an. Die ersten Mauern sind gezogen, in der hinteren Ecke wird gerade der erste Treppenabsatz gebaut und am anderen Ende wurde begonnen, den Teer zu entfernen.

    Im Wirtschaftsgebäude wurden weiter Glasbausteine entfernt – somit konnte der Neuaufbau der ersten Pferdeklappe in der Tenne in Angriff genommen werden.

    Vor den Schweinestall wurden ein paar Platten verlegt und im Wald wurde von unserem „ersten Motor-Sägekünstler” das Sofa weiter bearbeitet. Sieht wohl schon richtig gut aus.

    Im Wohnhaus wurde in der zukünftigen Café-Ecke mit dem Abhängen der Decke begonnen.

    Und an diesem Wochenende hatten wir auch mal wieder „Außendienst“: ein paar Mühlenhelfer haben einen Tonbrennofen aus einer alten Schule abgeholt.

    Kommen Sie doch am kommenden Sonnabend so wie ich auch mal wieder zur Wassermühle Karoxbostel – ich würde mich freuen Sie dort zu sehen! Bis dann – Mühlenputz ist jeden Samstag von 10–13 Uhr.

  • 11. Juli 2015: Der Estrich ist da +

    11. Juli 2015

    Sieht jetzt richtig gepflegt aus  – der Boden in der Tenne und den anderen Räumen – und es war wohl auch eine ganz schöne Plackerei, bis es endlich soweit war. Drauftreten durfte man am Sonnabend noch nicht – nur angucken war erlaubt. Deshalb war der Raum im Wohn- und Wirtschaftsgebäude auch quasi komplett tabu, gearbeitet wurde eigentlich nur draußen. Was bei dem angenehmen Wetter ja auch ganz schön war. 

    So zum Beispiel beim Sichten, Sortieren und Reinigen der Fliesen, die wir in den Räumen verlegen wollen. Damit waren heute ganz schön viele Mühlenhelfer beschäftigt

    Nicht ganz draußen, aber bei offenen Türen wurde in der Backstube weiter letzte Hand an die Wände gelegt. 

    Gegen den Uhrzeigersinn weiter geschaut kommt man zum nächsten Gebäude an dem heute gearbeitet wurde – aber praktisch auch nur von draußen: unser Ole war die ganze Zeit damit beschäftigt, die Leisten zum Abdecken der Spalten an der Sägerei anzubringen.

    Und noch ein Stück weiter befand sich heute ein weiteres großes Betätigungsfeld des Mühlenputzes – auf dem Hof wurde weiter Unkraut und Schiet und Dreck beseitigt und längs des Wirtschaftsgebäudes haben wir einen Graben ausgehoben und darin zum einen ein Rohr fürs Regenwasser verlegt sowie diverse Kanäle platziert, durch die diverse elektrische Leitungen unter anderem für die Sägerei verlegt werden sollen. Hat mal wieder Spaß gemacht und wir sind ein gutes Stück weitergekommen. 

    Richtig viel weitergekommen waren übrigens in der Woche auch die Maurer, die einen guten Teil des Sockels für die neue Rampe über der ehemaligen Jauchegrube gemauert haben.

    Können Sie sich ruhig mal anschauen kommen, nächsten Sonnabend sind die bestimmt noch ein großes Stück weiter. Sie wissen ja Mühlenputz ist jeden Sonnabend von 10 – 13 Uhr also auch am 18.07.2015 und Sie sind ein gern gesehener Gast.

     

  • 04. Juli 2015: Ganz schön warm +

    4. Juli 2015

    Heute brauchte man nun wirklich nicht den alten Rudi Carrell Schlager „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ bemühen. Es war einfach Sommer und es war heiß an der Mühle. Und den hysterischen, und wie ich finde, oft übertrieben Unwetter- und Hitzewarnungen zum Trotz, wurde wieder fleißig und bei bester Laune an der Mühle gewerkelt und geräumt. Es ist ja mit der Wärme wie mit dem „schlechten Wetter“ – eigentlich gibt es das ja gar nicht – es gibt nur die falsche Kleidung! Im Falle der Hitze muss man vielleicht noch sagen, man muss einfach das richtige Tempo wählen und eben etwas langsamer arbeiten und aus der prallen Sonne rausgehen, dann geht das schon!

    Auf dem Hof wurde (mal wieder) das Rippenpflaster vom Gras befreit. Direkt daneben wurden die Mauerreste der Jauchegrube freigelegt. Sie wird wieder aufgebaut zur Vorbereitung der Hoferneuerung. 

    Bei unserem Mönch gab es seit den letzten Arbeiten dort immer noch eine Senke an der Stelle, wo der Mönch früher einmal platziert war. Die wurde heute mit Erde aufgefüllt. Somit ist das Projekt Mönch nun endgültig abgeschlossen. 

    In der Mühle wurde ein neuer Schacht eingebaut. Das sorgt beim Mahlen für weniger Mehlstaub in der Luft. 

    An der Sägerei wurde damit begonnen, die Spalten zwischen den Brettern der Außenwand zu verschließen. Dazu musste zuvor aber unsere Tomatenzuchtstation beiseite geräumt werden. 

    Im Gebäude selber wurde aufgeräumt, das galt vor allem für das viele das Holz, das im Moment keine Verwendung findet. Teamarbeit, war wie überall an diesem Tag, auch hier schwer angesagt. 

    Teamarbeit ist bestimmt auch am kommenden Sonnabend wieder angesagt – schauen Sie ruhig selbst, ob das auch wirklich so ist! Mühlenputz ist wieder am 11. Juli 2015 von 10–13 Uhr.

  • 27. Juni 2015: Das große Räumen +

    27. Juni 2015

    Wir bekommen Estrich, das heißt natürlich genauer gesagt, die Mühle bekommt Estrich und noch genauer muss es natürlich heißen, in mehreren Räumen so z.B. der Müllerstube, der Küche und im Zwischenraum zur Mühle  – hier wird demnächst Estrich geschüttet werden. Das bedeutete für uns am heutigen Sonnabend, die Räume sollten leergeräumt werden und das wurden Sie denn auch. Das Inventar wurde großenteils auf dem Dachboden verstaut, einige größere Schränke auch in der Tenne.

    In der Backstube gingen die Arbeiten auch weiter, dort wurden wie auch in mehreren anderen Fenstern neue Scheiben eingesetzt und verkittet.

    Nebenan in der Sägerei wurden die Hammer geschwungen – unsere Sägereicrew war vollauf damit beschäftigt, die losen Bohlen anzunageln.

    Auf dem Hof war auch an diesem Sonnabend eine Gruppe von Mühlenhelfern mit der Unkrautbeseitigung beschäftigt – da wächst aber auch ein Kraut zwischen den Steinen. 

    Beetpflege und Gartenarbeit war natürlich auch wieder angesagt. Aber das Wetter war ja ganz schön und sogar recht warm war es an diesem Tag – was man ja bisher für diesen Sommer noch nicht so oft sagen konnte!

    Ganz kurze Zeit hatten wir übrigens drei Gänse bei uns zu Gast – eine am Fuß verletzte Kanada-Gans hatten wir noch zusätzlich zu unseren zwei Graugänsen aus dem Tierheim zu uns geholt. Ob die nun zuviel für Gustl (so heißt eine unserer Gänse) war, oder die Freiheit einfach zu verlockend, Gustl hat jedenfalls eine Gelegenheit zum Abflug beim Schopfe ergriffen und ist ohne Tschüss zu sagen, gestartet. Er ist bemerkenswert zielgenau zwischen den Buchen durchgeflogen und dann ab nach … das wissen wir nicht! Vielleicht hat er uns ja in guter Erinnerung behalten und kommt mal wieder zu Besuch!

    Ob Gustl das schon am kommenden Sonnabend macht, können Sie ganz einfach überprüfen! Sie kommen einfach mal wieder bei uns vorbei. Mühlenputz ist – wie sollte es auch anders sein – am Sonnabend den 4. Juli 2015 von 10–13 Uhr. Bis dahin – machen Sie es gut!

  • 20. Juni 2015: Alle meine Gänschen ... +

    20. Juni 2015

    ... schwimmen auf dem Bach, schwimmen auf dem Bach, nur eine hat sich gleich verzogen – Ach!  

    Das stimmt aber tatsächlich! Unser Gänsestall ist am Sonnabend nämlich eingeweiht worden und eine der drei Gänse, die die ersten Bewohner werden sollten, hat die Freiheit dem Stall unter der Sägerei direkt vorgezogen und ist einfach ausgebüxt! Naja, Reisende soll man halt nicht aufhalten! Die beiden anderen finden ihre neue Heimat aber scheinbar ganz gut – jedenfalls haben Sie auch gleich die „Außenanlagen“ und die Gänsebadestelle im Mühlenbach erkundet und sind zu unserer Freude dageblieben!

    Der eigentliche Mühlenputz startete dann mit einer echt rekordverdächtigen Beteiligung unserer Mühlenhelfer – Insgesamt waren über 50 „Mühlenputzer“ am heutigen Sonnabend dem Ruf der Wassermühle gefolgt.

    In der Mühle hat unser Müllermeister seine Jungs weiter in die Geheimnisse der Mühlentechnik eingeweiht. Der Fußboden im obersten Dachgeschoss wurde weiter verlegt und natürlich gab es auch heute viel Gartenarbeit, die erledigt werden wollte.

    Handwerkliche Tätigkeiten waren auch an verschiedenen Projekten zu sehen, so zum Beispiel im Backhaus – die Backstube strebt unaufhaltsam der Vollendung entgegen. 

    Die Dielen in der Sägerei liegen bis jetzt nur lose auf Ihrer Unterkonstruktion. Seit heute gilt das nicht mehr für alle – denn es wurde damit begonnen Sie festzunageln. So können die Schienen, die für den Transport des Sägegutes dort wieder verlegt werden sollen auch irgendwann dort installiert werden.

    Die Bühne auf dem Hof wurde nicht abgerissen, man kann eher von einem Rückbau sprechen. Absolut koordiniert von der ersten Schraube bist zum Laub weg harken. So können dort bald die Pflasterarbeiten beginnen.

    Schwer zu tragen waren (mal wieder) die Telefonmasten (oder waren es Strommasten?) An der Stelle wo die gelegen hatten entsteht in Kürze ein Holzschuppen, in dem wir unser Holz dann trocken lagern können.

    Und wie stehts mit Ihnen? Sie waren ja, glaube ich, letzten Sonnabend nicht da oder? Aber am 27. Juni haben Sie ja schon wieder Gelegenheit vorbeizukommen – Wir würden uns jedenfalls über Besuch freuen! Mühlenputz ist wieder von 10 – 13 Uhr.

  • 13. Juni 2015: Teamwork im Backhaus +

    13. Juni 2015

    In unserem kleinste Gebäude auf dem Hof wird gerade besonders fleißig gearbeitet. Nicht nur für unser „Jugendteam“ Ole und Jonathan fand der heutige Mühlenputz im Backhaus statt. Mindestens drei weitere Mühlenhelfer habe ich heute gesehen, die letzte Hand an den Wandputz gelegt haben! Das wir eine richtig schöne Backstube!

    Ein Stück weiter links, unter der Sägerei, nein nicht im Keller unter dem Gatter, sondern im alten Hühnerstall, war auch reichlich was los! Dort kommt nämlich wieder ein Stall rein, die erste Belegung werden zwei Graugänse sein. Wenn Sie wissen wollen, wie die zu uns gekommen sind, dann sollten Sie mal vorbeikommen und sich die Geschichte von einem Mühlenhelfer erzählen lassen! Wann? Die beste Gelegenheit dazu haben Sie am kommenden Sonnabend, da ist natürlich wieder Mühlenputz von 10 - … aber nein, der Teil ist ja jetzt noch gar nicht dran … 

    Weiter im Text: Der Stall wurde Mardersicher gemacht und ein Stück des Hofs und des Bachs wurden eingezäunt, auf dass die kleinen Graugänse nicht sofort ausbüxen. 

    Im Haus gab es natürlich auch wieder was zu tun – wir konnten zum Beispiel eine Tischdecke bewundern – naja eigentlich nicht so sehr die Tischdecke, sondern eine ganz spezielle Arbeit an dieser Tischdecke. Eine des Schneiderns äußerst mächtige Mühlenhelferin hatte die Decke nämlich repariert und „vergrößert“ und zwar so, dass man original nicht mehr erkennen konnte was alt und was neu war. Ich war schwer beeindruckt!

    Zwei Etagen höher war unsere Sägereicrew aus Mangel an Aufgaben am Sägegatter mit dem Verlegen des Fußbodens beschäftigt und unsere Elektriker habe ich auch wieder überall in den Gebäuden angetroffen! Und die hatten meist mehr zu tun als ich, hatte ich den Eindruck!

    Ansonsten wurde weiter Metallschrott gesammelt und ein guter Teil des Hofs von Unkraut befreit und die Büsche am Gehweg an der Straße wurden zurückgeschnitten. 

    Und auch heute war natürlich noch viel mehr los um die Wassermühle Karoxbostel herum und ich habe bestimmt was wichtiges vergessen! Sehen Sie es mir nach, es war recht warm und schwül und ich habe einen Gang runtergeschaltet – da bin ich einfach nicht überall hingekommen! Aber Sie können natürlich überall hinkommen und sich alles genau anschauen! Am besten gleich nächsten Sonnabend. Am 20.06. ist natürlich wieder Mühlenputz von 10-13 Uhr. Bis dann!

  • 06. Juni 2015: Nu mal langsam +

    6. Juni 2015

    Man könnte auch sagen, das Wetter war einfach zu schön, um zu arbeiten, sogar unsere Mühlenhunde bleiben lieber drinnen im Schatten. Zumindest war es nicht der Tag, um so ganz große und schwere Arbeiten anzugehen und außerdem treibt uns ja keiner! Meistens zumindest nicht! Trotzdem haben wir auch an diesem Mühlenputztag wieder was geschafft.

    Es wurde auf dem Hof gearbeitet – hier wurde unter anderem das Pflaster von Gras und Unkraut befreit – übrigens eigentlich auch gar nicht so unanstrengend diese Arbeit, wenn man es recht bedenkt. Auch ansonsten wurde bei dem schönen Wetter wieder viel draußen gearbeitet. Da macht die Gartenarbeit zumindest außerhalb der prallen Sonne einfach mehr Spaß.

    Drinnen wurde aber natürlich auch auf diversen Baustellen Hand angelegt und geplant. So hat das Mühlenteam besprochen, was in der nächsten Zeit an der Technik gemacht werden muss. 

    Unter der Sägerei wurden auch heute weiter die vielen Steine freigelegt und gesäubert und der Grund für das Verlegen vorbereitet. 

    Das Fenster über der Toilettentür wurde wieder in Schuß gebracht und eine weitere Tür im Wohnhaus wurde geschliffen und für den Anstrich vorbereitet. 

    Das war es dann aber auch so ziemlich – Feierabend, noch nen Klönschnack und dann ab ins  Wochenende! Und Sie wo waren Sie bei dem schönen Wetter? Kommen Sie doch mal rum und erzählen uns, was Sie so gemacht haben! Beste Gelegenheit dazu: Der nächste Mühlenputz am 13.06.2015 von 10-13 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

  • 30. Mai 2015: Buddeln und schaufeln! +

    30. Mai 2015

    Ja, Sie haben richtig gelesen, nicht aufräumen und sauber machen lautet die Überschrift des heutigen Mühlenputzes, obwohl auch das nicht ganz zu kurz kam an diesem Sonnabend. Auch heute musste doch so einiges geräumt und gesäubert werden – die Spuren des Mühlentages wurden beseitigt – Flohmarkt-Bücher, Tische und Stühle, verstaut und beiseite gestellt.

    Ansonsten war heute fast schon wieder Buisness as usual, also ein ganz normaler Mühlenputztag ! Die Sägereicrew war heute ausnahmsweise mehrheitlich mit der Mühlentechnik befasst, der Fussbodenbau in der „Studier-Stuv“ ging weiter und unsere Giertschgirls wuselten in den Beeten herum.

    Im Keller unter der Sägerei wurden die Drainagearbeiten fortgeführt und Vorbereitungen für das teilweise Neuverlegen des Pflasters getroffen. Es wurde beschlossen, noch weitere Drainagerohre zu verlegen, um den Keller auch dauerhaft trockenlegen zu können. An allen Ecken des Geländes wurde gearbeitet und es gab genug Zeit zum Klönschnack über den äußerst erfolgreichen Deutschen Mühlentag und so dütt un datt! 

    Als kleine Überraschung gab es in der Mittagspause einen äußerst unterhaltsamen und augenzwinkernden Bericht über unsere Aktivitäten rund um den Mühlentag – ein echter Spaß für alle die dabei waren! Vielen Dank Peter-Olaf! (Die Mühlentagsgeschichte können Sie in Kürze hier lesen!)

    Wenn wir Sie auch mal wieder überraschen sollen, dann sagen Sie uns gern Bescheid – beste Gelegenheit ist der Mühlenputz am kommenden Sonnabend den 6. Juni 2015 wie immer von 10-13 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

  • 25. Mai 2015: Der Deutsche Mühlentag in der Wassermühle Karoxbostel +

    Montag, 25. Mai 2015

    Ich würde ja mittlerweile wirklich Eulen nach Athen tragen, wenn ich sagen würde, dass unsere Veranstaltungen in der Mühle immer guten Publikumszuspruch haben ... 
    Aber wenn es dann mal soweit ist, bin ich immer wieder aufs Neue sehr beeindruckt, was für Menschenmassen zu unseren Festen nach Karoxbostel kommen. Nicht mal schlechtes Wetter kann die Leute daran hindern, das Gelände zu entern und das gern auch schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn! 

    Ja so war das. Gegen 11 Uhr fing es an zu regnen und man konnte befürchten, dass der Mühlentag in diesem Jahr ins Wasser fallen könnte und zumindest ich habe gedacht, bei der Wettervorhersage für den Tag wird sich der Besucherzuspruch wohl in Grenzen halten. Das war natürlich nicht so! Das ungeschriebene Gesetz, dass die Hütte voll wird, wenn wir zum Fest einladen, hatte auch am Pfingstmontag beim Deutschen Mühlentag Bestand! Und nicht nur das, es war einfach überwältigend und unglaublich, was für Menschenmassen da in die Mühle strömten. Zumindest gefühlt hatten wir mehr Besucher denn je!

    Es hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht und der große Zuspruch ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit. An allen Ständen, bei unseren Vorführungen und den kleinen und großen Attraktionen in der Wassermühle und auf dem ganzen Gelände herrschte ausgelassene Stimmung und manchmal auch andächtiges Staunen über das, was aus unserer Mühle in den letzten Jahren geworden ist – ein echter Hingucker ist sie mittlerweile –  unsere „Schöne“ –, und das Wetter hat uns dann ja doch auch nicht im Stich gelassen!

    Vielen Dank liebe Gäste, es war uns eine große Freude, Sie hier begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für Ihre Spenden und Ihr Interesse an unserer Arbeit!
    Wir machen weiter und freuen uns schon auf unser nächstes Fest! So macht ehrenamtliche Arbeit wirklich Spaß! Ein ganz großes Dankeschön geht natürlich an alle Mühlenhelfer für Ihren tollen Einsatz und den Vorstand der Wassermühle Karoxbostel e.V., ohne dessen unermüdliche Arbeit es um die Zukunft der Mühle wohl nicht so rosig bestellt wäre. Glück zu!

  • 23. Mai 2015: Aufräumen und sauber machen +

    23. Mai 2015

    Ich habs ja gewusst! Natürlich drehte sich auch beim heutigen Mühlenputz alles darum, die Wassermühle Karoxbostel in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen und mit dem Aufbau für den Deutschen Mühlentag so weit wie möglich zu kommen. Und das ist auch gelungen! Unsere Bildergalerie zum heutigen Tag gibt einen guten Eindruck davon, wo heute überall geräumt und geputzt und aufgebaut wurde. 

    Außerdem haben unsere Müller und Hilfsmüller natürlich die Technik der Mühle gecheckt, damit alles für das Mahlen am Pfingstmontag bereit war und die Sägereicrew konnte einige wichtige Arbeiten an der Technik des Gatters vollenden!

    Einige Gäste hatten es sich übrigens auch heute wieder nicht nehmen lassen und waren vorbeigekommen, um mal zu schauen wie es so bei einem Mühlenputz zugeht, und natürlich auch, um einen Blick in die historischen Gebäude zu werfen.

    Das dürfen Sie übrigens natürlich am kommenden Sonnabend auch gerne mal wieder machen, am 30.5. ist natürlich wieder Mühlenputz von 10 – 13Uhr – der letzte im Mai übrigens ;-) – aber vorher sehen wir uns ja bestimmt noch auf dem Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag!

     

  • 16. Mai 2015: Mal wieder sauber machen und aufräumen +

    16. Mai 2015

    Das ist zwar keine besonders originelle Überschrift (Sie erinnern sich vielleicht an meinen Beitrag vom 25. April), sie bringt die Sache aber auf den Punkt. Denn, wenn wir viele Veranstaltungen bei uns in der Wassermühle haben, und immer mehr Bereiche – so wie seit Anfang des Jahres die Sägerei zum Beispiel – präsentiert und genutzt werden sollen, dann muss man einfach auch viel räumen und putzen! Besonders der Hof wurde an allen Ecken bearbeitet. Wir haben Unkraut gejätet, die Bigpacks umgesetzt und Schutt beseitigt und auch das Hofpflaster musste gefegt und geharkt werden.

    Denn wir brauchen viel Platz für die zahlreichen Stände für den Deutschen Mühlentag am Montag. Besonders vor dem Schweinestall wurde dafür viel umgeräumt und unter der Überdachung der Sägerei wurde aus Paletten ein Boden gebaut für unsere Kuchen- und Salatstände. Einige der „Giersch-Girls“ haben dann auch schon begonnen den Hof wieder mit Blumen zu dekorieren.

    Die Sägerei hat jetzt keinen „Burggraben“ mit Brücke mehr. Er wurde zugeschüttet und es wurden gleich ein paar Gehwegplatten mit eingebettet. Natürlich hat unsere Sägerei-Crew weiter am Gatter gearbeitet. Im Backhaus wurde eine Tür eingebaut und die Arbeiten an der Elektrik machen große Fortschritte. In der Mühle haben wir wieder viel geschafft: Die Siebanlage im obersten Stockwerk ist jetzt vollständig und läuft! Dazu musste allerdings ein Riemen repariert werden. Gut, wenn ein Mühlenverein Helfer hat, die solche Reparaturen durchführen können! Die Zähne der Zahnräder wurden kontrolliert und gesäubert sowie kleinere Reparaturarbeiten an der Mühlenmechanik ausgeführt, damit auch hier am Mühlentag alles rund läuft.

    In Tenne und Wohnhaus wurden ebenfalls geputzt und geräumt und die Unterkonstruktion für den Fußboden in der „Seminarstube“ (Endlich ein Name für den Raum!) wurde verlegt.

    Wenn Sie vor dem Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag, zu dem Sie als treuer Leser dieses Tagebuchs natürlich herzlich eingeladen sind, nochmal reinschauen wollen, dann tun Sie das gern! Am 23.Mai ist von 10–13 Uhr wieder Mühlenputz und ich weiß auch schon die Überschrift für den nächsten Mühlentagebucheintrag. Sie auch? Wenn ja, können Sie mir den ja am Sonnabend mal ins Ohr flüstern!

  • 09. Mai 2015: Die Giersch-Girls von der Wassermühle +

    9. Mai 2015

    Das nicht wirklich beliebte Unkraut machte heute den Einsatz einer ganz besonderen und extra zu diesem Zweck formierten Mühlenputz-Einsatzgruppe notwendig. Das Zeug wuchert in Massen und so wie man das von einem (UN-) Kraut kennt, immer da, wo wir Menschen es am wenigsten gebrauchen können – mit Vorliebe in Beeten, die eigentlich der Präsentation ganz anderer Gewächse dienen sollen. Den Einwand, dass man Giersch ja auch essen könne, wischen diese ausgewiesenen Fachkräfte der Unkraut-Entfernung hinweg – „ Die Menge würde locker für 1.000 Salate reichen, so viele Mitglieder (zumal mit Gierschsalat-Vorliebe) haben wir dann doch nicht!“ 

    Am Ende war der Einsatz offenbar sehr erfolgreich, wie man auf den Bildern erkennen kann!

    Ebenfalls erfolgreich war der Einsatz der „Kellerkinder“ aus der Sägerei. Diese Mühlenhelfergruppe hat die Drainagerohre im Untergeschoss fertig verlegt. Nun heißt es hoffen, dass auch die letzten feuchten Stellen endlich trockengelegt sind. Über den Köpfen der Kellerkinder hat die Sägereicrew natürlich auch heute weiter an der Technik des Gatters gearbeitet. Ich kann nur sagen – es wird – das sieht schon sehr schön aus!

    In unserem Raum ohne richtigen Namen ist die Decke gestrichen und die Fensterstürze im Obergeschoß des Wohnhauses sind neu aufgemauert worden. 

    Auf unserem Parkplatz wurde noch weiter aufgeräumt – ich glaube mittlerweile, dass unser Mühlenhelfer dort einen Golfrasen kultivieren will! 

    Und auch heute haben die anwesenden 50 Mühlenhelfer wieder an bestimmt einem Dutzend weiterer Baustellen geschafft – allein ich war im Keller beschäftigt und konnte mal wieder nicht bei all den anderen vorbeischauen. Ich hoffe man sieht mir das nach.

    Eine Sache fällt mir dann aber doch noch ein: Das Backhaus – da geht es wirklich mächtig voran in den letzten Wochen! Da kann man die zukünftige Backstube schon förmlich vor sich sehen. Ich zumindest – Sie waren ja neulich nicht da! Aber Sie haben am kommenden Wochenende wieder die Gelegenheit rumzukommen und Ihre Nase in das Backhaus zu stecken! Kommen Sie vorbei, Mühlenputz ist wieder am Sonnabend den 16. Mai 2015 von 10-13 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

  • 02. Mai 2015: Der Mai ist gekommen ... +

    2. Mai 2015

    … die Bäume schlagen aus! Aber nicht nur die, auch alles andere was grünt und blüht, sucht jetzt endgültig den Weg ans Licht, um einen Platz an der Sonne zu ergattern und gute Karten beim „Photosynthese-Wettbewerb“ zu haben.

    Dieses ungezügelte Wachstum, ist vor allem auf unserem Parkplatz zu einem echten Problem geworden, da sich hier die Zahl der faktisch nutzbaren Parkplätze schon ganz schön reduziert hatte. Aber es brauchte nur eine Gruppe Mühlenhelferinnen und Helfer, Astscheren, Sägen und Harken sowie drei Stunden Zeit und einen Radlader zum Abtransport der Abschnitte und schon hatten wir gefühlte 15 Parkplätze mehr!

    Auch in den anderen Beeten und auf der Streuobstwiese war reichlich Arbeit versteckt und auch die wurde gefunden!

    Die Sägereicrew ist auch ohne, dass ich das erwähne, ständig mit dem weiteren Aufbau der Technik des Gatters beschäftigt, und wenn man vor Ort nicht weiter kommt, dann durchkämmen die Jungs das Internet zum Beispiel auf der Suche nach Einzelteilen für Daueröler der diversen Schmierstellen unserer Säge – da ist leider einiges weggekommen oder auch defekt und Ersatz nicht wirklich einfach zu finden und womöglich auch noch kostengünstig zu bekommen.

    Die Arbeiten in der Studierstuuv (wie heißt denn dieser Raum nun ?) schreiten dem Ende zu – so sind die Wand-Öffnungen zur Tenne hin geschlossen und die Decke ruft nach frischer Farbe.

    Unsere Küchenfee hat ja, wie man hier öfter lesen kann, mit der Bereitstellung von Getränken, Kaffee, Tee und diversen Nahrungsmitteln mittlerweile nicht nur Sonnabends so viel zu tun wie ein kleiner Cateringservice – eine Arbeit, die nicht eine(r) allein schaffen kann. Ich hoffe, dass der Aufruf nach mehr helfenden Händen in diesem Bereich auf offene Ohren trifft.

    Aber sonst und überhaupt war heute wieder alles klar auf der … nein, nicht der Andrea Doria vom alten Udo dem Lindenberg, sondern in Karoxbostel seiner Wassermühle. Wir bereiten uns jetzt so peu á peu auf unser nächstes Großereignis vor, den Deutschen Mühlentag am 25. Mai und wenn Sie mal sehen wollen, wie wir uns auf so einen Mühlentag vorbereiten – übrigens unseren 4. – dann kommen Sie am Sonnabend doch mal vorbei – Mühlenputz ist wieder am 9. Mai von 10 – 13 Uhr.

  • 25. April 2015: Dütt un Datt +

    25. April 2015

    Ich glaube, mir gehen gerade die Überschriften aus … 

    Manchmal passiert beim sonnabendlichen Mühlenputz ja einfach was ganz Besonderes – Das Sägegatter wird aus dem Fundament gehoben, das erste Korn wird gemahlen oder der Backofen wird das erste Mal angefeuert – dann habe ich natürlich schnell einen Aufhänger, der mich durch meinen wöchentlichen Eintrag fürs Mühlentagebuch geleitet und eine Überschrift ist meist auch schnell gefunden.

    Manchmal sind es die äußeren Bedingungen – ein heißer Sommertag, Schnee und Eis, ein Sturm, auch dann geht’s leicht mit dem Schreiben. Manchmal mache ich auch selber etwas besonderes oder ganz intensiv – im Keller der Sägerei zum Beispiel, da kriegt man dann auch gar nichts mit, was sonst so passiert, auch dann finde ich recht einfach einen Dreh- und Angelpunkt für eine Geschichte. Manchmal habe ich sowieso einen guten Einfall, quasi schon vor dem Mühlenputz, da geht dann auch was, aber es gibt so (Mühlenputz)-Tage, da ist einfach von allem was dabei. Es ist nicht heiß und nicht kalt, richtig regnen tut es auch nicht und ein Silberschatz wird auch gerade nicht gefunden, na was ist dann los? Genau, nicht Fisch, nicht Fleisch, von allem etwas oder eben „Dütt un Datt“!

    So war es am vergangenen Sonnabend auch, es wurde viel geräumt, wir haben eine Spende bekommen, da gab es viel zu stöbern. Es wurde recht viel auf der Streuobstwiese gearbeitet – ich glaube wir haben einen Schädlingsbefall an den noch jungen Obstbäumen. In der Mühle war unser Müllermeister mit seinen beiden „Lehrjungen“ unterwegs, es wurden Fächer im Fachwerk von alter Farbe befreit und eben noch so Dütt un Datt. 

    Wenn Sie es genauer wissen wollen, schauen Sie sich doch mal die Bilder an – diesmal sind das richtig viele und schöne! Vielen Dank an unsere Mühlenfotografin! Und wenn Sie es noch genauer wissen wollen, dann kommen Sie mal wieder vorbei und schauen selber nach, was so los ist in der Wassermühle Karoxbostel!

    Mühlenputz ist wieder am 2. Mai von 10-13 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

  • 18. April 2015: Großer Bahnhof in Karoxbostel +

    18. April 2015

    Dass wir hier in Karoxbostel mit unserer Wassermühle etwas ganz Besonderes haben, das wissen die Mühlenhelfer natürlich aus eigenem Anschauen und aus den Erfahrungen aus drei Jahren Mühlenputz und unzähligen Festen, Denkmaltagen, Theateraufführungen, Filmaufnahmen, Ausstellungen, naturkundlichen Führungen, Schulkooperationen, der inklusiven Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung und noch vielen Gelegenheiten mehr. 

    Besucher, die hier mal vorbeischauen und sich die Mühle erklären lassen gibt es auch recht viele, und auch die eine oder andere Ehrung und Würdigung unserer Arbeit haben wir hier schon erhalten. Aber der Besuch aus Hannover, der heute mit einem ganzen Reisebus voll interessierter Menschen ankam, war schon eine ganz besondere Angelegenheit. Es war das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD), das zu einer Exkursion zu unserer Mühle aufgerufen hatte, und das Interesse, aus der fernen Landeshauptstadt in unser kleines Dorf zu kommen, war groß.

    Der Bus war voll und das nicht nur, weil unsere Wassermühle in Karoxbostel schon so bekannt ist, nein es hatte auch noch einen weiteren Grund, dass unsere Arbeit so viel Interesse auf sich zog: wir sind nämlich Teil der Titelgeschichte des Magazines desDenkmalamtes und dieses Fachjournal wurde ganz offiziell am heutigen Tage präsentiert – und alles, was in der Denkmalpflege in Niedersachsen Rang und Namen hat, war angereist, um unsere Arbeit zu würdigen und noch ein paar wichtige Menschen mehr!

    Nach der Eröffnung durch unsere Vorsitzende Emily Weede reihten sich die Reden der Honoratioren wie die Perlen auf einer Kette. Den Anfang machte Hittfelds Ortsbürgermeister Norbert Fraederich, der in seiner launigen Ansprache dem Verein dafür dankte, hier mit dem Aufbau des als rettungslos verlorenen geglaubten Gebäudeensembles ein „Wunder von Karoxbostel“ vollbracht zu haben. Es folgte der Landrat Rainer Rempe, der betonte, wie stolz der Landkreis auf das kulturhistorisch bedeutende Denkmal sei, und dem Mühlenverein auch noch die erfreuliche Nachricht überbrachte, dass die Rekonstruktion unserer Hofsituation mit 15.000 Euro unterstützt werden wird – das sorgte natürlich für reichlich Applaus der anwesenden Mühlenhelfer, Gäste und Zuhörer! Die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler zeigte sich beeindruckt von so viel ehrenamtlichem Engagement und versprach, sich auch beim Bund für Fördermittel einzusetzen.

    „Karoxbostel – noch zu retten?“ war die Überschrift des Beitrags von Dr. Klaus Püttmann, dem Gebietsreferenten beim NLD, und Prof. Dr. Stefan Winghart überbrachte dem Verein sein ganz spezielles Geschenk  –  die ersten Ausgaben des Magazins „Denkmalpflege in Niedersachsen”, in der es unsere Wassermühle aufs Titelblatt  der aktuellen Ausgabe 1/2015 geschafft hat. 


    Anschließend folgte eine Führung für unsere Gäste durch Mühle und Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Abschluss in der Sägerei. Dort befand sich dann auch das Buffet, das unsere nimmermüden Helfer auch noch aus dem Boden gestampft hatten – vielen Dank all den lieben Spendern! Horst Dieter Peters und seine Frau Gina vom Arche-Hof „lütt Jeerden” standen am Grill und haben so einige ihrer leckeren Bratwürste unter das nach so vielen Reden und der Führung ziemlich hungrige Volk gebracht – auch euch ganz herzlichen Dank!

    Bisher war das ja nicht wirklich ein Mühlenputztag wie jeder andere, doch so ab 14 Uhr endete der Tag dann doch noch so wie unser Mühlenputz meistens. Wir saßen alle noch gemütlich bei strahlendem Sonnenschein zusammen und haben über diesen ziemlich „großen Bahnhof“ nachgedacht und geschnackt – übrigens ganz in der Nähe eines anderen Denkmals, eines automobilen übrigens, das auf den wohlklingenden Namen eines ehemals großen schwedischen LKW-Herstellers hört: Scania Vabis: Dieser 3-Achsige Koloss war samt Service-Personal vom „Makens Hoff” angereist und hatte ein Fass Bier auf der Ladefläche! „Heinrichs Hamburg Bräu“ mundete nach so einem Tag dann auch ganz besonders gut. 

    Am nächsten Sonnabend ist dann wohl mal wieder ein ganz ordinärer Mühlenputz, ohne Prominenz und Mega-Auftrieb – macht aber auch ne Menge Spaß, und was zu klönen und zu schnacken haben wir sowieso immer – Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selber! Der 25.04.2015 ist eine gute Gelegenheit dazu, am besten von 10-13 Uhr.

  • 11. April 2015: Besen, Besen seids gewesen … +

    11. April 2015

    Manchmal grenzt es schon an Zauberei, was unsere Mühlenhelfer so schaffen! Zauberlehrlinge sind das schon lange nicht mehr, nein eher ausgewachsene Meister Ihres Fachs – des Mühlenputzes nämlich! Es gibt ja keinen offiziellen Ausbildungsgang zur Mühlenhelferin oder zum Mühlenhelfer und doch gibt es ein ganz famoses Lern- und Lehrsystem an der Wassermühle Karoxbostel.

    Die vielen Fachleute aus Handwerk, Dienstleistung und sonstigen Berufsfeldern geben nämlich sehr freimütig Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten untereinander weiter. Da lernt quasi jeder von jedem etwas und der persönliche Erfahrungsgewinn am Ende eines Mühlenputzes ist oft beträchtlich! Und da das alles sehr uneigennützig geschieht und unsere Arbeit im Dienst der Sache und der Gemeinschaft steht, kommt oft mehr dabei heraus als man erstmal so erwarten würde. Da ist das Ganze dann nicht nur sprichwörtlich viel mehr als die Summe seiner Einzelteile! Auch unser jüngster Mühlenhelfer hatte heute übrigens eine Lerneinheit – das hat er natürlich praktisch bei jedem Mühlenputz, denn es gibt wirklich unendlich viel zu entdecken für kleine Jungs und Mädchen an unserer Wassermühle! Heute stand die Handhabung des Hammers auf dem Programm und erste angeleitete Versuche einen Nagel ins Holz zu schlagen. 

    Aber zurück zu den Besen. An diesem Wochenende waren, glaube ich, wirklich alle Besen und Schaufeln im Einsatz – vieles war zu fegen, zu putzen und für das kommende Wochenende vorzubereiten. Da erwarten wir bekanntermaßen hohen Besuch aus dem Denkmalschutz. Am Ende des Tages konnten die „Mühlenputz-Zauberer“ mal wieder sehr zufrieden mit dem geleisteten sein. Unsere Mühle machte jedenfalls einen sehr aufgeräumten Eindruck!

    „Unter Tage“ – also im Keller der Sägerei – wurde weiter an der Drainage des feuchten Gewölbes gearbeitet, auch das übrigens ganz erfolgreich. Am kommenden Sonnabend sollte dort keiner mehr nasse Füße bekommen, denn die Tauchpumpe hat Ihren Probebetrieb erfolgreich aufgenommen. Was nun noch fehlt, ist die Drainage außen am Gebäude. 

    Selbstverständlich wurde auch heute wieder am Sägegatter gearbeitet und es wurden zahlreiche neue Glasscheiben in die Fenster der Sägerei eingesetzt.

    Die gute Stube sieht mittlerweile auch wirklich wie eine „gute Stube“ aus, nur noch kleine Ausbesserungsarbeiten an den Wänden sind nötig, und sogar die Gardinen sind wieder an den Gardinenbrettern befestigt!

    Dann wurden noch mit Hilfe des Radladers unsere Feldsteine umgelagert. (Übrigens ist das immer häufiger der Volvo, den unser Mühlenhelfer und Sponsor Wilfried Koppermann zur Verfügung stellt, und nicht mehr der gute alte Atlas! „Ein technischer Quantensprung“, erklärt die Fahrerin, die sich seit Jahr und Tag mit dem etwas betagten Radlader abgemüht hat. Aber wer den fahren kann, der kann jeden Radlader fahren, raunt man sich in Radladerfahrer/Innen Kreisen zu!) Erinnern Sie sich eigentlich noch an die Legende mit den weiblichen Radladerfahrerinnen in Karoxbostel aus den ersten Jahren des Mühlenputzes …? Ich glaube ich muss der Geschichte nochmal auf den Grund gehen! Das können Sie hier im Mühlen-Tagebuch alles nachlesen!

    Aber ich schweife ab … Das Wetter war bestens und auch unser Mittagsbüffet war mal wieder sehr ausladend und am Nachmittag war auch dieser Mühlenputz beendet – wie schon erwähnt, grenzte das geleistete Pensum fast an Zauberei! In diesem Sinne: „In die Ecke,
    Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu diesem Zwecke, erst hervor der alte Meister.“ 

    Ob wir die Geister am kommenden Wochenende anrufen oder ob am Sonnabend wieder das ganz besondere Mühlenputz-Teamwork stattfindet, das können Sie sich gern selber anschauen! Mühlenputz ist wieder am 18.04. von 10 – 13 Uhr – aber nur son büschen! Hauptsächlich steht der Besuch des Landesamtes für Denkmalpflege, inklusive Begleitung von Landrat Rainer Rempe und MDB Svenja Stadler auf dem Programm! 

    Und am Freitag, den 17. April, gibt es eine Lesung von Anne Siegel, die aus ihrem Roman „Nordbräute“ vorlesen wird.

  • 04. April 2015: Sturmschäden +

    4. April 2015

    Sturmtief Niklas hat auch bei uns einen Baum „gefällt“, dieser wurde am Samstag zerlegt und dann mit Menschen- und Maschinenkraft abtransportiert.

    Es war nicht erst dieser Sturm, der die Blätter an eine schwer zu erreichende Stelle unseres Mühlendachs geweht hatte. Dort am Übergang von der Mühle zum Zwerchhaus bleibt regelmäßig das Herbstlaub hängen. Wir haben einen echten Spezialisten, der auch schon in den Vorjahren sehr geschickt das Laub dort heruntergeholt hatte. Nach längerer Abwesenheit (Lesen Sie zu den Schwierigkeiten und Restriktionen ehrenamtlichen Einsatzes gern mal den Beitrag vom 14. Februar hier in unserem Mühlentagebuch) war unserer „Dachkletterer“ Michael endlich mal wieder bei uns an der Wassermühle und konnte prompt zeigen, dass er nichts von seinen „laubsammlerischen Qualitäten“ eingebüßt hat!

    In der guten Stube wurden unsere Fenster, diesmal von innen, bearbeitet. 

    In der Mühle wurden Maurerarbeiten durchgeführt. Schäden und lose Steine wurden ausgebessert.

    Die Pause hielten wir bei sonnigem Wetter endlich mal wieder draußen ab.

    In der Sägerei gab es zwei Projekte. Es wurden die alten Pleuel für den Austausch vorbereitet, dazu wurden die Metallteile gelöst. Es werden jetzt dann zwei neue Holzteile angefertigt, die Rohlinge sind schon da. 

    Das Problem eines feuchten Kellers kennen ja viele Hausbesitzer.Wie schon mehrfach an dieser Stelle beschrieben, haben wir keine Feuchtigkeit, sondern eher so etwas wie „Teichbildung“ im Keller der Sägerei. Für den regelmäßigen Abfluss des sich sammelnden Wassers, haben wir begonnen dort ein Siel zu bauen. Ein Betonring, der den Boden dort stützen soll, wurde durch den Fußboden der Sägerei abgelassen. Dort wird dann eine Tauchpumpe installiert werden, die bei steigendem Wasserstand das Wasser nach draußen pumpen wird – auf dass die Mühle endlich trockene Füße bekommt!

    In der Tenne wurden die beiden Türen der kleine Stube geschliffen und fürs Lackieren vorbereitet. In den Räumen, die zur Zeit ausgebaut werden, haben unserer Mühlenhelfer gespachtelt, geschraubt, gefegt und vieles mehr getan – Das kriegt man gar nicht mehr alles mit!

    In unseren Aalfang hatte sich ein kleinerer Zander verirrt und sich dabei leider entscheidend tödlich verletzt. Als Zander sollte man aber auch nicht versuchen den Teich über unseren Mönch zu verlassen, der Weg ist höchstens für Aale oder kleiner Fische einigermaßen gefahrlos zu passieren!

    Wenn Sie selber mal schauen wollen, was sich so in unserem Aalfang und im Bach tummelt, dann kommen Sie gern mal wieder vorbei! Mit etwas Glück sehen Sie dort Teichmuscheln europäische Flusskrebse, Aale, Barsche und … vielleicht entdecken Sie ja sogar eine Art, die wir selber noch gar nicht gesehen haben. Der Bach ist Lebensraum für zahlreiche Arten unserer heimischen Fauna und Flora. Nächsten Sonnabend ist wieder Mühlenputz! 11.04.2015 von 10 – 13 Uhr.

  • 28. März 2015: Viel Farbe im Spiel +

    28. März 2015

    Passend zum beginnenden Frühjahr wurde beim Mühlenputz der Pinsel geschwungen. Fensterrahmen wurden gestrichen, die Fächer in den Sanitärräumen wurden gestrichen, die Fußböden im Wohngebäude wurden gestrichen und wohl auch noch die eine oder andere Wand. Im WC gibt es jetzt sogar einen Wickeltisch – was’n Service! 

    Im Backhaus wurde die Beleuchtung angebracht und die frisch gewaschenen Gardinen aus der guten Stube warten darauf, wieder aufgehängt zu werden.

    Oben in der Mühle wurden weitere Mühlenhelferportäts geschossen, während unten ein Mühlstein ausgehoben wurde um … ja, das weiß ich leider nicht – war nicht dabei! Vielleicht sollte er geschärft werden.

    Das Buffet sah mal wieder richtig klasse aus – vielen Dank all den edlen Spendern!

    Auch in den Beeten wurde fleißig gejätet und gepflanzt und selbstverständlich wurde auch weiter in der Sägerei gearbeitet.

    Beim nächsten Mühlenputz werden wir mal schauen, ob wir den Osterhasen beim Eierverstecken überraschen können – unsere Wassermühle ist doch eigentlich wie gemacht, für die eine oder andere lustige Osterüberraschung oder was meinen Sie? Schauen Sie doch mal wieder rein am Ostersonnabend von 10-13 Uhr ist wieder Mühlenputz in Karoxbostel. N‘ büschen Farbe zum Ostereier anmalen haben wir bestimmt auch noch über!

  • 21. März 2015: Sandkastenspiele +

    21. März 2015

    Wir fördern unseren Nachwuchs, wo es geht! Kleine Kinder spielen wohl fast alle gern im Sand und untersuchen den Untergrund nach spannenden Dingen, die dort so rumliegen. Das macht auch unser Jonathan und damit er das in Zukunft nicht mehr nur in einem ollen Haufen Sand, der neben der Backstube liegt, tun kann, hat sein Vater unserem jüngsten Mühlenhelfer eine richtige Sandkiste gebaut! Jetzt kann Jonathan endlich richtig losschaufeln!

    Schließlich gibt es bei uns auf dem Hof eine Menge Anschauungsobjekte für Spiele mit Schaufel und Bagger. Hin und hergerissen war er übrigens vom Angebot, mal auf dem Radlader mitzufahren, aber da war der Respekt doch noch zu groß. Heute begnügte er sich noch damit, zuzuschauen, was dieses gelbe Ungetüm so macht!

    So was ähnliches wie Sandkastenspiele haben wir dann auch an der Außenwand der Sägerei gemacht – dort wurden zwei Löcher gegraben, um zu schauen, ob Wasser  dort in die Sägerei eindringt. Das sieht in jedem Fall danach aus. Jetzt stehen dann Überlegungen an, wie man der Sache Herr wird und ob und wie eine Drainage dort ausgeführt werden kann.

    Im Wirtschafttrakt wurde im „Raum ohne Namen“ weiter an Dämmung und Verkleidung gearbeitet. Die Decke sieht schon ganz gut aus und Licht gibt es dort auch schon. Gleich um die Ecke am Durchgang ins Haupthaus wurde über der Tür ein Fenster eingesetzt, das es an diesem Ort früher einmal ebenfalls gegeben hat. Der letzte Bewohner hat es entfernt und das Fach einfach zugemauert. Sieht jetzt wieder viel schöner aus!

    Die Fußböden in der guten Stube und einem weiteren Zimmer des Wohnhauses strahlen nach mehreren Anstrichen jetzt schon in schönstem Ochsenblut-Rot. 

    Die Sägereicrew ist weiter damit beschäftigt, die Mechanik des Gatters und des Antriebs fertigzustellen. Demnächst sollen die Sägeblätter eingehängt werden und dann hoffe ich, dass wir den Elektromotor für den Probelauf bald in Stand gesetzt haben. Dann heißt es Daumendrücken, dass das gute Stück auch tatsächlich kräftig genug ist, um die mächtige Mechanik des Sägegatters auch tatsächlich durchzudrehen. 

    Falls Sie wissen wollen, wann wir den ersten Probelauf starten, sollten Sie beizeiten einmal vorbeikommen – wir verraten es Ihnen gerne, zeigen Ihnen unsere Wassermühle Karoxbostel und bei einem Kaffee ist bestimmt auch noch Zeit für nen lütten Klönschnack so über dütt un datt! Die nächste Gelegenheit dafür: Mühlenputz am Sonnabend den 28. März 2015 
    von 10 – 13 Uhr.

  • 19. März 2015: Wir Kellerkinder +

    Donnerstag, 19. März 2015

    Gesenkten Hauptes musste sich die Gruppe unter der Sägerei bewegen – der „Keller“ unter dem Sägegatter ist nämlich nicht besonders hoch, schon gar nicht da, wo die Balken entlanglaufen. Arbeiten unter erschwerten Bedingungen also, aber am heutigen Sonnabend war ich der einzige der sich den Kopf gestoßen hat. Eigentlich befindet sich dort unten auch nicht allzu viel.

    Der Antrieb des Gatters und des Vorschubs, der Fuß des Sägegatters mitsamt Pleuel und Schwungscheibe und das wars auch schon. Aber dort muss zum einen noch der ursprüngliche Fußboden freigelegt und gereinigt, und in einigen Bereich um die Fundamente müssen die alten Steine neu verlegt werden. Und es gibt ein etwas größeres Problem und das ist das Wasser, das sich dort befindet. Dessen Herkunft gibt uns noch einige Rätsel auf, vor allem aber dessen Anwesenheit auch in Trockenphasen. Es will nicht recht versickern und dann drückt außerdem beim Mahlen, also wenn der Wasserpegel im Bach steigt und bei Regen Wasser in den Keller. Vielleicht nicht als endgültige Lösung, aber auf unbestimmte Zeit soll dort in Zukunft eine Pumpe installiert werden, die das Wasser bei steigendem Pegel „außenbords“ pumpt und so hilft, das Gebäude trocken zu halten. Mit den Vorbereitungen dazu sind wir ganz gut vorangekommen und konnten deshalb auch hinterher den Kopf hochhalten und aufrechten Ganges ins Wochenende gehen. 

    Das konnten am Nachmittag gewiss auch all die anderen Mühlenhelfer, die an diesem Wochenende wieder zahlreich zum Mühlenputz aufgeschlagen waren. Da ich selber die meiste Zeit „unter Tage“ war habe ich mal wieder nicht so viel von den anderen Baustellen auf dem Hof und in den Gebäuden mitbekommen. Es wurde aber auf der Streuobstwiese aufgeräumt und in der Backstube wurde auch eifrig gearbeitet. I

    m Wirtschaftstrakt war eine unserer Mühlenhelferinnen damit beschäftigt, alte Farbe von den Balken zu holen und nebenan im „Raum ohne richtigen Namen“ war für vier Leute genug zu tun: Die haben dort die Decke mit Steinwolle gedämmt.

    Ich möchte schwören, dass unsere beiden Elektriker auch noch das ein oder andere Kabel gezogen haben und in unserem Sanitärtrakt waren mehrere reizend gekleidete Damen mit dem Anstrich der Wände vollauf beschäftigt. 

    Unsere künftigen Hilfsmüller hatten mal wieder eine praktische Lehr-Stunde bei unserem Müllermeister. Es wurde Weizen vermahlen und dabei ist leider eines der Wellenlager heißgelaufen. Müllermeister Franz Rosenkranz nahm das aber ganz gelassen, offenbar ist der Tausch des beschädigten Teils nicht so dramatisch.

    Ebenfalls ganz ohne Drama mache ich Sie jetzt mal wieder darauf aufmerksam, dass wir Sie schon länger nicht mehr bei uns an der Wassermühle Karoxbostel gesehen haben – kommen Sie doch mal wieder vorbei! Nächster Mühlenputz ist am Sonnabend den 21. März.2015 wie immer von 10 – 13 Uhr.

  • 07. März 2015: Noch Frühlingsputz oder schon Sanierungsarbeiten? +

    7. März 2015

    Das konnte man sich wirklich fragen, wenn man an diesem Sonnabend in die gute Stube unseres Wohnhauses geschaut hat. Da waren gleich eine ganze Handvoll Mühlenhelfer damit beschäftigt, den Raum gründlich zu reinigen. Bis auf den Kachelofen wurde alles ausgeräumt, wurde dort der Boden geschrubbt und von alten Farbresten befreit, die Wände entstaubt, Teppiche geklopft und und und – so gründlich ist der Raum wahrscheinlich seit 30 Jahren nicht mehr gereinigt worden! 

    Auch in den anderen Räumen spürte man den Frühjahrs(putz)wind deutlich und das lag nicht nur an dem frühlingshaften Wetter draußen vor der Tür. 

    Auf dem Hof wurde weiter an der Pflasterung vor dem Backhaus gearbeitet. 

    Es wurde noch mehr Holz im Wald aufgesägt und dann auf den Hof transportiert und so machten wieder einmal viele Hände an vielen Stellen unserer Mühle mit der Arbeit ein recht schnelles Ende – nicht ganz und auch nicht für immer, es bleibt schon noch was für den nächsten Mühlenputz übrig, aber dazu komme ich erst am Ende meines Berichts, wie Sie wissen!

    Vorher gilt es nämlich zu berichten, dass wir einen alten Elektromotor gespendet bekommen haben, der demnächst unser Sägegatter antreiben soll! Mit diesem guten Stück, das schon einige Jahrzehnte auf der Wicklung hat, wird es erstmals für uns möglich sein, zu überprüfen, ob unsere Säge wirklich exakt zusammengebaut und justiert ist, so dass sie sauber rundläuft. Davor muss der Elektromotor aber zunächst einer Reinigung unterzogen werden und die eine oder andere Motorkohle soll ausgetauscht werden. 

    Wenn Sie wissen wollen, was an dem Motor sonst noch zu überholen ist und wann wir einen ersten Probelauf machen, dann sollten Sie demnächst mal wieder in unserer Wassermühle Karoxbostel vorbeischauen. Da können Sie unsere „Säge-Crew“ selber befragen. Eine Tasse Kaffee gibt’s natürlich auch für Sie, ist doch klar. Nächster Mühlenputz ist am Sonnabend den 14. März von 10-13 Uhr. Bis dann also!

  • 28. Februar 2015: Blei gießen – und das im Februar +

    28. Februar 2015

    Damit sollte auch nicht eruiert werden, wie es denn um die Zukunft der Mühle bestellt ist, nein, und Sie ahnen sicher schon, dass ich hier keine (ganz) billigen Scherze mache, das Blei wurde als Massenausgleich in der Schwungscheibe des Venezianischen Gatters benötigt! Dazu hatte unsere Sägerei-Crew eigens eine Gußform an das Schwungrad angepasst, um das erhitzte und flüssige Blei an Ort und Stelle zu platzieren.

    Dieses „Wuchtgewicht“ ist notwendig, um einen gleichmäßigen Rundlauf des Gatters zu erreichen und musste bei der Demontage des Schwungrades unter großem Kraftaufwand „ausgebaut“ werden (Nachzulesen und zu schauen hier im Mühlentagebuch). 

    Unser Müllermeister war auch wieder vor Ort und hat nach vielen Wochen Abwesenheit erst einmal Klar Schiff in seinem Reich gemacht.

    Auch ansonsten standen die Zeichen so kurz vorm meteorologischen Frühlingsbeginn ganz auf Großreinemachen. Dabei wurde in der Mühle und auch draußen so einiges an Staub aufgewirbelt.

    Wie auch schon an den vergangenen Wochenenden stand das Thema Fenster auf der Agenda der Mühlenhelfer, die Pflasterung vor dem Backhaus ist unter der Woche schon um einige Quadratmeter gewachsen und wurde auch heute weiter vergrößert. 

    Die allseits bekannte Decke der Gesindestube wurde weiter bearbeitet, nebenan im Orchesterraum wurden die Wände gesäubert und im Sanitärbereich wurde weiter grundiert bzw. auch schon gestrichen. 

    Ab 13 Uhr haben wir dann eine ganz exklusive Führung unserer Vorsitzenden bekommen: Neben  vielen Informationen zur Vergangenheit gab sie uns allen einen interessanten Überblick über die diesjährigen und auch zukünftigen Planungen an unserer Wassermühle. 

    Was bleibt zu sagen: Das Wetter war überwiegend sonnig und es waren mehr als 40 Samstagsaktive im Einsatz. Sie können am kommenden Sonnabend auch dabei sein, aber das wissen Sie als gut informierter Leser dieses Tagebuchs natürlich längst – Mühlenputz ist wieder am 7. März von 10 – 13 Uhr.

  • 21. Februar 2015: Festen Boden unter den Füßen +

    21. Februar 2015

    Den hat man jetzt bald vor unserem Backhaus – statt Schlammpfützen werden dort schon bald Katzenköpfe und auch größere Feldsteine den Eingangsbereich verschönen.

    Nebenan in der Sägerei wurde weiter an der Technik „gefeilt“ und eine unserer Fensterrestauratorinnen war schwer mit alten Fensterkittresten beschäftigt.

    Auf dem Hof gab es ein sehr sehenswertes Schubkarrentreffen – die gezeigten Modelle waren nicht gerade der letzte Technikschrei – aber der Anblick der beiden Fahrer hat so manch einen verzückt! Schauen Sie mal bei den Bildern nach … Die beiden Mühlenhelfer trennen locker 70 Jahre, aber da gibt es null Verständnisproblem zwischen den Generationen!

    Ebenfalls draußen wurden trotz eher widriger Wetterbedingungen ein paar Schneeglöcken gepflanzt – ich hoffe, die brauchen in diesem Frühjahr keinen Schnee mehr sehen. Für einige andere Pflanzen – bzw. Pflanzenarrangements ging es heute aber den Weg alles Irdischen. Die alten Adventskränze kamen endlich auf den Kompost!

    Die Decke der Gesindestube oder wie auch immer dieser Raum denn nun heißt – ich glaube wir werden da mal einen Namensfindungswettbewerb ausschreiben – schreitet weiter ihrer Vollendung entgegen und nebenan wurden die Wände gesäubert. 

    Unsere Sanitärräume wurden entstaubt und gesaugt und das Damen- und das Herren-WC grundiert. Der Flur und das Behinderten-WC kommen wohl am nächsten Sonnabend dran.

    Die Küche und damit die Pausenversorgung für die Mühlenhelfer war wieder in besten Händen und in den (Zigaretten-)Pausen war die Stimmung bestens.

    Auch an diesem Mühlenputztag hatten wir ein paar interessierte Besucher vor Ort. Und Sie wissen ja: Auf Sie warten wir auch – kommen Sie vorbei und schauen sich unsere wunderbare Wassermühle einmal mit eigenen Augen an! Mühlenputz ist wieder am 28.02.2015 von 10-13 Uhr.

  • 14. Februar 2015: Ehrenamt +

    14. Februar 2015

    In den letzen Jahren kann man verfolgen, dass in den Medien immer häufiger auf das Thema Ehrenamt eingegangen wird. Die Politik weist auf die Notwendigkeit ehrenamtlicher Hilfe nicht nur in den traditionellen Bereichen wie Pflege, Sport oder Feuerwehr hin, sondern fordert uns Bürger auf, uns als Bewährungshelfer, beim weißen Ring, im Naturschutz, als Lernhilfe für Schüler, in der Kultur und Denkmalpflege, sogar der Politik oder der Justiz zu engagieren. Bürgerschaftliches Engagement ist in praktisch allen gesellschaftlichen Bereichen gefordert. Es gibt eigens fürs Ehrenamt gegründete Akademien, die sogar Kurse und Qualifizierungen zum Ehrenamtsmanagement und vieles mehr anbieten.

    Man kann dazu stehen wie man will, aber man kommt am Thema Ehrenamt in Deutschland nicht wirklich vorbei.

    Jetzt fragen Sie sich natürlich nicht ganz zu Unrecht, wieso ich Sie hier im Mühlentagbuch damit behellige? Nun, ganz einfach: Ehrenamt braucht neben der Gelegenheit zum Einsatz, natürlich auch eine innere oder äußere Motivation, sich und seine Fähigkeiten einzubringen, um sein Engagement für die Sache zeigen zu können. Es gehört natürlich der Wunsch, sich einzubringen, zu helfen dazu und noch vieles mehr. Und dann noch ein ganz entscheidender Faktor und der heißt Zeit! Wer keine Zeit erübrigen kann oder will, wird im Ehrenamt nichts beschicken können. 

    Auch der Schreiber dieser Zeilen übt ja so ein freiwilliges Amt aus und von Zeit zu Zeit ereilt auch mich das Schicksal der von Zeitnot gebeutelten, das da heißt: Zu viel vorgenommen für so ein Wochenende mit Mühlenputz! Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe es am vergangenen Sonnabend nicht geschafft, raus zur Wassermühle Karoxbostel zu kommen. Keine Chance, auch wenn ich sehr gut um die oben beschriebene Notwendigkeit bürgerschaftlichen Engagements im Allgemeinen und meines Einsatzes für unseren Verein im speziellen weiß. 

    Das geht natürlich nicht nur mir allein so. An jedem unserer Mühlenputzsonnabende und an den vielen anderen Tagen, an denen man hier an der Mühle ehrenamtliches Engagement at it’s best erleben kann, ist jemand nicht da, der eigentlich gern dabei sein möchte, es aber gerade nicht schafft oder vielleicht noch ein anderes Ehrenamt inne hat, das ihn fordert! Und manchmal hindert einen natürlich auch der Beruf, den man ausübt, daran.

    Die Wassermühle Karoxbostel kann glücklicherweise auf einen großen Pool von „aktiven“ Mühlenhelfern zurückgreifen, so dass, wie Sie als aufmerksamer Leser dieses Tagebuchs sicher wissen, selten weniger als 30 Leute hier an einem Sonnabend vor Ort sind. Und diese Mühlenhelfer sind nicht nur viele an der Zahl, sondern allesamt auch noch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt! Bester Beleg dafür ist sicherlich der große (Bau-)Fortschritt, den wir hier in den letzten drei Jahren erleben konnten! Es ist aber auch noch etwas anderes, was ich gar nicht so genau benennen kann. Das ist ein ganz spezieller Spirit (um es mal Neudeutsch zu sagen), so eine Atmosphäre von besonderer Gemeinschaft, der hier über den Hof und durch die Räume weht und der alle hier angesteckt hat! 

    Sie ahnen schon was kommt oder? Wenn Sie diesen Geist mal selber erleben wollen, dann kommen Sie vorbei, am besten Sonnabends von 10-13 Uhr. Wir lassen Sie auch gleich mitmachen, wenn der Funke übergesprungen ist! Ich bin dann auch wieder da, denn allzu lange ohne Mühle halte ich es einfach nicht aus – Zeitnot hin oder her!

  • 07. Februar 2015: Noch´n Abschied +

    7. Februar 2015

    Unsere Mobler – Das „Mobile Einsatzkommando“ der Jugendbauhütte Stade hat am Sonnabend Tschüss in der Mühle gesagt. Die Drei waren nochmal vorbeigekommen, um den Mühlenhelfern die Hand zu schütteln und Danke zu sagen für die „coole“ Zeit in Karoxbostel. In den vergangenen Wochen hatten sich einige richtig freundschaftliche Beziehungen angebahnt. Es gab viele gute Wünsche und Tipps  für Wiebke, Magnus und Sam und auch von uns ein großes Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz!

    Auf dem Hof und um den Hof herum wurde auch heute wieder reichlich Holz gemacht, das ist auch nötig, denn die Vorräte an trockenem Holz sind so ziemlich aufgebraucht.

    Das Bachbett wurde auch heute weiter von Laub und Unrat befreit und gleich nebenan in Sägerei wurde sowohl am Gebäude gearbeitet, als auch an unserem fast schon berühmten Sägegegatter.

    Im Haus wurde weiter an der Elektrik und den Sanitärräumen und auch in unserer immer noch nicht eindeutig benannten Gesindestube gearbeitet. 

    Zwei Mühlenhelfer waren mit der Installation eines Abflussrohres beschäftigt. 

    Auch an den Fensterrahmen für die Sägerei musste heute noch Hand angelegt werden und einige der Metallrahmen erhielten ihren ersten Anstrich.

    Last but not least war aufgrund der günstigen Witterung der Zeitpunkt gekommen den Kopflinden einen neuen Schnitt zu verpassen. Da die Bäume aber recht hoch sind und doch so einiges zu schneiden ist, werden wir damit auch in der kommenden Woche weitermachen.

    Womit wir ansonsten so weitermachen, das verrate ich hier nicht, da müssen Sie schon mal wieder selber vorbeikommen. Am nächsten Sonnabend von 10-13 Uhr wäre eine gute Gelegenheit dazu, denn dann ist natürlich wieder Mühlenputz.

  • 31. Januar 2015: Abschied +

    31. Januar 2015

    Aber einer, der keinem allzu schwer fallen wird! Unser Toilettenwagen vorn auf dem Hof wird demnächst abgeholt. Wir sagen Tschüss. Er wurde gesäubert und abgeschlossen. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung und bedeutet keinen Rückschritt in Sachen zivilisatorische Errungenschaften. Ganz im Gegenteil, denn die sanitären Anlagen im Haus sind plangemäß zum 31. Januar fertiggestellt worden und können ab sofort von uns genutzt werden!

    Die zweite Überschrift des letzten Januar-Mühlenputzes könnte wohl auch gut Holz lauten.

    Es wurde (Brenn-)Holz gespaltet, gestapelt (eine neue Miete wurde begonnen), gefahren (in die Tenne), geschichtet und gesägt.

    An der Sägerei wurde unterhalb des Giebels die Lücke mit Brettern geschlossen. Unter der Führung von Tischlermeister Hartmut Best wurden die alten Bretter zurechtgesägt und angebracht. Diesmal war nur ein zwei-Mann-Team mit dem Aufbau des Sägegatters befasst, aber es geht trotzdem voran.

    Wie auch schon am vergangenen Wochenende zog es den Einen oder Anderen wieder an den Bach: Dessen Bachbett wurde gesäubert und dabei haben wir wieder einmal eine sehr große Muschel gefunden. Nach ihrem Fototermin wurde sie wieder vorsichtig in den Bach gelegt.

    Unsere Schatzmeisterin hat sich unseres Pultes in der Tenne angenommen. Dort musste dringend aufgeräumt werden, vielleicht nicht die typischste Aufgabe für eine Vereinsschatzmeisterin, aber bei uns kann und darf ja eigentlich jeder so ziemlich alles machen. 

    Der „kleinere“ unserer beiden Carstens (der andere schreibt sich übrigens auch mit „K“) und unser Ole waren das Dreamteam in der Tenne. Sie haben für eine Leitung einen kleinen „Kabelkanal“ quer durch den Raum gestemmt. 

    Insgesamt waren bei guten Wetter mit gelegentlichem Sonnenschein, ein für unsere Verhältnisse kleines Mühlenputzteam am Start – etwa 30 Leute, aber die Stimmung war wie immer bestens und manchmal arbeitet ja der Eine oder Andere auch für Zwei!

    Nächsten Sonnabend ist wieder Mühlenputz von 10 – 13 Uhr und wir warten schon auf Sie. Kommen Sie vorbei in der Wassermühle Karoxbostel. Bis dann, schöne Woche machen Sie es gut!

     

  • 24. Januar 2015: Schnee in Karoxbostel +

    24. Januar 2015

    Auf einmal war er da: fast pünktlich zum Beginn des Mühlenputzes ging es aus „heiterem“ Himmel los – es fing an zu schneien, und bis zum Nachmittag sah es um die Mühle herum richtig winterlich aus! Einen Tag später war dann zwar alles wieder weg, aber für diesen einen Tag hatten wir dann doch ein bisschen Winter.

    Trotz der widrigen Wetterbedingungen waren wir auch draußen auf dem Gelände unterwegs, beim Reinigen des Bachbetts zum Beispiel und bei diversen Arbeiten rund um die Sägerei und natürlich auch wieder am Sägegatter. 

    Wir haben drei sehr stabile und praktische ehemalige Transportboxen gespendet bekommen. Zwei davon haben wir in die Sägerei bugsiert und dort bereits aufgestellt. Sie werden künftig als große begehbare Werkzeug- und Materialschränke dienen. Den dritten dieser Riesenkästen haben wir erst mal in der Sägerei untergestellt. Später soll er seinen Platz im alten Schweinestall bekommen.

    Auch an diesem Sonnabend wurde wieder reichlich Kleinholz gemacht und hinter der Backstube aufgestapelt. Und drinnen im Haus waren unsere Mühlenhelfer unter anderem damit beschäftigt, in dem Raum, der noch keinen richtigen Namen hat, aber manchmal Gesindestube oder Seminarraum genannt wird, eine Unterkonstruktion für die künftige Zwischendecke einzubauen.

    Das Frühstücksbuffett war mal wieder aller Ehren wert – da war von zwei Geburtstagskindern unter den Mühlenhelfern die eine oder andere kalte Platte gespendet worden – das haben wir uns schmecken lassen! Vielen Dank dafür und auch an all die anderen, die jeden Sonnabend dafür sorgen, dass keiner von uns hungrig bleiben muss! 
    Dann war auch noch in der guten Stube richtig eingeheizt – man war das gemütlich, man mochte fast nicht wieder raus gehen ins Schneegestöber. Haben wir aber dann doch gemacht.

    Nächsten Sonnabend ist wieder Mühlenputz von 10 – 13 Uhr und wir warten schon auf Sie. Kommen Sie vorbei in der Wassermühle Karoxbostel

    Bis dann, schöne Woche machen Sie es gut!

  • 17. Januar 2015: Bretter, Bretter, Bretter +

    17. Januar 2015

    Und zwar jede Menge. Die hatten aber nicht wir an der Sägerei angebracht, sondern unsere fleißigen Helfer aus der Jugendbauhütte. Sie hatten in dieser Woche einen Großteil der Fachwerkkonstruktion verkleidet! Unsere Tischlercrew war beim Mühlenputz dann mit diversen Nacharbeiten beschäftigt, … das Spaltmaß haute noch nicht so ganz hin! Aber sonst sieht sie schon ganz gut aus, unsere Sägerei. Ums Eck an einer der Stirnseiten des Gebäudes haben wir ein Gerüst aufgebaut, damit unsere Helfer dort mit der Holz-Verkleidung weitermachen können. 

    Holzarbeiten ganz anderer Art hatte eine andere Gruppe Mühlenhelfer an diesem Sonnabend zu erledigen. Es gab jede Menge zu sägen: Die Überreste des Sturms und außerdem die Bäume, die wir wegen ihrer Bruchgefahr vorsichtshalber abgesägt haben, warteten darauf, zu Kleinholz gemacht zu werden. Kreissäge und Holzspalter waren den ganzen Tag im Dauereinsatz. Im Dauereinsatz waren dadurch aber auch die Mühlenhelfer, die damit beschäftigt waren, das Holzmann zu ordentlichen Mieten aufzuschichten.

    Vorbereitungen von zukünftigen Holz(Säge)arbeiten hat unsere „Sägegattercrew“ erledigt. Sie waren damit beschäftigt, die Mechanik unserer Gattersäge weiter zu montieren.

    Die Ablauf-Röhren unseres Bachlaufs sind im Grunde schon seit Jahren teilweise sehr verstopft. Bisher hatten wir sie nie ganz frei bekommen können. An diesem Wochenende sind wir dem aber schon recht nahe gekommen. Bewaffnet mit Watstiefeln und meterlangen Harken und Schaufeln konnten wir einiges an Unrat aus den Röhren ans Ufer befördern. Mittlerweile fließt das Wasser wieder recht gut. Trotzdem wird das Säubern des Bachbetts wohl in diesem Sommer nicht nur einmal auf dem Programm stehen.

    Bereits am Donnerstag der Woche hatten wir seltenen Besuch in unserem Aalfang – ein kapitaler Vertreter der namensgebenden schlangenähnlichen Art lag dort einige Zeit auf dem glücklicherweise nicht ganz Trockenen. Soweit ich das von den Bildern her beurteilen kann, übrigens ein so genannter Breitkopfaal der sich, wie der Name schon sagt, durch die Kopfform von seinem Verwandten, dem Spitzkopfaal, unterscheidet. Übrigens bildet sich die Kopfform erst nach der Wanderung der Jungaale (auch Glasaale genannt) aus der Sargassosee im Atlantik in unsere Gewässer aus und richtet sich nach dem Nahrungsvorkommen! Der Mühlenaal wurde nach seinem Fototermin wieder in die Freiheit entlassen.

    Auf dem Hof gab es nach langer Zeit mal wieder ein paar Fenster, die für den Einbau in unsere künftige Gesindestube vorbereitet werden mussten. Also hieß es für ein paar unserer Mühlenhelfer „endlich“ mal wieder Farbe kratzen. 

    Drinnen im Haus gingen die Arbeiten an unserer elektrischen Anlage weiter. In einer der alten Pferdeboxen haben wir die alte Zwischendecke entfernt und gegenüber der Tenne in unserem neuen Sanitärtrakt konnte man einen nagelneuen und noch nicht betretbaren Estrich vorfinden.

    Unsere Küche ist jetzt übrigens auch fast fertig und man konnte dort heute schon Kaffee kochen.

    Wenn Sie wissen wollen was sonst noch passiert so rund um unsere Wassermühle in Karoxbostel, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei! Wir zeigen Ihnen dann alles ganz genau. Am besten gleich nächsten Sonnabend. Mühlenputz ist wieder am 24. Januar von 10 – 13 Uhr

     

  • 10. Januar 2015: Hochwasser +

    10. Januar 2015

    Dauerregen – und das seit Tagen! Unsere Teiche sind bis zur Oberkante mit Wasser gefüllt, ein Glück, dass wir einen funktionierenden Mönch haben. Unser Bach hat mittlerweile eine geradezu gewaltige Breite von 1,5 Metern und auch in dem so genannten Bypass der Mühlenteiche strömt es gewaltig. Da durch die Stürme der vergangenen Tage auch viel Bruch aus den Bäumen heruntergekommen ist, hat sich im Bachlauf der eine oder andere unerwünschte Staudamm gebildet. Aber mit Harken und Rechen bewaffnet, ist es uns gelungen, die größten Hindernisse zu beseitigen. 

    Eine weitere Folge des Sturms waren mehrere umgestürzte Bäume! Mit vereinten Kräften – Kettensäge und Spaltaxt – wurde daraus aber von einer Gruppe Mühlenhelfern zum großen Teil gleich Brennholz gemacht. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir prophylaktisch diverse bereits gekennzeichnete und bruchgefährdete Bäume absägen. Damit wollen wir vor allem eine Gefährdung für Fußgänger und Autofahrer durch Bäume, die auf den Gehweg oder die Straße fallen, ausschließen.

    Im Backhaus sind die Fenster auf der Rückseite ebenfalls „gedreht“ worden. Diese waren irrtümlicherweise mit der Innenseite nach außen eingesetzt worden. 

    Nebenan in der Sägerei haben wir begonnen, die ersten Bretter der Holzbekleidung anzubringen – unsere Helfer der Jugendbauhütte werden dann in den nächsten Tagen damit weitermachen. Auch drei der alten Fenster des Gebäudes konnten nach langer Suche gefunden werden. Zwar muss noch eines geschweißt und ein weiteres aus zwei Teilen angepasst werden, aber das ist nicht so dramatisch. Viel wichtiger ist es für uns, das ursprüngliche Aussehen so gut wie möglich wieder herzustellen. Am Sägegatter selbst – dem Herzstück der Sägerei – wurde auch den ganzen Tag fleißig weitergearbeitet.

    Im Wohn- und Wirtschaftsgebäude befanden sich auch so einige größere und kleinere Baustellen. In den alten Pferdeboxen wurde aufgeräumt und die Türangeln und Bänder der alten Türen ausgebaut. Unsere vielen Bücher wurden gesichtet und in diverse Regale im Zwerchhaus verfrachtet. Einer unserer Mühlenhelfer war viele Stunden damit beschäftigt, die Haustür wieder schließbar zu bekommen. Dazu waren recht umfangreiche Arbeiten an dem alten Band und den Kloben nötig (Aufreiben des gerollten Türbandes und anbringen einer Reduzierhülse). Aber nun schließt die Tür wieder perfekt und ohne großes Gefummel! 

    In der Etage darüber waren unsere Elektriker damit beschäftigt, Kabel zu ziehen und in den neuen Sanitärräumen wurden die Wände für das Fliesen vorbereitet. Ebenfalls einen Stock höher in den alten Wohnräumen war eine unserer Wand- und Deckenrestauratorinnen damit beschäftigt, die dort noch vorhandenen Ornamente freizulegen. Wegen der aber teilweise sehr schlechten Substanz werden wir dort wohl leider sehr vieles abreißen müssen. Die Malereien werden wir abfotografieren, um danach Mal-Schablonen für die Ornamente herzustellen. Apropos Decken: Nach der Mittagspause haben wir einen kleinen Rundgang gemacht und eruiert, in welchen Räumen wir Zwischendecken einziehen werden. Und dann war eigentlich bis auf den einen oder anderen Klönschnack Feierabend für diesen Sonnabend.

    Das Wetter soll ja in den kommenden Tagen nicht wirklich besser werden, aber unsere Mühle ist ja eigentlich immer einen Besuch wert! Also satteln Sie mal wieder auf und kommen einfach vorbei. Mühlenputz ist auch am 17. Januar wieder von 10–13 Uhr.

  • 03. Januar 2015: Aufräumen und lachen – Ein guter Start ins neue Jahr an der Wassermühle Karoxbostel +

    3. Januar 2015

    Offenbar ist den Mühlenhelfern der Rutsch ins Jahr 2015 äußerst gut gelungen, vielleicht war ja die Freude darüber, dass die stressige Weihnachtszeit vorüber ist, sehr groß, jedenfalls war die Stimmung bei allen, die zum Mühlenputz gekommen waren, auffallend gut! 

    Da es heute an der Mühle wieder etwas entspannter zuging, fangen wir gleich mal mit den besonders angenehmen Seiten so eines Mühlenputzes an – der Pause!  Erstmalig gab es für die Mühlenhelfer Kaffee und Tee und zum neuen Jahr sogar Sekt in der Diele des Wohnhauses. Dort konnten wir alle dann auf das neue Jahr anstoßen, das bestimmt wieder mindestens so schön und erfolgreich sein wird wie 2014 – davon bin ich jedenfalls fest überzeugt.

    Eigentlich sollte der „Neujahrsempfang“ in der „Guten Stube" stattfinden. Anlass war das erste Entzünden des Kachelofens, was zwar geklappt hat, aber der Ofen wurde nicht richtig warm in der kurzen Zeit. In Zukunft schicken wir dann einen „Heizer“ bereits um 7 Uhr morgens, um schon mal Feuer zu machen. Wie dem auch sei, das gute Stück tut jetzt wieder das, wofür es gedacht ist – nämlich außer unverschämt gut auszusehen auch noch Wärme spenden.

    Es wurde viel aufgeräumt. Die Christbaumkugeln und weiterer Weihnachtsschmuck wurden abgehängt und weg sortiert. Unser Elektriker hat die Lampen weiter verkabelt und installiert. Und an der Säge wurde viel montiert und justiert, da werden wir auch in den nächsten Wochen bestimmt noch einiges zu tun haben. Vielleicht wird das ja nach Kalksandsteinen und Fenstern unser nächster samstäglicher Dauerbrenner.

    Auch draußen gab es was zu tun, im Wäldchen hat eine Gruppe das im Wald herumliegende Holz gesammelt und zersägt. Jetzt sind unsere Brennholzvorräte wieder aufgestockt – kann ja sein, dass der Winter in diesem Jahr doch noch nach Karoxbostel kommt.

    Ob Sie mal wieder oder überhaupt einmal nach Karoxbostel kommen, das wissen Sie ganz allein – wir wissen aber ganz gewiss, dass wir uns sehr freuen würden, Sie hier an der Wassermühle Karoxbostel begrüßen zu können! Wann? Mühlenputz ist natürlich auch 2015 jeden Sonnabend von 10-13 Uhr.

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